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Zahnmedizin

Menschen unterhalten sich vor Publikum.

Führende Expert/-innen fordern breiteren Ansatz zur Prävention parodontaler Erkrankungen

Internationale Expert/-innen trafen sich auf dem ISDH 2026 (International Symposium on Dental Hygiene) in Mailand, um zwei wegweisende Berichte zur Mundgesundheit aus Europa und den USA zu diskutieren, die auf derselben globalen Evidenzbasis beruhen, sowie die Rolle klinisch belegter Mundspülungen bei der Prävention von parodontalen Erkrankungen zu erörtern.

Eine Frau hält ein Gebiss und eine Zahnbürste.

Mundgesundheit und Allgemeingesundheit gemeinsam denken

Parodontitis ist weltweit die sechsthäufigste chronische Erkrankung [1]. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass rund eine Milliarde Menschen an Parodontitis erkrankt ist [2]. Für Deutschland zeigt die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS • 6): Trotz des deutlichen Rückgangs parodontal erkrankter Zähne bleibt die Prävalenz von Parodontitis hoch. Sie liegt bei schweren Parodontitisformen (Stadium III und IV) unter den 35- bis 44-Jährigen bei 17,5 Prozent und unter den 65- bis 74-Jährigen bei 52,7 Prozent [1]. Am Europäischen Tag der Parodontologie („Gum Health Day“), dem 12. Mai, machten Fachgesellschaften und Fachleute auf die Bedeutung von Prävention, Früherkennung und interdisziplinärer Zusammenarbeit aufmerksam.

Logo des Preises

FVDZ GREEN DENTISTRY Award: Jetzt bewerben!

Mit dem neuen FVDZ „GREEN DENTISTRY Award“ schafft der Freie Verband Deutscher Zahnärzte erstmals ein Förder- und Auszeichnungsformat, um herausragende Projekte, Initiativen und Persönlichkeiten aus der Zahnmedizin sichtbar zu machen. Ziel des Awards ist es, Ressourcenbewusstsein, innovative Zukunftsideen und gesellschaftliches Engagement zu würdigen und die vielfältigen Leistungen des Berufsstands stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. „In deutschen Zahnarztpraxen entstehen jeden Tag innovative Ideen und beeindruckendes gesellschaftliches Engagement. Mit dem GREEN DENTISTRY Award möchten wir diesen Einsatz darstellen und zeigen, wie vielfältig Zukunft in der Zahnmedizin aussehen kann“, sagt der Bundesvorsitzende Dr. Christian Öttl.

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Karies ist ungleich verteilt

Mehr als die Hälfte der Acht- und Neunjährigen bleibt heute kariesfrei. Auch bei Zwölfjährigen ist Karies zur Ausnahme geworden. Doch die Erkrankung verteilt sich ungleich. Gerade im sozialen Spannungsfeld entscheidet sich früh, wie sich die orale Gesundheit entwickelt. Fachleute sprechen von einer Kariespolarisation.

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