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Diese deutliche Schmerzlinderung bot für die Betroffene einen Zugewinn an Lebensqualität: Die Patientin, die zuvor Trinkhalme für kalte oder saure Getränke nutzte, konnte diese wieder ohne Hilfsmittel konsumieren. Die Schmerzlinderung war auch für die zahnmedizinische Behandlung in der Praxis bedeutsam: Im Fall der Patientin konnte der Luftbläser nun teilweise ohne Lokalanästhesie eingesetzt werden, was zuvor nicht möglich war.
Der vollständige Fallbericht ist online unter cpgabaprofessional.de verfügbar.
Ausgangssituation: Langjährige Beschwerden, deutliche Rezessionen
Die Patientin besuchte die Praxis im März 2026 für eine reguläre unterstützende Parodontitistherapie (UPT). Nach insgesamt drei Parodontalbehandlungen hatte sich bei ihr eine starke Schmerzempfindlichkeit im vestibulären Bereich durch entstandene Rezessionen manifestiert, wobei diese bereits nach der ersten Behandlung vor mehr als 25 Jahren eingesetzt hatte. Die Anamnese ergab keine Medikamenteneinnahme und keine bekannten chronischen Erkrankungen. Die Patientin gab an, seit 13 Jahren Nichtraucherin zu sein und sich ausgewogen zu ernähren.
Der Dentinhypersensibilität im vestibulären Molarenbereich wurde nach der ersten Parodontalbehandlung mit der Applikation eines lichthärtenden Kompositmaterials entgegengewirkt. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung. In den folgenden Jahren wurde das Kompositmaterial mehrmals erneuert und ausgetauscht. An einigen Zähnen waren die Rezessionen so weit fortgeschritten, dass die Zahnhälse nicht mehr vollständig abgedeckt waren. Außerdem zeigten sich an den Rändern teilweise deutliche Verfärbungen, weshalb eine Erneuerung des Kompositmaterials in Betracht gezogen wurde.
Im Unterkiefer links (34–37) waren die Kompositfüllungen an den Zahnhälsen nicht mehr vorhanden. In diesem Bereich lagen die stärksten Empfindlichkeiten vor, ebenso im linken Oberkiefer im Molarenbereich. (Abb. 1). Das Schmerzempfinden lag hier bei 10 auf der NRS, wobei die Messung mittels Luftbläser aufgrund der Schmerzen, die bis in den Kopf zogen, kaum möglich war. Die Patientin spürte zudem im gesamten Zahnbereich eine verstärkte Sensibilität bei sauren und kalten Reizen.
Der Parodontale Screening Index (PSI) war insgesamt stabil. Lediglich an drei Zähnen lagen erhöhte Sondierungstiefen vor: 17 distal (8 mm), palatinal (6 mm) und an Zahn 15 distal (6 mm). Es zeigte sich keine Blutung auf Sondierung (BOP, Bleeding on Probing).
Die Mundhygiene der Patientin war gut. Sie verwendete eine elektrische Zahnbürste mit einem Bürstenkopf mittlerer Härte, wobei verschiedene Sensitive-Zahnpasten genutzt wurden. Interdentalbürsten sowie Zahnseide verwendete die Patientin täglich. Verfärbungen im Bereich der Unterkieferfront waren auf Teekonsum zurückzuführen.
UPT mit individueller Beratung und manueller Plaqueentfernung
Die Putztechnik wurde erneut demonstriert und optimiert, ein weicher Zahnbürstenkopf wurde empfohlen. Empfohlen wurde außerdem die elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL REPAIR & PREVENT Zahnpasta, da die enthaltene PRO-ARGIN-Technologie sehr gute klinische Ergebnisse beim Verschluss freiliegender Dentintubuli zeigt [1]. Darüber hinaus enthält die Zahnpasta Zinkverbindungen zur Stärkung des Zahnfleischs. Entsprechende Proben erhielt die Patientin zur Unterstützung [2].
Aufgrund der ausgeprägten Empfindlichkeit lehnte die Patientin eine maschinelle UPT-Behandlung ab. Das Angebot, nichtinvasive schmerzvorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, wurde aus Angst vor unzureichender Wirkung nicht angenommen. Auch eine Behandlung unter Lokalanästhesie wurde abgelehnt. Die professionelle mechanische Plaqueentfernung (Professional Mechanical Plaque Removal, PMPR) inklusive Deep Scaling an den Zähnen 17 und 15 erfolgte daher ausschließlich mit Scaler und Küretten. Anschließend wurden die Zähne mit CCS-Polierpaste grün gereinigt und mit CCS rosa hochglanzpoliert. (Abb. 2, 3)
Anschließende Behandlung der Dentinhypersensibilität
Im Anschluss an die PMPR erfolgte eine relative Trockenlegung mittels Optragate und Watterollen. Zur Trocknung wurden Gazetupfer genutzt. Anschließend wurde der elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL Duraphat® Fluoridlack in der Single-Dose mit dem Applikationspinsel umgerührt. Es folgte das Auftragen einer dünnen, gleichmäßigen Schicht auf alle vestibulären Zahnhälse. Um ein Verhärten des Pinsels zu vermeiden, wurde dieser vor dem erneuten Eintauchen mit Gaze gereinigt. Nach dem Trocknen nahm der Lack die natürliche Zahnfarbe an (Abb. 4).
Die Patientin wurde gebeten, am Abend nach der Behandlung die Zahnreinigung einmalig auszusetzen und warme Speisen und Getränke sowie alkoholhaltige Produkte zu meiden. Der Patientin wurde erklärt, dass sich der Lack durch die tägliche Mundhygiene schrittweise ablöst.
Kontrolltermin: Erhebliche Steigerung der Lebensqualität
Die Patientin testete in den beiden darauffolgenden Wochen bis zum Kontrolltermin bewusst den Verzehr von kalten und sauren Lebensmitteln und stellte dabei eine deutliche Veränderung fest: Sie konnte nun auf Trinkhalme verzichten. Der Verzehr von Eis und Saurem war wieder möglich, ohne dass der stechende Schmerz auftrat. Die Patientin empfand dies als erhebliche Steigerung ihrer Lebensqualität.
Der Einsatz des Luftbläsers in der Praxis war nun stellenweise möglich. Das Schmerzempfinden reduzierte sich laut Patientin gemäß NRS innerhalb von zwei Wochen von 10 auf überwiegend 5.
An den Zähnen 44, 45, 17 und 16 beschrieb sie den Schmerz noch mit 6. Hier erfolgte eine gezielte Anwendung der elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL REPAIR & PREVENT Zahnpasta, indem die Paste für etwa 60 Sekunden in die empfindlichen Bereiche einmassiert wurde. Der Patientin wurde empfohlen, diese Maßnahme täglich – vorzugsweise abends, nach der Zahnpflege – eigenständig durchzuführen, solange erhöhte Sensibilitäten bestanden.
Ein neuer UPT-Termin wurde nach Ablauf von vier Monaten vereinbart. Bei Bedarf erfolgt dann eine erneute Applikation des elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL Duraphat® Fluoridlacks.
Fazit der Dentalhygienikerin
„Dass die Patientin nach jahrzehntelanger Symptomatik einen Zustand mit deutlich wahrnehmbarer Verbesserung erfährt, ist ein voller Erfolg. Eine sofortige Linderung der Beschwerden, die auch langfristig bestehen bleibt, kann die Motivation von Patientinnen und Patienten in der Parodontaltherapie wie auch allgemein der Mundhygiene stärken. Der Fall zeigt zudem, wie wichtig die stetige Weiterentwicklung moderner Wirkstoffe und Produkte ist,“ erläutert DH Heidrun Moser.
Der Fall verdeutlicht, dass durch den gezielten Einsatz geeigneter Produkte zur Reduktion von Dentinhypersensibilität aufwendige konservierende Maßnahmen vermieden werden können.
Quelle: CP GABA GmbH
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