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„Trotz der Schwankungen in den vergangenen Quartalen zeigt sich über einen Betrachtungszeitraum von zwei Jahren insgesamt eine Erholung der Werte“, ordnet Prof. Dr. Dr. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit, die aktuellen Ergebnisse ein.
Größter Stimmungs-Anstieg bei Hausärzten
Das größte Stimmungs-Plus verzeichneten die Hausärzte (plus 10,9 Punkte), gefolgt von den Psychologischen Psychotherapeuten (plus 4,9 Punkte). Auch bei den Zahnärzten verbesserte sich die Stimmung im Vergleich zum Vorquartal leicht (plus 0,2 Punkte). Bei den Fachärzten dagegen ging sie um 2,0 Punkte zurück.
Stiftung Gesundheit Digitalisierung ist neuer Spitzenreiter bei den Negativ-Faktoren
Bei den belastenden Faktoren gibt es in diesem Quartal einen neuen Spitzenreiter: Fast 70 Prozent der Ärzte gaben an, dass die Digitalisierung sich negativ auf ihren Arbeitsalltag auswirke. Das hält Obermann für nachvollziehbar: „Leider verläuft die Umsetzung aktuell alles andere als reibungslos, so dass die Digitalisierung Ärzte derzeit viel Kraft und Nerven kostet.“ Er empfiehlt, Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Branchen zu nutzen, die digitale Lösungen bereits erfolgreich und technisch reibungsarm in das Leben und Arbeiten integrieren: „Natürlich geht es im Gesundheitswesen um besonders sensible Daten, aber das sollte keine Pauschal-Ausrede für langsame und unzureichende Prozesse sein.“
Über das Stimmungsbarometer
Das Stimmungsbarometer gibt differenziert Auskunft darüber, wie die niedergelassenen Ärzte in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten. Diese quartalsweise Erhebung führt die Stiftung Gesundheit seit fast 20 Jahren durch. An der repräsentativen Erhebung im 4. Quartal 2025 nahmen 685 Ärzte teil.
Darüber hinaus hat die Stiftung auch die wirtschaftliche Stimmung der Heilberufler erhoben.
Quelle: STIFTUNG GESUNDHEIT
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