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Zahnmedizin

Selbstkonditionierender Glaskeramik-Primer

Die Flusssäureätzung von glasbasierten Keramiken mit anschließender Silanisierung gilt als ein etabliertes und bewährtes Verfahren. Doch dank ihres toxischen Potenzials ist die Verwendung von Flusssäure aus sicherheitstechnischen Gründen eher unbeliebt. Mit Monobond Etch&Prime brachte Ivoclar Vivadent zur IDS 2015 einen Einkomponenten-Keramikprimer auf den Markt, der Glaskeramikoberflächen in nur einem Arbeitsgang ätzt und silanisiert und zugleich den heiklen Konditionierungsschritt mit Flusssäure eliminiert. Während klinische Daten ebenso wie Langzeitstudien bislang noch fehlen, sind die bereits vorliegenden In-vitro-Daten vielversprechend. Der nachfolgende Beitrag will die Untersuchungsergebnisse vorstellen, kritisch bewerten und zu einem Resümee zusammenfassen.

Neue S3-Leitlinie bewertet Effekt von Mundspüllösungen

Die neue S3-Leitlinie verfolgt das Ziel, „den Anwendern eine Entscheidungshilfe zur Prävention und Therapie gingivaler Erkrankungen mittels Mundspüllösungen zu geben“ [1] . Die Ergebnisse zeigen: Nur für ätherische Öle (wie in Listerine®) und Chlorhexidin (CHX) liegt eine hervorragende Datenlage vor, gleichzeitig weisen beide Wirkstoffe einen großen Effekt auf Plaque und Gingivitis auf. Zudem überzeugen ätherische Öle auch bei langfristigem Gebrauch.

Zahnpflege bei eingeschränkter Motorik

Ungenügend entfernte Plaque, besonders am Zahnfleischsaum, ist einer der Hauptgründe für die Entstehung einer Parodontitis. Wenn bestimmte anaerobe Bakterien sich unterhalb des Zahnfleisches etablieren, kann es im weiteren Verlauf der Entzündung zur Zerstörung von Weich- und Hartgewebe kommen. In der Folge droht Zahnverlust. Senioren und Menschen mit eingeschränkter Fähigkeit zur Mundhygiene sind besonders häufig von Parodontalerkrankungen betroffen. Einfache Hilfsmittel wie eine Schallzahnbürste können diese Patienten bei der Zahnpflege wirkungsvoll unterstützen, weiß Prof. Pohlenz zu berichten.

Hygiene in der Zahnarztpraxis: das „Düsseldorfer Modell“ für Infektionsschutz

Die Ankündigung einer Praxisbegehung versetzt die meisten Praxisinhaber in Unruhe und stresst das Team. Alle, die am „Düsseldorfer Modell“ teilnehmen, können mit dem Thema „Hygiene in der Zahnarztpraxis“ entspannter umgehen. Dieses Modell zur gesetzeskonformen Umsetzung von Hygieneanforderungen wurde vor 5 Jahren vom Gesundheitsamt Düsseldorf und der Zahnärztekammer Nordrhein ins Leben gerufen. Im Fokus: Austausch und Beratung für einen sinnvollen Infektionsschutz anstatt einseitiger Kontrolle.

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