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Zahnmedizin

Amalgamverbot in der EU zum 01.01.2025

Zum 1. Januar 2025 tritt ein weitreichendes Verbot der Verwendung von Dentalamalgam in der Europäischen Union in Kraft. Dies geht auf die Verordnung 2024/1849 [1] des Europäischen Parlaments und des Rates zurück, die eine vorzeitige Einschränkung der Nutzung von quecksilberhaltigem Amalgam um etwa zehn Jahre vorzieht. Amalgam darf ab diesem Datum nur noch in Ausnahmefällen angewendet werden, wenn ein Zahnarzt oder eine Zahnärztin dies aufgrund spezifischer medizinischer Notwendigkeiten als zwingend erforderlich ansieht. Im Folgenden hat die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die aus dem Verbot resultierenden wichtigsten Fragen an die Zahnmedizin mit Antworten aufgelistet.

Amalgam-Verbot 2025

Vom 1. Januar 2025 an ist die Verwendung von Dentalamalgam in der Europäischen Union verboten. Dieses Verbot hat bei vielen Patientinnen und Patienten Unsicherheiten ausgelöst. Um sowohl Patienten als auch die Zahnärzteschaft zu unterstützen, haben die DGZMK und die DGZ eine Reihe von fundierten Informationsangeboten zum Amalgamverbot und alternativen Füllungsmaterialien zusammengestellt.

Inanspruchnahme von zahnärztlichen Angeboten für Pflegebedürftige weiter gestiegen

Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen haben besondere Bedarfe an zahnmedizinischer Versorgung. Um diesen zu entsprechen, hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) bereits 2018 spezielle Leistungen für diese vulnerablen Patientinnen und Patienten im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) durchgesetzt. Zahnerkrankungen können auf dieser Grundlage umfassend vermieden und Angehörige sowie Pflegepersonen in die Mundhygiene aktiv eingebunden werden.

MIH und Hypersensibilitäten – Initialtherapie unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger Optionen

Trotz guter Mundhygiene und zahnfreundlicher Ernährung „Zähne wie Kreide“: Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) beschäftigt zunehmend insbesondere Zahnärzte, betroffene Kinder und ihre Eltern. Die Verbreitung, die Ursachen und die Therapie der MIH stehen im Fokus intensiver Forschungsbemühungen, so dass neue Erkenntnisse in den vergangenen Jahren die MIH-Behandlungsoptionen zum einen erweitert und zum anderen ihre Wirkung besser wissenschaftlich untermauert haben. Dieser Übersichtsbeitrag stellt das aktuelle Therapiespektrum in der Initialtherapie von MIH mit Hypersensibilität unter der Berücksichtigung der späteren Behandlungsoptionen vor. Dabei liegt der Fokus auf Informationen und Handlungsempfehlungen für die niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in der Praxis immer häufiger mitunter ängstlichen und wenig kooperationsfähigen Kindern mit MIH-Zähnen gegenüberstehen.

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