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Zahnmedizin

Die implantologische Rehabilitation des zahnlosen atrophierten Oberkiefers

Die implantologische Versorgung von Patienten mit parodontologischer Vorgeschichte stellt in der Praxis eine große Herausforderung dar. Zum einen muss klinisch mit größeren Knochendefekten gerechnet werden, die aufgrund der vorangegangenen Parodontopathien entstanden sind, zum anderen besteht eine Prädisposition der Patienten zur Entwicklung einer Periimplantitis, da die eine Parodontopathie auslösenden Keime auch ursächlich für die Ausbildung einer Periimplantitis sein können [1, 10-12].

Dentale und periimplantäre Weichgewebsoptimierung

Zunehmend finden sich mehr und mehr Publikationen zum Thema Einsatz biokompatibler Materialien in der Zahnmedizin, wie beispielsweise der Einsatz von kreuzvernetzter Hyaluronsäure in der Parodontologie und Oralchirurgie, L-PRF oder eben auch der unaufhaltsame Vormarsch der Zirkonoxidimplantate. In dem hier beschriebenen Fallbeispiel soll der sinnvolle adjuvante Einsatz von den genannten Materialien in Kombination zur Herstellung optimaler Weichgewebsverhältnisse im dentalen und periimplantären Bereich beschrieben werden.

Das periimplantäre Weichgewebe als Schlüsselfaktor für einen Langzeiterfolg

Die Rolle des periimplantären Weichgewebes ist immer wieder Inhalt wissenschaftlicher Artikel. Die Frage, ob und wie viel keratinisiertes Gewebe um Implantate notwendig ist, wird teilweise kontrovers diskutiert. In früheren ? tierexperimentellen ? Studien konnte die Notwendigkeit von keratinisierter bzw. befestigter Mukosa für den implantologischen Langzeiterfolg nicht nachgewiesen werden. Neuere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine geringe Breite (< 2 mm) an keratinisierter befestigter Mukosa um Implantate, das Hart und Weichgewebe anfälliger für periimplantäre Entzündungen sowie Hart- und Weichgewebeabbau macht.

Weichgewebeverdickung mit einer neuen volumenstabilen Kollagenmatrix

Bei der hier beschriebenen Indikation einer unzureichenden Weichgewebedicke in einer Einzelzahnlücke im anterioren Oberkiefer kam eine neue hochporöse, volumenstabile Kollagenmatrix zum Einsatz. Ziel der Therapie war die Verdickung des Weichgewebes um ein Implantat in der ästhetischen Region mit Geistlich Fibro-Gide im stufenweisen Verfahren nach Implantatsetzung.

Fachbuch: Sprache und Medizin

Autor Sascha Bechmann hat ein anspruchsvolles Buch geschrieben mit dem Titel "Sprache und Medizin", welches interdisziplinäre Beiträge zur medizinischen Sprache und Kommunikation aufgreift und darauf abzielt, die Arzt-Patienten-Kommunikation zu stärken. Dagmar Kromer-Busch hat es für Sie gelesen.

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