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Schon während des Check-ins auf Teneriffa betrachten wir fasziniert unser Schiff, das im Hafen auf die neu zusteigenden Gäste wartet. Ein wahrlich erhabener Gigant aus Stahl, zauberhaft beleuchtet und tatsächlich trotz seiner Größe beeindruckend schön. Das wird also unsere Heimat für die nächste Woche werden. Sieben Tage dauert der Trip, der in Santa Cruz startet und die Passagiere über Lanzarote, Gran Canaria und La Palma bis nach Madeira und zurück bringt. Der erste Abend gilt dabei zunächst einmal der Orientierung. Schnell erkennt man, wer hier neu und wer bereits länger auf der „Relax“ zu Hause ist. Schließlich gilt es für alle erst einmal zu verstehen, was es hier über die insgesamt 18 Decks verteilt zu entdecken gibt und vor allem: Wie man am besten den Weg in die eigene Kabine zurückfindet! Auch wenn man am ersten Tag ein wenig ratlos über die Gänge irrt: Es ist erstaunlich, wie intuitiv und clever die Wegführung umgesetzt wurde und wie leer das Schiff an vielen Stellen wirkt. Apropos Kabine: Auch hier punktet die „Relax“: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Geräumig und durchdacht ist unser Zuhause. Und der wirklich umwerfende Service offenbart sich bereits beim ersten Lauf durch die Gänge. Wir sind jedenfalls überrascht und begeistert, wenn einen die Crewmitglieder im Flur tatsächlich mit Namen ansprechen – woher sie das auch immer wissen …
Helen Kersley
Helen KersleyAn Land oder an Bord? Alles eine Frage der Perspektive
Rasch durchschaut man das Leben an Bord und erfasst die relevanten Angebote und Möglichkeiten. Das Resultat: Jeder baut sich Stück für Stück seinen entsprechenden Tagesablauf, ganz nach persönlicher Präferenz, Lust und Laune. Für uns heißt das: Den höchsten Wohlfühlfaktor erreichen wir immer antizyklisch. Da wir keine Fans der durchaus sehr vielfältigen und attraktiven Angebote an gruppengeführten Landtouren sind, ist morgens zumeist die erstklassige Sauna- und Spa-Landschaft unser Zuhause. Denn dann ist das Gros der Gäste damit beschäftigt, auf E-Bikes oder mit Bussen die Inseln zu erkunden. Dafür lassen wir uns lieber etwas später und gut erholt an Land treiben und dort begeistern. Am liebsten dann, wenn unsere Mitreisenden an Bord zurückkehren und die zahlreichen Annehmlichkeiten des Schiffes wahrnehmen. Und davon gibt es auf der „Relax“ mehr als reichlich. Und wirklich jeder findet hier das für sich passende Angebot. Von der Morgen- oder Aquagymnastik über Bier- und Rum-Verkostungen bis hin zu Malkursen, Fotoshootings oder Stylingtipps.
Diäten? Hier lieber lassen!
Umwerfend sind vom ersten Moment an die gastronomischen Angebote – sie kommen fast ausnahmslos als Inklusivleistungen daher. Ob das hochklassige Fünf-Gänge-Menü von Sternekoch Tim Raue im japanischen „FUGU“ — eine multimediale Reise, bei der man mit allen Sinnen in die vielseitige Kultur Japans eintaucht — oder das elegante und edle Kaviarfrühstück am Morgen im „Restaurant Atlantik“: Zwölf vollkommen individuelle, aber dabei immer extrem hochwertige kulinarische Angebote bieten fast rund um die Uhr eine Vielfalt, bei der wirklich jeder der Gäste sein optimales Geschmackserlebnis findet. Man sollte sich daher am besten sofort von der Idee verabschieden, das Schiff als Diät-Chance zu sehen. Es wäre wirklich ein riesiger Fehler!
Aber nicht nur der Geschmackssinn, auch alle anderen Sinne kommen auf der „Relax“ auf ihre Kosten. Sei es im „La Cage“, wo abends eine spannende Burlesque-Show auf die Gäste wartet, oder beim ABBA-Event, wo unter dem Motto „Thank you for the music“ eine ebenso unterhaltsame wie professionelle und internationale ABBA-Tribute-Band mit ihren zeitlosen Songs für Spaß und Begeisterung sorgt.
Ach ja – Landtouren gibt es auch!
Helen Kersley
Helen KersleyUnd fast vergessen: Da sind ja auch noch die Landziele. Irgendwie geraten die bei der Breite der Möglichkeiten fast zur Nebensache. Es gibt so viele gute Gründe, auch im Hafen der angelaufenen Ziele einfach an Bord zu bleiben. Zu verführerisch ist einfach das Angebot! Aber natürlich wollen wir entdecken, was die Kanaren zu bieten haben – auch wenn es fast schwerfällt! Dabei haben wir das Glück, dass die Attraktivität der Ziele von Hafen zu Hafen immer besser wird. War Arrecife schon absolut beeindruckend, so ziehen uns Las Palmas mit seinen prächtigen Kolonialbauten, die zauberhafte Hauptstadt La Palmas, Santa Cruz, und vor allem die wunderschöne und relaxte Blumeninsel Madeira in Portugal vom ersten Moment an in ihren Bann.
Auf Madeira werden wir als Vinyl- und Musikfans so richtig glücklich. In Funchal entdecken wir das Studio 21, ein professionelles Musikstudio, vollgestopft mit Instrumenten und Schallplatten. Liebevoll betreut von Alex und Andreia fühlt man sich hier vom ersten Moment an willkommen – und geht später, um einige Euro ärmer, aber um einige Platten reicher, zufrieden Richtung Schiff zurück.
Nach sieben Tagen hat uns Teneriffa wieder und wir verlassen die „Mein Schiff Relax“. Für uns war es dabei tatsächlich die erste große Kreuzfahrt unseres Lebens. Bewusst ausgewählt, denn das Schiff fährt mit Flüssiggas, perspektivisch mit Bio- und E-LNG, und ist während der Liegezeit völlig emissionsfrei „unterwegs“. Wir hatten durchaus Zweifel, inwiefern diese Art der Reise das Richtige für uns ist. Überrascht stellen wir fest: Wir sind ebenso erholt wie vollkommen begeistert und freuen uns schon heute auf die nächste Gelegenheit!
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