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Zahntechnik

Biologisch ungünstige Auswirkungen von Dentalwerkstoffen

Die dentale Technologie hat in den vergangenen Jahren ähnlich wie die Zahnmedizin außerordentliche Innovationen und Weiterentwicklungen erfahren. Neben dem Fortschritt der dentalen Herstellungsverfahren sollten die Auswirkungen von Werkstoffen in der Mundhöhle des Patienten vorrangig auch im Dentallabor bedacht werden. In erster Linie erfordern Metalllegierungen und Kunststoffe eine sorgfältige Auswahl, da sich nicht selten und dann teilweise schwerwiegende Konsequenzen auf die Mundschleimhäute und den Gesamtorganismus nach sich ziehen können. Insbesondere sollte bei implantatgetragenen Suprastrukturen auf mögliche Schädigungen des Implantatlagers geachtet werden. Im Folgenden zeigt Dr. Jan Foitzik relativ häufige Schädigungsursachen durch dentale Werkstoffe auf und nennt Möglichkeiten einer Risikovermeidung.

Teil 2: Die diagnostisch aufgewachste Stabilisierungsschiene – Klinik und Zahntechnik

Den Autoren Dr. Reinhard F. Nölting und ZTM Sergej Pede ist die Arbeit im Team ein Anliegen und gelebter Alltag. Hier stellen sie deshalb einen Patientenfall in seiner Gänze dar. Nach den zahnärztlichen Schritten in Teil 1, die sich wesentlich um die patientenindividuelle Kieferrelationsbestimmung, Gelenkbahnneigung und Gewinnung von Registraten drehten, geht es nun im Labor weiter. Thema ist ein CMD-Fall.

Teil 1: Die diagnostisch aufgewachste Stabilisierungsschiene – Klinik und Zahntechnik

In diesem Beitrag werden zunächst Sichtweisen und kaufunktionelle Grundlagen einer CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) diskutiert. Danach vermitteln die Autoren den Lesern die Herstellung einer diagnostisch aufgewachsten Stabilisierungsschiene in Klinik und Zahntechnik. Ihr besonderes Anliegen dabei: Ein Patientenfall soll in seinem gesamten Ablauf dargestellt werden, beginnend mit den zahnärztlichen Schritten. In den jeweils anderen Beruf hineinzuschauen, bringt für das Ergebnis und auch die Effizienz entscheidende Vorteile. So wird deutlich, dass Zahnarzt und Zahntechniker im Miteinander dazu beitragen, das Beschwerdebild aufzulösen.

Gerüst und Verblendung aus dem CAD/CAM – mit eigenen digitalen Schritten

Es zeigt sich oft: Mit digitalem Konstruieren und Umsetzen durch maschinelles Fräsen werden Kosten und Zeit gespart. Dass so neue Patientengruppen zufriedengestellt werden können, zeigt hier ZTM Daniel Kirndörfer an einem Fall mit verschraubter UK-Implantatprothetik im zahnlosen Kiefer. Dabei ist die CAD/CAM-gestützte Herstellung von NEM-Gerüsten schon für viele Labore Normalität geworden – für Verblendungen trifft dies noch nicht in diesem Maße zu. Der Autor führt im Folgenden vor, wie man den volldigitalen Verblendschritt auch ohne speziell vorgesehenes Softwaremodul gehen kann.

Prothetischer Totalschaden

Für die hier vorgestellte Patientin waren Teleskopprothesen ohne ihr Wissen im Ausland angefertigt worden. Der Zahnersatz passte von Anfang an nicht und wurde immer wieder erfolglos nachgebessert. So wurden z. B. noch zusätzlich zwei Zähne extrahiert, um die Prothesen dadurch „passend“ zu machen. Weil die Patientin nach und nach jedes Vertrauen zum Behandler verlor und dem ewigen Verschlimmbessern ein Ende bereiten wollte, zahlte sie die Rechnung (!) und brach die Behandlung ab.

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