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Zahnmedizin

Das Gelbe Heft kommt jetzt mit zum Zahnarztbesuch

Seit dem 1. Januar 2026 werden neben den neun ärztlichen auch die sechs zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen (Z1 bis Z6) bei allen Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr im sogenannten Gelben Heft dokumentiert. Sie umfassen die klinische Untersuchung und Beratung zur Mundhygiene, Ernährung sowie zur Fluorid-Anwendung. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der GKV-Spitzenverband begrüßen, dass nun alle Früherkennungsuntersuchungen der kleinen Patientinnen und Patienten verbindlich und übersichtlich in einem Dokument festgehalten werden. So wird die Mundgesundheit von Kindesalter an gefördert und frühe Karies kann vermieden werden.

Jede/-r Zweite in Europa leidet an Dentinhypersensibilität

Eine aktuelle, groß angelegte epidemiologische Querschnittsstudie mit mehr als 3.500 Teilnehmer/-innen aus sieben europäischen Ländern untersuchte die Häufigkeit verschiedener Beschwerdebilder im Zahnhalsbereich. Die Ergebnisse zeigen, dass auch nicht-kariöse Probleme weit verbreitet sind: Über 50 % der Erwachsenen in Europa leiden unter schmerzempfindlichen Zähnen. Neun von zehn weisen Anzeichen von Zahnschmelzabbau auf – viele davon, ohne es zu wissen. Gingivale Rezessionen traten ebenfalls bei rund neun von zehn Erwachsenen auf, während bei etwa zwei Dritteln der Teilnehmer/-innen eine Gingivitis festgestellt wurde.

Bundeszahnärztekammer empfiehlt: Gesundheit stärken, Zuckerkonsum und Kosten senken

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sieht mit Sorge die Entwicklung zu immer mehr ungesunden Nahrungsmitteln und die daraus resultierenden Gesundheitsprobleme sogar schon junger Menschen und Kinder. In Deutschland werden pro Kopf jährlich etwa 35 Kilogramm Zucker verzehrt. Das ist mehr als doppelt so viel wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Die BZÄK warnt vor den gesundheitlichen und ökonomischen Folgen eines unverändert hohen Zuckerkonsums.

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