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Dentalbranche

Coronakrise: Hohe Einnahmeausfälle und Fixkosten – jedoch keine Unterstützungsangebote

Die Zahnarztpraxen in der Corona-Krise zu schützen und umgehend klare Regelungen beim Kurzarbeitergeld zu definieren, dazu fordert die BZÄK fordert die Bundesregierung auf. Einnahmeverluste bei hohen weiterlaufenden Betriebsausgaben und immensen Investitionskosten können viele Praxen nicht länger schultern. Insbesondere für junge Praxen mit hohen Krediten wird diese Situation mittlerweile existenzbedrohend.

Zahntechniker bleiben ohne Schutz

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 04. Mai 2020 die SARS-CoV-2-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung erlassen. Der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) kritisiert als der Spitzenverband des deutschen Zahntechniker-Handwerks, dass für die 8.000 zahntechnischen Meisterlabore mit ihren mehr als 65.000 Beschäftigten keine finanziellen Stützungsmaßnahmen durch das System der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen sind. Der VDZI äußert auch seine große Besorgnis, dass die mit der Verordnung vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz der zahnärztlichen Versorgungsstrukturen nicht ausreichend sein könnten und sich damit die Existenzgefährdung auch der Zahntechniker zusätzlich verschärfen würde.

Coronakrise: Zahnarztpraxen erhalten keinen Schutzschirm

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am heutigen Montag, den 04.05.2020, die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung (COVID-19-VSt-SchutzV) erlassen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) kritisiert, dass damit die massiven negativen Auswirkungen der Corona-Krise für die vertragszahnärztliche Versorgung in Deutschland nicht abgefedert werden und die Verordnung nicht zur Sicherstellung einer flächendeckenden zahnärztlichen Versorgung beiträgt. Die Regelung sieht - im Gegensatz zum ursprünglichen Entwurf - nur noch kurzfristige Liquiditätshilfen vor, die vollständig zurückgezahlt werden müssen.

Auswirkungen der Coronakrise auf die Praxishygiene

Im Laufe der Coronakrise wurden die Hygienemaßnahmen in der Zahnarztpraxis zum Schutz der Patienten und des gesamten Praxispersonals verschärft. Andererseits wurden aus der Not heraus Alternativen erlaubt, die nach den bislang gültigen Vorgaben nicht regelgerecht waren. Zu diesem Vorgehen äußert sich Hygieneberaterin Viola Milde im folgenden Interview. Sie gibt ihre Wahrnehmung der Reaktion in Praxen auf die Krisensituation sowie der Umsetzung der Schutzmaßnahmen in der Coronakrise wieder und überlegt, was wir bezüglich Praxishygiene aus der Krise lernen können. 

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