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Zahnmedizin

Zirkonoxidimplantate – Entwicklungsstand und offene Fragen

Im 1. Teil unserer Beitragsserie hatten wir festgehalten, dass die klinisch getesteten Zirkonoxidimplantate eine mindestens so hohe Überlebensrate haben wie Titanimplantate. Der klinische Erfolg der Implantation hängt aber nicht nur von der erfolgreichen Insertion und Osseointegration ab. Implantat und Restauration müssen immer als eine Einheit betrachtet werden und in der Kombination dauerhaft funktionieren. Deshalb stehen im 2. Teil unserer Beitragsserie die Restaurationsmaterialien im Fokus. Ausgehend von den klinischen Erfahrungen stellen wir unsere Gedanken und Untersuchungen zur prothetischen Versorgung von einteiligen Zirkonoxidimplantaten vor.

Studien zum Knochenabbau bei lappenloser Implantation

Das klassische chirurgische Protokoll sieht im Vorfeld einer Implantation die Bildung eines Mukoperiostlappens vor. Alternativ dazu bieten als lappenlos oder flapless bezeichnete Verfahren die Möglichkeit, auf diesen Schritt zu verzichten. Als Vorteile dieser Vorgehensweise werden unter anderem eine reduzierte Behandlungszeit sowie ein erhöhter Patientenkomfort genannt [1]. Doch wie steht es um den für den Implantaterfolg wichtigen Parameter des Knochenabbaus? Der folgende Artikel geht dieser Frage auf Basis einer Auswahl von Studien nach.

Klinische Anwendung zweiteiliger Zirkonoxidimplantate

Keramikimplantate aus Zirkonoxid stehen nicht nur im Fokus aktueller wissenschaftlicher Forschung, auch der Wunsch der Patienten nach metallfreien bzw. vollkeramischen Zahnsanierungen wird immer wichtiger. In den letzten 2 Jahrzehnten wurde nicht nur die Mikrotextur der Oberfläche, sondern auch das Makrodesign der Implantate angepasst. Während sich die ersten Zirkonoxidimplantat-Systeme auf ein einteiliges Design beschränkten, sind inzwischen auch zweiteilige Systeme erhältlich. Die ESCI ist der Auffassung, dass eine fundierte und grundsätzliche Konsensaussage einer medizinischen Fachgesellschaft zur klinischen Zuverlässigkeit von zweiteiligen Zirkonoxidimplantaten angesichts der bisher vorliegenden Literatur erforderlich ist und hat eine entsprechende Stellungnahme verfasst.

Grundpfeiler für die Patientenzufriedenheit in der Implantatversorgung

Obwohl sich die Sofortimplantation mit Sofortversorgung über die letzten Jahre als Therapiekonzept mit prognostizierbaren ästhetischen Ergebnissen etabliert hat, bedarf es für einen sicheren Behandlungserfolg einer strengen Indikationsstellung sowie Beachtung bestimmter Richtwerte. Im Zweifelsfall, wenn wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt sind, sollte der konventionelle, wenn auch zeitintensivere Weg gegangen werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Nachfolgend wird ein mögliches Therapiekonzept anhand von 3 Patientenfällen vorgestellt.

Komplexe Augmentation bei ausgedehntem Kieferkammdefekt

Um einen ausgedehnten Kieferkammdefekt erfolgreich zu behandeln, gilt es das Risiko einzuschätzen und verschiedene Aspekte zu befolgen. Vorgestellt wird eine komplexe Augmentation step-by-step mit individuell passgenauem Titangitter, PRF und autologem Knochen bis hin zu einer zufriedenstellenden Rekonstruktion des Kieferkamms.

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