
Im von Dr. Back vorgestellten bemerkenswerten Fall handelte es sich um eine Patientin, die 2006 erstmals implantologisch in der Praxis versorgt wurde. Im letzten Jahr kam die Patientin noch einmal auf Zuweisung in die Praxis und klagte über Beschwerden. Im Röntgenbild war aufgrund einer Implantatentfernung ein horizontaler, vertikaler und ausgeprägter Defekt der Region des unteren mittleren Schneidezahns zu sehen, der nunmehr vom Operateur Dr. Oliver Blume mithilfe eines allogenen individuell angepassten Knochenblocks augmentiert werden sollte. Vor Start der OP zeigte Dr. Back ein aus dem Originaldatensatz der Patientin hergestelltes 3D gedrucktes Modell, das die exakte Kiefersituation mit dem dazugehörigen Knochenblock darstellte. Die Teilnehmer konnten den Dummy des zur Wiederherstellung benötigten Knochenblocks in den Händen halten und das Ausmaß des Defektes eindrucksvoll begutachten. Zu Beginn zeigte sich im Tastbefund bei der Patientin ein besonders narbiges Gewebe, das an den Operateur eine enorme Herausforderung stellen sollte. Zu sehen war, dass Knochen in allen Richtungen fehlte und die spätere Fixierung des Knochenblocks nicht einfach sein sollte. Nachdem nunmehr der Defekt freigelegt war, kam es im nächsten Schritt zur Wässerung des vorgefertigten maxgraft® Knochenblocks mit einer Natriumchloridlösung, um diesen anschließend passgenau in die exakte Position einzusetzen. Dr. Blume empfiehlt, die Blöcke grundsätzlich zu wässern, um eine optimale Einheilung und schnelle Revaskularisierung zu erreichen. Zur Befestigung und Fixierung des Knochenblocks verwendet Dr. Blume eine 10 mm Ostheosyntheseschraube mit 1,5 mm Durchmesser. Um den Block zu perfektionieren, bearbeitet er diesen final mit einer Diamantfräse, um daran anschließend mit großer Vorsicht eine Jason Membran und als zusätzliche Abdeckung des Augmentats eine L-PRF-Membran aufzubringen. Die beeindruckende OP beendete Dr. Blume mit dem Anlegen eines dichten und spannungsfreien Verschlusses des Weichgewebes mithilfe resorbierbarer Fäden.




Für die Planung und Anfertigung individueller Knochenblöcke werden die DVT-Daten mit ergänzenden Informationen vom Behandler im DICOM-Format an Botiss übermittelt. Danach erstellt Botiss ein 3D-Volumenmodell und in weiterer Abstimmung mit dem Kunden wird der Knochenblock abschließend mit einer CNC-Fräsmaschine produziert. Nach etwa vier Wochen liegt der fertige Block der Praxis vor. Zum Ende des Vortrags schilderte Frau Hoffmann noch einmal die Möglichkeiten, wie der bestmögliche Kontakt zwischen Knochen und dem maxgraft bonebuilder planbar ist. Mit dieser strukturierten Vorgehensweise würde das Einsetzen des Knochenblocks erleichtert und eventuelle Komplikationen von vorneherein ausgeschlossen. Zum Schluss gab es noch positive Feedbacks der Teilnehmer. Prof. Dr. Dr. Tim Krafft: „Der heutige Tag hat mir gezeigt, dass ich mit den Allografts viel Zeit und dem Patienten einiges an Schmerzen ersparen kann.“ Und Dr. Kai Höckl ergänzt: „Ich arbeite schon seit Jahren mit Allografts und ich denke, dass ich aus den Vorträgen und von der Erfahrung der Kollegen profitieren werde.“
maxgraft bonebuilder® ist ein eingetragenes Warenzeichen der botiss biomaterials GmbH
WEITERE INFORMATIONEN:
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Heinrich-von-Stephan-Straße 21
79100 Freiburg
www.straumann.de
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