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Zahnmedizin

Orale Piercings – ein unterschätzter Risikofaktor für die parodontale Gesundheit

Orale Piercings zeichnen sich durch eine große Varianz an Formen und Materialien aus. Sie erfreuen sich offenbar zu¬nehmender Beliebtheit. Den Trägerinnen und Trägern ist aber oft nicht bewusst, welchen Risiken sie sich während des Eingriffs und der folgenden Piercing-Tragezeit tatsächlich aussetzen. Es sind mittlerweile zahlreiche Komplikationen in medizinischen wissenschaftlichen Datenbanken in Form eindrücklicher Fallbeschreibungen und auch systematischer Übersichten dokumentiert. Auch hinsichtlich der destruktiven Effekte oraler Piercings auf die parodontalen Strukturen existiert nun eine gute wissenschaftliche Beweislage. Demnach stellen insbesondere Zungenpiercings eine Gefahr für die sensiblen Strukturen des Zahnhalteapparates dar. Die Symptome reichen hier von einer Blutungsneigung, erhöhten lokalen Sondierungstiefen und gingivalen Rezessionen bis hin zu fortgeschrittenem Attachmentverlust. Die hier vor¬liegende Arbeit versteht sich als eine kurze Übersicht über die Problematik und soll der Sensibilisierung zahnärztlich tätiger Kolleginnen und Kollegen dienen. Die beste Therapie Piercing-assoziierter Komplikationen besteht neben Aufklärung und Prävention in der Aufforderung, das orale Piercing zu entfernen.

Längen- und Durchmesserbestimmung von Implantaten

Eine gründliche Planung ist die Basis für den langfristigen Erfolg einer Implantation. Beeinflusst durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, insbesondere in Hinblick auf das Design der verschiedenen Implantatsysteme sowie die damit verbundenen chirurgischen Verfahren, hat sich auch bei der Längen- und Durchmesserbestimmung ein Wandel vollzogen. Die Auswirkungen auf die präimplantologische Planungsphase werden im Folgenden von Prof. Dr. Armin Nedjat anhand des MIMI®-Verfahrens (Minimal invasive Methodik der Implantation) und der zugehörigen Champions-Implantate dargelegt und erläutert.

Die Abrechnung der Implantatinsertion

Das Einbringen von enossalen Implantaten stellt generell eine privatzahnärztliche Leistung dar, d.h. die Abrechnung erfolgt gemäß den Grundsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte/-innen (GOZ) – gleichermaßen bei sowohl privat als auch gesetzlich versicherten Patienten/-innen.

Wie die Digitalisierung die MKG-Chirurgie verändert

Roboter im Operationssaal? Was in anderen chirurgischen Disziplinen längst etabliert ist, beginnt sich in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) erst langsam durchzusetzen. Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) sieht in der robotisch-assistierten Chirurgie jedoch großes Potenzial – sowohl als minimalinvasive Technik zur Vermeidung großer Schnitte am Hals als auch als Präzisionswerkzeug bei Tumoroperationen und für komplexe Rekonstruktionen von Tumoren, die sich bis weit in den Zungengrund erstrecken.

elmex®-DGKiZ-Präventionspreis 2025 für Posterpräsentation zu Telemedizin in der Kinderzahnheilkunde

Auf der 32. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnmedizin (DGKiZ) in Bonn wurde Dr. Eva May Schraml, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG), Universitätsklinikum Gießen, mit dem elmex®-DGKiZ-Präventionspreis für die beste wissenschaftliche Präsentation ausgezeichnet. Ihre Arbeit mit dem Titel „Telemedizin bei pädiatrischen Patienten: Vergleichbarkeit von digital und visuell erhobenen zahnmedizinischem Befund“ zeigt neue Einsatzmöglichkeiten von Intraoralscannern (IOS) auf. In einer Pilotstudie untersuchte die Preisträgerin gemeinsam mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Gießen, inwieweit Intraoralscans, aufgenommen von nicht-zahnärztlichen, jedoch medizinisch ausgebildeten Personen vergleichbar sind mit visuell erhobenen zahnärztlichen Befunden. In der Studie zeigten sich hohe Übereinstimmungen.

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