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Erste Plätze für Studien zu UK-Protrusionsschienen und ernährungsmedizinischen Therapiekonzepten
In der Kategorie „klinische Studien, experimentelle Forschung mit unmittelbarem klinischem Bezug, Public Health und Versorgungsforschung“ ging der erste Preis an Zahnärztin Julia Krohn. Ihre Arbeit „3D-Analyse dentoalveolärer Nebeneffekte von Unterkieferprotrusionsschienen in Abhängigkeit von der objektiven Tragedauer“ überzeugte die Jury. Krohn ist in der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Regensburg tätig; betreut wurde sie von Priv.-Doz. Dr. Eva Paddenberg-Schubert, leitende Oberärztin der Abteilung.
Den ersten Platz in der Kategorie „Grundlagenforschung und Naturwissenschaften“ sicherte sich Zahnärztin Alessia Petzold. Ihre Dissertation „Ernährungsbasierte Interventionen zur Minderung des altersbedingten Knochenabbaus bei Parodontitis“ wurde von Priv.-Doz. Dr. Ulrike Schulze-Späte, Leiterin der Sektion Alterszahnmedizin an der Poliklinik für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Jena, betreut.
Beide Erstplatzierten erhielten jeweils 1.500 Euro Preisgeld sowie Tickets für den Jahreskongress der American Association for Dental, Oral and Craniofacial Research (AADOCR) im Jahr 2027, wo sie ihre Forschungsarbeiten einem internationalen Fachpublikum vorstellen können.
Zweite Preise gehen nach Heidelberg und Aachen
Der zweite Preis in der Kategorie „klinische Studien, experimentelle Forschung mit unmittelbarem klinischem Bezug, Public Health und Versorgungsforschung“ erhielt Zahnarzt Johannes Rossipal. Seine Dissertation „Passung 3D-gedruckter Zirkoniumdioxid-Kronen mit unterschiedlichen Design- und Herstellungsparametern“ entstand unter der Betreuung von Prof. Dr. Andreas Zenthöfer, Sektionsleiter Biomaterial und Werkstoffkunde an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg. Rossipal gewann ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Ebenfalls 1.000 Euro erhielt Zahnärztin Shams Negm, die in der Kategorie „Grundlagenforschung und Naturwissenschaften“ den zweiten Platz erreichte. In ihrer Arbeit „Regulatorischer Einfluss des Faktors Resveratrol auf zentrale Parameter des kieferorthopädisch induzierten Zementremodelings“ analysierte sie die Wirkung des Polyphenols Resveratrol auf zentrale Umbauprozesse des Zements. Dr. Christian Niederau, Oberarzt der Klinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Aachen, betreute das Forschungsprojekt.
Förderpreis: Kooperation von Wissenschaft, Industrie und Praxis seit 1959
Prof. Dr. Dr. Jörg Wiltfang, zum Zeitpunkt der Preisverleihung Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), zeigte sich beeindruckt von der Qualität der eingereichten Forschungsarbeiten. Er wies darauf hin, dass zahlreiche heutige zahnärztliche Abteilungsdirektor/-innen in Deutschland frühere Förderpreisträger waren. Sein Dank galt der Jury, die aus Vertreter/-innen der universitären Zahnmedizin, der niedergelassenen Praxis sowie der DGZMK und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) besteht. Zudem übermittelte er Grüße des scheidenden BZÄK-Präsidenten Prof. Christoph Benz und der neuen Präsidentin Dr. Romy Ermler, die die enge Partnerschaft der Bundeszahnärztekammer mit dem Förderpreis weiterführen wird.
Jurorin Prof. Anne-Katrin Lührs hob in ihrer Ansprache die langfristige Bedeutung des Wettbewerbs hervor. Als ehemalige Teilnehmerin im Jahr 2002 betonte sie, wie sehr die Teilnahme sie selbst motiviert habe, ihren wissenschaftlichen Weg fortzusetzen – unabhängig vom Gewinnen eines Preises. Sie ermutigte alle Teilnehmenden, ihre präsentierten Arbeiten zu publizieren.
Prof. Dr. Rainer Seemann, Leiter der klinischen Forschung bei Dentsply Sirona, erinnerte daran, dass der Förderpreis bereits 1959 in Zusammenarbeit mit der American Dental Association in den USA ins Leben gerufen wurde und seit seiner Einführung in Deutschland eine feste Größe in der zahnmedizinischen Forschungslandschaft darstellt. Er dankte ausdrücklich den betreuenden Tutor/-innen sowie den teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler/-innen und betonte den Wert der Vernetzung: „Nutzen Sie das Netzwerk, das Ihnen der heutige Tag bietet.“
Quelle: DGZMK
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