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Zahnmedizin

Über die Zukunft von Keramikimplantaten

Vermutlich verdanken Keramikimplantate ihren oft noch schlechten Ruf der Frakturanfälligkeit von „Tübinger Sofortimplantaten“ der ersten Generation (1974). Seitdem haben sich die Materialien jedoch deutlich weiterentwickelt. Titan war lange erste Wahl, doch der Trend zur Metallfreiheit hält an, und Zirkondioxid holt deutlich auf. Dr. Marcus Heufelder, renommierter Implantologe, medizinischer Sachverständiger und Leiter des Gutachterreferates der DGMKG, analysiert aus Sicht eines ausgewiesenen Experten.

Biologischer Eigenknochenaufbau im atrophierten Unterkieferseitenzahnbereich beidseits

Eine 57-jährige Patientin stellte sich mit einer schon seit längerer Zeit bestehenden Freiendsituation im Unterkiefer beidseits vor. Ziel der geplanten Behandlung war die adäquate prothetische Neuversorgung in beiden Quadranten. Die Augmentation erfolgte mittels Biologischem Eigenknochenaufbaus und rein autologem Knochen (Split Bone Technique nach Khoury). Nach guter Ausheilung des augmentierten Bereiches wurden beidseits jeweils zwei Implantate inseriert, die nach erfolgreicher Osseointegration freigelegt und mit keramisch verblendeten und okklusal verschraubten Brücken versorgt wurden.

Knochenersatzmaterialien und Wachstumsfaktoren in der oralen Regeneration

Knochenersatzmaterialien (KEM) sind eine mögliche Ergänzung bzw. Alternative zu körpereigenen, autologen Knochentransplantaten und bilden einen integralen Bestandteil unterschiedlicher therapeutischer Konzepte der Alveolarkammaugmentation und der parodontalen Regeneration. Im Gegensatz zum autologen Knochen besitzen KEM keine vitalen Zellen bzw. Zytokine und Wachstumsfaktoren und damit im Vergleich zum autologen Knochen mit seinen osseoinduktiven und -konduktiven Eigenschaften lediglich ein osseokonduktives Potential.

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