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Zahntechnik

Die 3D-Maus in der zahntechnischen und zahnmedizinischen Ausbildung

Die digitale Transformation in Zahnmedizin und Zahntechnik verändert nicht nur die klinische und technische Praxis nachhaltig, sondern auch die notwendigen Lehrinhalte und -methoden. Da ein immer größerer Teil der Versorgungen routinemäßig im digitalen Workflow hergestellt werden kann, muss sich auch die Art und Weise verändern, wie wir digital arbeiten. Der Anteil der am Computer verbrachten Zeit steigt in der Zahntechnik merklich an, da digitale Workflows zunehmend den gesamten Herstellungsprozess prägen und bereits in etwa neun von zehn Zahntechniklaboren genutzt werden [1]. Obwohl dadurch konventionelle Arbeitsschritte, welche eine körperliche Belastung darstellen, wegfallen, geht das Arbeiten am Computer mit neuen Belastungen einher.

Spannungsfeld oder möglicherweise doch Harmoniefeld?

Sowohl Zahnmedizin als auch Zahntechnik stehen seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation. Während bewährte analoge Verfahren nach wie vor für viele Indikationen unverzichtbar sind, drängen digitale Workflows zunehmend in den Alltag von Praxen und Laboren. Doch geht es wirklich um ein „Entweder-oder“? Oder eröffnet uns die intelligente Verbindung beider Welten eine neue Qualität sowohl in der Patientenversorgung als auch in der Wirtschaftlichkeit unserer Arbeit? Für mich lautet die Antwort klar: Wir brauchen beides. Und genau dafür habe ich ein Wort geprägt, das meinen Ansatz beschreibt: „Tradigitalität“ soll das beste beider Seiten vereinen.

Warum bewusstes Arbeiten zum stärksten Qualitätssignal wird

Die Zahntechnik erlebt eine starke Beschleunigung: Digitale Workflows, automatisierte Fertigung und steigender wirtschaftlicher Druck verändern die Erwartungen der Zahnarztpraxen. Schnelligkeit wird zunehmend vorausgesetzt – bei gleichzeitig hohem Qualitätsanspruch. Doch Qualität ist kein einheitlicher Maßstab: Sie reicht von funktional ausreichend bis hin zu maximaler Präzision und individueller Ästhetik. Für viele Labore entsteht daraus eine zentrale strategische Frage: Konkurrenz über Tempo – oder bewusste Präzision als klares Profil?

Alles nur noch digital?

Betrachtet man die Themen in den einschlägigen Fachmedien – so auch im Zahntechnik Magazin – fällt auf, dass die computergestützte Fertigung viel Raum einnimmt. Wie kann das sein? Schließlich ist es doch (für mich) der vielseitigste Handwerksberuf aller Zeiten.

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