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Zahnmedizin

Sofortversorgung ohne Provisorium

Die Durchtrittsstelle des dentalen Implantats zur Oberfläche in die keimbesiedelte Mundhöhle stellt eine große Schwachstelle dar. Ein Nachteil, den vergleichbare Implantate beim Menschen, wie z.B. Gelenkersatz oder künstliche Herzklappen, nicht haben. Somit besteht beim dentalen Implantat die lebenslange Infektionsgefahr durch diese Eintrittspforte. Grund genug, sich mit dieser biologisch anatomischen Besonderheit vermehrt auseinanderzusetzen.

YouTube-Serie „Die Zahnprof(i)s“: Zahnmedizin leicht verständlich erklärt

Zahnmedizinische Themen kurz und für Patientinnen und Patienten einfach erklären – das ist das Ziel der YouTube-Serie „Die Zahnprof(i)s“ der Uniklinik RWTH Aachen. Das Format basiert auf einem lockeren und kollegialen Gespräch zwischen den beiden Klinikdirektoren Univ.-Prof. Dr. med. dent. Stefan Wolfart (Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomaterialien, Zentrum für Implantologie) und Univ.-Prof. Dr. med. dent. Michael Wolf (Klinik für Kieferorthopädie).

Die Rettung tief zerstörter Zähne

Die Rettung bzw. Behandlung von Zähnen, welche durch Traumata, Karies oder iatrogene Ereignisse tief zerstört sind, gestaltet sich oftmals sehr schwierig. Auch kann und sollte nicht jeder Zahn durch ein Implantat ersetzt werden. Der vorliegende Artikel gibt eine Übersicht über die biologischen und mechanischen Grundlagen der konservierend-/prothetischen Zahnrettung und stellt die hierfür nötigen Techniken gegenüber. Diskutiert werden die chirurgische Kronenverlängerung, die Extrusionstechnik, die Proximal-Box-Elevation und Deep-Margin-Elevation sowie die chirurgische Extrusion mit Front-Back-Technik.

Quantitative Messung zum Nachweis von Quecksilberdampf bei der Entfernung und Bearbeitung von Amalgamfüllungen

Die gesundheitliche Belastung durch Inhalation von Quecksilberdämpfen gilt als allgemein bekannt, in Tierversuchen konnten zudem teratogene Effekte nachgewiesen werden. Besonders vor dem Hintergrund zunehmender Feminisierung der Zahnmedizin ist es daher sehr wichtig, dass sich Kolleginnen im Umgang mit Amalgam schützen, denn als Selbstständige arbeiten sie nicht selten noch bis kurz vor der Entbindung. Das Ziel der nachfolgend beschriebenen quantitativen Messung zum Nachweis von Quecksilberdampf war es herauszufinden, ob eine Entfernung oder Bearbeitung von Amalgamfüllungen für Behandelnde und Patienten/-innen bedenkenlos möglich oder mit Risiken verbunden ist.

Intraoralscanner zum Monitoring von nicht kariesbedingten Zahnhartsubstanzverlusten – ein neuer Ansatz in der Prävention?

Das Anwendungsgebiet von Intraoralscannern wird über die digitale Abformung hinaus immer umfangreicher. So bieten einige Systeme die Möglichkeit, verschiedene Scans derselben Patientin/desselben Patienten zu überlagern, um Unterschiede zu erkennen. Auf diese Weise können nicht kariesbedingte Zahnhartsubstanzverluste bereits im Mikrometerbereich erkannt werden. Aber auch frei zugängliche externe 3D-Analysesoftware ermöglicht die Überlagerung von Intraoralscans in der Praxis. Dies könnte einen neuen Ansatz in der Prävention darstellen, allerdings muss hierfür auch der Workflow im Behandlungsablauf umgestellt werden.

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