Dr. Christoph Niesel
Dieser Verein wurde 1999 vom Kollegen Joachim Schinkel aus Sömmerda gegründet. In mittlerweile 23 Jahren hat er im Westen von Kenia, dem ärmsten Teil des Landes, eine zum Teil autonom funktionierende, aber nach wie vor auf deutsche Hilfe angewiesene Struktur aus mittlerweile 14 Zahnstationen (Dental Units) aufgebaut.
Damit versucht er, eine nachhaltig funktionierende zahnärztliche Versorgung in diesem Teil Kenias aufzubauen. Parallel dazu wurde ein Patenschaftsprojekt für Waisenkinder und ein Witwenprojekt in diesem besonders von HIV betroffenen Landstrich gegründet.
Vorbereitung: Arbeitserlaubnis, Visum und Materialien
Nach meiner ersten Kontaktaufnahme mit dem Verein, wurde mir empfohlen, zunächst an dessen Jahresversammlung im Oktober 2022 in Dessau teilzunehmen.
Diese bot ein gutes Forum, um die Arbeit des Vereins und die vielen engagierten Kollegen kennenzulernen, die bereits viel geleistet hatten und dies auch weiterhin tun. Zusammen mit dem Einsatzplaner des Vereins, Gerd Hase, legte ich das Zeitfenster für meine erste Reise fest: Es sollten 4 Wochen im Januar und Februar 2023 werden.
Danach folgte viel Bürokratie: Anträge für die Arbeitserlaubnis in Kenia und für ein Visum mussten gestellt werden. Flüge wurden gebucht und ich kommunizierte bereits mit Kenia. Die Einsatzrichtlinien des Vereins waren dabei sehr hilfreich. Interessierten Kollegen empfehle ich an dieser Stelle, ein ausreichendes Zeitfenster für die empfohlenen Impfungen einzuplanen. Reise- und Unterbringungskosten trägt man selbst.
Des Weiteren galt es, Materialien und Instrumente zu organisieren. Dies gelang Dank der wertvollen Unterstützung von Kollegen, die ihre Keller nach Zangen, Hebeln und weiterem noch verwendbarem Material durchsucht hatten und zweier großzügiger Spenden von 3M mit Füllungsmaterial und von Henry Schein für sonstige Materialien. So kam ein großer Koffer gefüllt mit ca. 25kg zahnmedizinischen Materials zusammen. Ansonsten hielt sich mein persönlicher Zeitaufwand in der Vorbereitungszeit in Grenzen.
Alles in allem war diese Phase bis zum eigentlichen Start meines ersten Einsatz aufregend, weil ich tatsächlich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde. Teil 2 lesen Sie in der nächsten Ausgabe.
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