Behandlung tiefer und extrem tiefer Karies an vitalen bleibenden Zähnen*
Wissenschaft ist ständig im Fluss, hinterfragt Bewährtes und Etabliertes und versucht damit stets besser zu werden. Das ist zu begrüßen, so muss es sein. Im Rahmen dieser steten Evaluierung wird oft an Paradigmen gerüttelt. Wenn berechtigt, ist dies ein hochwissenschaftlicher und wertvoller Ansatz. Gerade bei Paradigmenwechsel muss aber die Neubewertung auf einer soliden und breiten wissenschaftlichen Basis stehen und dann auch in der Breite anwendbar sein. Dies ist meiner Meinung nach in der vorliegenden Leitlinie nicht ganz der Fall. Aus diesem Grunde will der vorliegende Beitrag kein wissenschaftliches Statement oder gar eine Gegenposition darstellen, sondern verkörpert die persönliche Meinung des Autors und wird dementsprechend als Kommentar gekennzeichnet. Es soll im Folgenden kein erneuter wissenschaftlicher Schlagaustausch ähnlich dem in der zm aus dem letzten Jahr [10,11,20,25,48] mit gegenseitiger Zitation der relevant(er)en Literatur nach dem Prinzip „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ entstehen, sondern kritische Gedanken zum praktischen Umgang mit tiefer und extrem tiefer Karies aufzeigen. Der zm-Disput zu dem Thema aus 2025 schaffte leider mehr Verwirrung als Nutzen, was zwei der dort abgedruckten Leserbriefe [33,42] gut verdeutlichten.
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