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Zahnmedizin

Herbert-Lewin-Preis

Am 25. November 2025 wurde der Herbert-Lewin-Preis zur Aufarbeitung der Geschichte der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus (NS) zum zehnten Mal verliehen. Die Auszeichnung würdigt zwei wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit medizinischen Schicksalen in der NS-Zeit auseinandersetzen. Der Preis wird gemeinsam vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) vergeben.

Hohes Interesse an AB-PARO Studie und DG PARO/meridol®

Auf dem vierten Gemeinschaftskongress der zahnmedizinischen Fachgesellschaften in Berlin lud die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DG PARO) in Kooperation mit CP GABA zum Symposium anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der AB-PARO Studie. [1] Die Studie ist bis heute die weltweit größte klinische, randomisierte Studie zum Vergleich von nicht-chirurgischer Parodontitistherapie mit und ohne systemische Antibiotikagabe (AB). Im Anschluss an das Symposium wurden die DG PARO/meridol® Preise verliehen und die DG PARO/meridol® Forschungsförderungen vergeben.

Die Etablierung der atraumatischen Zahnextraktion

Kapitel 8 des Werks „Cirugía piezoeléctrica. Generalidades y aplicaciones clínicas“ thematisiert die steigende Bedeutung der atraumatischen Zahnextraktion. Diese Entwicklung ist primär auf den Fortschritt der dentalen Implantattherapie zurückzuführen, welche die atraumatische Extraktion als essenzielle Methode zur Vorbereitung des Alveolarknochens für den nachfolgenden Zahnersatz mittels Implantaten etabliert hat.

Hundertjährige Patienten/-innen – eine Annäherung aus unterschiedlichen Perspektiven

Die demografische Entwicklung in Deutschland hat eine „neue Generation“ hervorgebracht – die Hundertjährigen. Derzeit wächst wohl keine Altersgruppe so stark wie die dieser Hochbetagten. Das wissenschaftliche Interesse ist geweckt und mittlerweile sind Analysen aus unterschiedlichen Industrienationen verfügbar. Während jedoch bezüglich psychologischer und allgemeinmedizinischer Parameter schon einige Muster erkennbar sind und vorsichtige Schlussfolgerungen getroffen werden können, steht die Datenlage hinsichtlich zahnmedizinischer Fragestellungen noch ganz am Anfang. Aktuelle Studien aus Deutschland (Heidelberg, HD-Z100) charakterisierten nun erstmalig eine Kohorte Hundertjähriger hinsichtlich parodontaler, kariologischer oder prothetischer klinischer Parameter. Darüber hinaus wurde die mundbezogene Lebensqualität analysiert. Es konnte ein umfangreicher zahnmedizinischer Behandlungsbedarf und eine vielfach eingeschränkte mundbezogene Lebensqualität in dieser Kohorte festgestellt werden. Illustriert wird die aktuelle Datenlage durch die Kasuistik einer 99-jährigen Patientin.

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