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Zahnmedizin

Schmerztherapie in der Zahnmedizin

Der 73. Winterfortbildungskongress der Zahnärztekammer Niedersachen Anfang Februar fokussierte auf die Schmerztherapie in der Zahnmedizin. In seiner Funktion als Kongressleiter untertitelte Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Attin (Zürich) diese Therapie als ein weites und unsicheres Feld, und so gaben die 12 Referenten zielführende Lösungen, Orientierung und Austausch zu diesem alle Bereiche der Zahnmedizin verbindenden Thema.

BEL II vs. BEB 97

Die zahntechnische Abrechnung wird in Deutschland von zwei primären Abrechnungssystemen dominiert: das Bundeseinheitliche Leistungsverzeichnis (BEL II) und die Bundeseinheitliche Benennungsliste für zahntechnische Leistungen – gewerblicher Bereich (BEB 97). Beide Listen dienen der Kalkulation und Abrechnung von zahntechnischen Arbeiten, jedoch mit fundamental unterschiedlichen Ansätzen, die weitreichende Konsequenzen für Labore und Patienten/-innen haben. Während das BEL II eine stark pauschalisierte Abrechnung für Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen darstellt, ermöglicht die BEB 97 eine detaillierte, aufwandsorientierte Kalkulation, die vorrangig für Privatleistungen Anwendung findet.

Neurodivergente und traumatisierte Patienten in der Zahnmedizin

Zahnärztliche Behandlungen gehören zu den häufigsten medizinischen Kontakten, gleichzeitig aber auch zu den am stärksten angstbesetzten. Besonders betroffen sind zwei große Patientengruppen, deren Bedürfnisse sich stark überschneiden: neurodivergente und traumatisierte Menschen. Beide erleben Reize, Nähe, Kontrollverlust und Unsicherheit intensiver – und beide profitieren von denselben strukturellen und kommunikativen Anpassungen.

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