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Zahnmedizin

Kieferorthopädische Folgetherapie nach CMD – wann und wie?

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein multifaktorielles Geschehen. Liegt die Ursache in einer Malokklusion, wird aus kieferorthopädischer Sicht eine nachhaltige Therapie als zielführend erachtet. Nach erfolgter Schienentherapie, die als Vorbehandlung dient, gilt es im nächsten Schritt, die Okklusion an die neue Bisslage anzupassen. Nachfolgend werden 3 mögliche Herangehensweisen beschrieben und anhand von Bildern dokumentiert.

Relevanz von Polymorphismen für die Ätiopathogenese der Parodontitis und die Beratung von Parodontitispatienten

Die Prävalenz schwerer parodontaler Erkrankungen wird weltweit auf 10,5 – 12 % geschätzt [1]. Auch für Deutschland ist besonders aufgrund des demographischen Wandels in Zukunft mit einer hohen Zahl parodontal Erkrankter zu rechnen [2]. Demzufolge ist weitere Grundlagenforschung über die Ätiopathogenese der Parodontitis bedeutsam, um Patienten mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko zu identifizieren, eine rechtzeitige Diagnose zu stellen und anschließend eine individuelle Therapie einzuleiten und durchzuführen.

Die dynamisch navigierte Implantation im Unterkiefer

Vor mehr als 20 Jahren kamen die ersten Systeme zur dynamischen Navigation in der dentalen Implantologie auf den Markt. Diese Systeme waren jedoch mit hohen Kosten und einem großen technischen Aufwand zu betreiben. So hat seitdem vor allem die statische Navigation mittels Bohrschablonen Einzug als computer-assistierte Operationsverfahren in den klinischen Alltag gefunden. Immer mehr Praxen verfügen mittlerweile über ein DVT-Gerät und verfolgen einen digitalen Workflow. Durch die technische Weiterentwicklung gewinnt die dynamische Echtzeit-Navigation zunehmend an Bedeutung [1]. Anhand eines klinischen Falls wird das Vorgehen einer dynamisch navigierten Implantation exemplarisch dargestellt und erläutert.

Nicht-chirurgische Parodontale Regeneration in der Initialphase der Parodontaltherapie

Die Folgen der Parodontitis, unbehandelt die Hauptursache für Zahnverlust, sind nicht mehr reversibel. Ziel der Parodontitistherapie ist ein Taschenverschluss, welcher klinisch durch Sondierungstiefen > 4 mm ohne Sondierungsblutung definiert ist. Nach subgingivalem Debridement ohne zusätzliche Maßnahmen heilen pathologische Taschen meist reparativ, d.h. durch Ausbildung eines langen Saumepithels aus. Ein moderner Ansatz ist der Versuch zur Regeneration des Parodontiums bereits in der nicht-chirurgischen Behandlungsphase.

Misserfolge vermeiden: Sicher implantieren auch in schwierigen Situationen

Gerade bei Patienten mit voraussichtlich komplexen implantatchirurgischen Situationen steht ein noch nicht so versierter Behandler vor der Entscheidung: Selbst operieren oder an einen chirurgisch tätigen Kollegen überweisen? Dabei stehen Fragen im Raum wie: Wie wertet der Patient eine Überweisung zum Kollegen? Sieht er darin womöglich sogar ein Anzeichen von Inkompetenz bei „seinem“ Behandler und wechselt im Worst Case die Praxis? Andererseits muss sich der Behandler ehrlich fragen, inwieweit er die relevanten implantatchirurgischen Behandlungsschritte bereits beherrscht und mögliche Risikofaktoren vor dem Eingriff reduzieren oder ausschalten kann. Eine Supervision im Sinn einer konsiliarischen Betreuung bietet einen sichereren Weg zum Erfolg.

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