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Fragen aus aller Welt wurden via Chat gestellt und Live von den Referenten beantwortet. Das erklärte Ziel: Die Teilnehmer/-innen mit den Skills ausstatten, die sie benötigen, um die 5 vorgestellten Konzepte für die Füllungstherapie gleich am nächsten Arbeitstag einsetzen zu können.
Kavitäten der Klasse I: Essential Lines
Nach einer Begrüßung durch StyleItaliano-Mitbegründer Dr. Walter Devoto startete die kombinierte Vortrags- und Hands-on-Session mit „Essential Lines – das Original“. Wie die Referenten nach ihm stellte der Erfinder des Konzepts, Dr. Giuseppe Chiodera, dieses kurz vor und demonstrierte dann, wie es funktioniert. Die Teilnehmer/-innen an den 6 3M-Standorten machten es ihm nach.
Wie Dr. Chiodera erläuterte, wird zunächst die Kavität mit 3M Filtek One Bulk Fill Komposit in einem Schritt gefüllt (Inkrementstärke bis zu 5 mm). Nach dem Kondensieren modelliert er die Okklusalfläche, indem er der Neigung noch vorhandener Höckeranteile mit einem Instrument (LM-Arte Solo Posterior, Smile Line) folgt.
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Die Linien, die streng nach Vorlage bis zu den Fissuren in der verbleibenden Zahnhartsubstanz geführt werden, sind stets nur oberflächlich einzuarbeiten und das Instrument ist dabei Punkt für Punkt in das Material einzutauchen.
Kavitäten der Klasse II: Umwandlung in Klasse I
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Überschüssiges Komposit wird nach palatinal ausgestrichen und mit der Zahnhartsubstanz verbunden. Ist die Wand aufgebaut und vollständig ausgehärtet, können Matrize und Ring entfernt werden.
Der Keil wird an Ort und Stelle belassen, um Blutungen vorzubeugen. Anschließend wird die Kavität gefüllt und analog zur Vorgehensweise bei einer Klasse-I-Kavität versorgt.
Kavitäten der Klasse IV: Zweifarb-Schichttechnik
Die Versorgung eines frakturierten Frontzahnes (Klasse IV) mit einer Zweifarb-Schichttechnik stand bei Dr. Valentin Vervack im Mittelpunkt. Die wichtigste Voraussetzung für einen unsichtbaren Übergang zwischen Zahnhartsubstanz und Komposit wird bereits bei der Präparation geschaffen: Die Frakturkante wird von inzisal ausgehend 2 mm im 45-Grad-Winkel und in den folgenden 2 mm im 20-Grad Winkel angeschrägt. Danach wird die gesamte Fläche verbunden und zu einem „Rounded Infinite Bevel“ abgerundet.
Für den schichtweisen Aufbau mit 3M Filtek Supreme XTE Universal Komposit wird zunächst ein Wax-up erarbeitet und ein palatinaler Silikonschlüssel hergestellt. Die Frakturkante wird auf dem Schlüssel markiert, bevor eine Schmelzmasse im gewünschten Farbton bis 1 mm unterhalb der Linie gleichmäßig auf dem Schlüssel verteilt wird.
Der Schlüssel wird eingesetzt, das Komposit lichtgehärtet. Danach sind die mesialen und distalen Wände mithilfe einer senkrecht eingesetzten Teilmatrize für den Seitenzahnbereich aufzubauen, gefolgt vom Dentinkern mit einer Dentinmasse.
Vor dem Aushärten wird mit LM-Arte Misura der für die vestibuläre Schmelzschicht erforderliche Platz von 0,5 mm geschaffen. Dann wird die finale Schicht mit einer Schmelzmasse im gewünschten Farbton aufgebaut.
Ausgearbeitet wird mit 3M Sof-Lex Ausarbeitungs- und Polierscheiben (außerhalb der zu markierenden Randleisten) und Diamantinstrumenten (zwischen den Randleisten). Für die Einarbeitung der sekundären und tertiären Anatomie eignet sich beispielsweise das Instrument F4 des STYLE FINALE Bohrerkits, für die Politur das 3M Sof-Lex Polierräderset (unter Wasserkühlung).
Frontzahnbereich: Kaschieren verfärbter Zahnhartsubstanz
Wie sich verfärbte Zahnhartsubstanz selbst im Frontzahnbereich erfolgreich kaschieren lässt, zeigte Dr. Paulo Monteiro. Er appliziert eine sehr dünne Schicht 3M Filtek Universal Pink Opaquer auf die präparierte, selektiv geätzte und mit 3M Scotchbond Universal Plus Adhäsiv behandelte Oberfläche.
Der Referent empfiehlt, das Material gleichmäßig so dünn auszustreichen, dass es wolkig-weiß erscheint. Dabei verhält es sich wie gewöhnliches pastöses Komposit.
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Frontzahnbereich: Komposit-Veneering
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Wie das gelingt, wurde am Beispiel eines mittleren Oberkiefer-Schneidezahns unter Verwendung von Unica anterior Matrizen (Polydentia) gezeigt. Um sicherzustellen, dass die Matrizen an den Rändern dicht abschließen, wird flüssiger Kofferdam appliziert.
Keile sind ungeeignet – sie würden die Form der Matrize verändern. Korrekt platziert sorgt Unica anterior dafür, dass das Komposit-Füllungsmaterial genau an den Stellen vom Metallband in Form gebracht wird, an denen eine händische Ausarbeitung und Politur besonders schwierig ist. Dort bildet sich eine glatte Oberfläche ohne Sauerstoffinhibitionsschicht.
Die Anwendung von 3M Filtek Universal Restorative erfolgt in der sogenannten Snowplough-Technik: Das pastöse Material wird auf nicht ausgehärtetes fließfähiges Komposit appliziert und kondensiert, um einen kontinuierlichen Übergang zur Zahnhartsubstanz selbst in schwer zugänglichen Bereichen sicherzustellen. Nach der gemeinsamen Lichthärtung beider Materialien kann die Matrize vorsichtig mit einer Sonde vom Komposit gelöst und entfernt werden. Dann wird die Inzisalkante mit einer grobkörnigen Sof-Lex-Scheibe auf die richtige Länge gebracht, überschüssiges Material von palatinal entfernt und die vestibulär überdimensionierte Form mit rotierenden Instrumenten ausgearbeitet sowie poliert.
Begeisterte Teilnehmer
Die Teilnehmer/-innen in Seefeld ließen sich von dem offensichtlichen Spaß der Referenten an ihrer Arbeit anstecken. Sie nutzten jede Gelegenheit, die Techniken selbst am Modell umzusetzen und profitierten von zahlreichen praktischen Tipps und Tricks sowie der individuellen Hilfestellung durch die anwesenden Spezialisten.
Quelle:
3M Deutschland GmbH
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