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Der Odontathon 2026 ist ein Hackathon für die Zahnmedizin und findet alle zwei Jahre statt. Es ist ein interdisziplinäres, interaktives Event mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen, der durch seine offene und kollaborative Atmosphäre besticht. Ziel des Odontathons ist es, sich im Team aktuellen Herausforderungen der Dentalbranche zu stellen und gemeinsam innovative, ungewöhnliche Lösungsstrategien zu entwickeln und zu präsentieren. BFS-Geschäftsführer Martin Nokaj hat den Odontathon vor mehreren Jahren mit ins Leben gerufen. Er fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt.
BFSInspirierende Atmosphäre – bewusst praxisnahe Challenges
Bereits zu Beginn des Events ist die besondere Atmosphäre spürbar: Anders als klassische Fachkongresse steht beim Odontathon nicht das Zuhören, sondern das aktive Mitgestalten im Mittelpunkt. In interdisziplinären Teams arbeiten die Teilnehmenden über zwei Tage hinweg an konkreten Problemstellungen aus dem dentalen Alltag. Steigende Kosten in der Praxis, zunehmende Bürokratisierung, Fachkräftemangel und neue Digitalisierungsanforderungen zählten 2026 zu den Kernthemen.
Das Format ist ganz bewusst praxisnah angelegt. Die Teilnehmenden arbeiten an konkreten Lösungen und evaluieren deren Potenzial für die Zukunft. Eine besondere Stärke der Challenges ist die Interdisziplinarität. „Beim Odontathon bringen wir kreative Denker, Innovatoren und Fachleute wie Zahnärzte und Zahnärztinnen, Praxismitarbeitende und Dentalunternehmen zusammen und schaffen so die Grundlage, um Verbesserungen anzustoßen. Es ist ein Angebot ans gesamte Ökosystem der Dentalbranche“, erklärt Alexander Haese, BFS Senior Strategy Consultant.

BFSIdeen entwickeln und gemeinsam Konzepte erarbeiten
Nach einer kurzen Einführungsphase und der Vorstellung der Challenges startet die eigentliche Arbeitsphase. Innerhalb von 48 Stunden entwickeln die Teams Ideen, erarbeiten Konzepte und eine entsprechende Präsentation. Unterstützt werden sie dabei von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren aus Praxis, Wissenschaft und Industrie, die wertvolle Impulse und fachliches Feedback geben.
Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf digitalen Lösungen und der Weiterentwicklung vernetzter Behandlungssysteme. Themen wie künstliche Intelligenz, Telemedizin und optimierte Praxisabläufe spielten dabei eine zentrale Rolle. So thematisierte z.B. die Challenge „KI und Agenten“ die Herausforderungen, die sich durch neue digitale Tools in der Zahnarztpraxis ergeben. „Entlang einer Patient Journey entwickeln die Teilnehmenden innovative KI-Agenten, die den Praxisalltag spürbar erleichtern“, beschreibt Alexander Haese. „Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Nachsorge geht es darum, Prozesse durch intelligente Systeme zu vereinfachen und Zeit für die eigentliche Behandlung zu schaffen.“ Kreative und praxisnahe Anwendungsfälle wurden erarbeitet und noch während des Odontathons erste Prototypen umgesetzt.
BFSAbschlusspräsentation und Auszeichnungen
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Abschlusspräsentation am Sonntag, bei der die Teams ihre Projekte einer Jury vorstellten. Ausgezeichnet wurde je eine Präsentation zu den Themen „Innovative Solution“, „Best Business Case“, „Greatest Patient Benefit“ und „Rising Star“. Folgende Teams wurden prämiert:
- Most Innovative Solution: Digitale Transformation: Digitalisierung messbar machen
- Best Business Case: KI Agenten in der Zahnarztpraxis
- Greatest Patient Benefit: Longevity Zahnmedizin – Prävention neu gedacht
- Rising Star / Impact: Community-Plattform für digitalaffine Zahnärztinnen
BFS
BFSIntensiver Austausch, neue Perspektiven
Neben der intensiven Projektarbeit bot der Odontathon 2026 zahlreiche Möglichkeiten zum Networking. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich untereinander sowie mit Expertinnen und Experten auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven zu gewinnen. Zahnarzt Dr. Cyrus Alamouti beispielsweise ist Odontathon-Teilnehmer der ersten Stunde. Somit beteiligte er sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal. Er schätzt den intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen der eigenen Branche und die Anregungen im interdisziplinären Austausch. Außerdem habe ihm der Odontathon den Startimpuls in Richtung Digitalität im Bereich Praxissoftware gegeben.
Fazit
Insgesamt zeigt der Odontathon 2026 eindrucksvoll, wie viel Innovationspotenzial in der Zusammenarbeit junger Talente und erfahrener Fachkräfte steckt. Die Veranstaltung ist nicht nur ein kreativer Ideengeber, sondern auch eine wichtige Plattform für die Zukunft der Zahnmedizin. Einige der entwickelten Konzepte könnten in den kommenden Jahren den Weg in die Praxis finden und so einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Branche leisten.
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