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Zahnmedizin

Weniger Risiko statt Alles-oder-Nichts: DGDH fordert neuen Blick auf Prävention

Die Deutsche Gesellschaft für Dentalhygieniker:innen e.V. (DGDH) hat im Rahmen ihrer diesjährigen Jahrestagung in Ludwigsburg ein zukunftsweisendes Positionspapier vorgestellt. Im Fokus: Die dringende Notwendigkeit, Strategien der Schadensminderung (Harm Reduction) bei gesundheitsschädigendem Verhalten wie Rauchen oder Fehlernährung konsequent in die präventive zahnmedizinische Betreuung zu integrieren.

Zahngesundheit für alle – ohne Worte

Das Informationszentrum Zahn- und Mundgesundheit (IZZ) Baden-Württemberg präsentiert erstmals einen vollständig sprachfreien Ratgeber zur Förderung der Zahn- und Mundgesundheit. Dieses innovative Angebot richtet sich gezielt an Familien mit kleinen Kindern, Schwangere sowie an Personen, denen der Zugang zu herkömmlichen Informationsmaterialien oft erschwert wird. Dazu zählen Menschen mit Behinderungen, Sprachdefiziten, Analphabeten, ältere Menschen sowie Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Orale Piercings – ein unterschätzter Risikofaktor für die parodontale Gesundheit

Orale Piercings zeichnen sich durch eine große Varianz an Formen und Materialien aus. Sie erfreuen sich offenbar zu¬nehmender Beliebtheit. Den Trägerinnen und Trägern ist aber oft nicht bewusst, welchen Risiken sie sich während des Eingriffs und der folgenden Piercing-Tragezeit tatsächlich aussetzen. Es sind mittlerweile zahlreiche Komplikationen in medizinischen wissenschaftlichen Datenbanken in Form eindrücklicher Fallbeschreibungen und auch systematischer Übersichten dokumentiert. Auch hinsichtlich der destruktiven Effekte oraler Piercings auf die parodontalen Strukturen existiert nun eine gute wissenschaftliche Beweislage. Demnach stellen insbesondere Zungenpiercings eine Gefahr für die sensiblen Strukturen des Zahnhalteapparates dar. Die Symptome reichen hier von einer Blutungsneigung, erhöhten lokalen Sondierungstiefen und gingivalen Rezessionen bis hin zu fortgeschrittenem Attachmentverlust. Die hier vor¬liegende Arbeit versteht sich als eine kurze Übersicht über die Problematik und soll der Sensibilisierung zahnärztlich tätiger Kolleginnen und Kollegen dienen. Die beste Therapie Piercing-assoziierter Komplikationen besteht neben Aufklärung und Prävention in der Aufforderung, das orale Piercing zu entfernen.

Längen- und Durchmesserbestimmung von Implantaten

Eine gründliche Planung ist die Basis für den langfristigen Erfolg einer Implantation. Beeinflusst durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, insbesondere in Hinblick auf das Design der verschiedenen Implantatsysteme sowie die damit verbundenen chirurgischen Verfahren, hat sich auch bei der Längen- und Durchmesserbestimmung ein Wandel vollzogen. Die Auswirkungen auf die präimplantologische Planungsphase werden im Folgenden von Prof. Dr. Armin Nedjat anhand des MIMI®-Verfahrens (Minimal invasive Methodik der Implantation) und der zugehörigen Champions-Implantate dargelegt und erläutert.

Die Abrechnung der Implantatinsertion

Das Einbringen von enossalen Implantaten stellt generell eine privatzahnärztliche Leistung dar, d.h. die Abrechnung erfolgt gemäß den Grundsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte/-innen (GOZ) – gleichermaßen bei sowohl privat als auch gesetzlich versicherten Patienten/-innen.

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