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Herr Dr. Nedjat, wie ist MEDECI aufgebaut und was war der Ausgangspunkt für die Entwicklung?
MEDECI besteht aus den Inhalten 20 filmisch aufgearbeiteter Fachbücher, die teilweise mit bis zu 90 Videokapiteln bestückt sind. Es sind also keine Bücher im ursprünglichen Sinne, sondern eher kurze Wissenssendungen wie im Fernsehen oder Internet. Auf die Idee zur E-Learning-Plattform kamen wir aufgrund der großen Beliebtheit unserer implantologischen Aus- und Fortbildungen in der Future Dental Academy. Diese sind seit zehn Jahren durchweg ausgebucht. Doch ein oder auch mehrere Wochenenden reichen nicht aus, unsere sanfte, patientenfreundliche und fast unblutige Operationstechnik MIMI mit den umfangreichen prothetischen Möglichkeiten komplett an die Kursteilnehmer zu vermitteln. Mehr Kurse als ohnehin schon konnten wir aber nicht anbieten – auch angesichts dessen, dass die Teilnehmer dort selbst die Kavitäten aufbereiten und die Implantate inserieren. Ein weiterer Aspekt: die enorme Nachfrage aus dem Ausland. Wir hätten zu Aus- und Fortbildungszwecken gut und gerne 40 Wochen im Jahr „auf Tour“ gehen können und dabei nie den Umfang erreicht, den wir nun mit MEDECI im Stande sind zu vermitteln.
…dann war MEDECI im Grunde die pragmatische Lösung für die Kapazitätsengpässe in der Future Dental Academy?
Ja, aber MEDECI ist darüber hinaus noch viel mehr. Im Grunde ist es auch mein Lebenswerk geworden. Es ist mein berufliches Vermächtnis insbesondere für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die damit in der Lage sind, perfekt und von der Pike auf umfangreich ausgebildet, ihre Patientinnen und Patienten optimal minimalinvasiv zu behandeln. Gerade die Universitätsabgänger sind meist nur unzureichend auf dem Gebiet der Implantologie geschult und werden bei Interesse auf mitunter deutlich überteuerte postuniversitäre Curricula und Fortbildungen verwiesen. Die dort gelehrten Workflows sind meiner Meinung nach häufig veraltet und die genutzten Implantatsysteme überholt. Einige der dort lehrenden Kolleginnen und Kollegen leben in ihrer eigenen Implantologieblase, welche sich seit 40 Jahren nicht weiterentwickelt hat. Auf MEDECI lehren wir das moderne, minimalinvasive MIMI-Verfahren, das für viele Allgemeinzahnärzte inzwischen zum „Game-Changer“ geworden ist, da es die Implantologie stark vereinfacht und sie für Ihren Alltag nutzbar macht. Das dies nicht nur die Zahnärzte selbst, sondern auch ihre Patienten begeistert, spiegelt sich in MEDECI wider.
An wen richtet sich MEDECI insbesondere: Einsteiger in die Implantologie, erfahrene Implantologen oder ganze Praxisteams?
MEDECI ist vor allem für Implantologieeinsteiger geeignet, um mit moderner Implantologie durchzustarten. Jeder Handgriff und jede Grundlage wird auf erfrischend lebendige Art erklärt und demonstriert. Aber auch bereits implantierende Kolleginnen und Kollegen sind von MEDECI begeistert und profitieren gerade wirtschaftlich vom dort erlernten, positiv veränderten Workflow. Sie lernen z.B. weshalb die Bildung von Mukoperiostlappen oft unnötig ist, wie man allein bei einem Einzelimplantat gut 900 Euro an Betriebskosten einsparen kann oder dass auch schmale Kiefer und Sinuslifte mit MIMI-II- und -VI-Techniken ohne technischen Mehraufwand minimalinvasiv und sicher in wenigen Minuten durchführbar sind.
Wie werden die Inhalte fachlich geprüft und aktuell gehalten?
MEDECI wird von einem international-renommierten Wissenschaftsboard unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Jean-Pierre Bernard, ehemaliger Leiter der MKG und Radiologie der Universität Genf, sowie zahlreichen implantologischen Experten und Gutachtern fachlich geprüft. Zudem wird die MEDECI Bibliothek monatlich um mindestens zwei Kapitel erweitert und ständig aktualisiert.
Ist der Zugriff auf MEDECI kostenpflichtig?
Die Basisinfos sind frei verfügbar. Der Zugriff auf tiefgreifendere Informationen wie z.B. zu Sofortimplantaten, Praxismanagement oder das Ansehen der Live-OP-Filme kosten pauschal 39 Euro im Monat! Für diese Investition erhält man jedoch unglaublich viel Knowhow und eine Ausbildung, die ansonsten fünf- oder gar sechsstelligen Fortbildungskosten entspräche.
Champions-Implants GmbHWie ist das Lernkonzept aufgebaut – eher modular, fallbasiert, videobasiert oder als strukturierter Curriculum-Ansatz?
Eher als strukturierter Curriculum-Ansatz. Es werden wirklich kein Themen ausgelassen und auch aktuelle Trends mehr als kritisch beleuchtet und diskutiert.
Gibt es eine Lernerfolgskontrolle und können Fortbildungspunkte über die Inhalte der Plattform erworben werden?
Ja, für die deutsche Kollegenschaft gibt es sehr bald die Möglichkeit, auch Fortbildungspunkte anhand bücherbezogener Multiple-Choice-Fragebögen zu erhalten.
Worin sehen Sie eine der größten Schwächen von Anfängern auf dem Gebiet der Implantologie in Anbetracht Ihrer rund 20-jährigen Lehrtätigkeit?
Eindeutig in mangelndem Selbstbewusstsein! Es ist die wohl größte Blockade für viele, überhaupt mit der Implantologie anzufangen. Deshalb sind fundierte Fortbildungsangebote wie MEDECI auch so wichtig. Sie geben den Nutzern das nötige Selbstvertrauen an die Hand und zeigen, dass Implantologie im Grunde recht einfach ist – insbesondere, wenn man die Grundprinzipien von Knochen und MIMI versteht! Zudem lehrt MEDICI alles Wissenswerte zu den benötigen Instrumenten, wie z.B. den WS-Condensern und den Position-Stop-Guides. Alles mit dem Ziel hochwertige Implantologie sanft und sicher ihrer Patientenschaft anbieten und eigenständig durchführen zu können – und zwar forensisch abgesichert ohne dreidimensionale Bildgebungsdiagnostik. Denn Knochen ist keine gleichmäßige Holz- oder Betonwand, sondern ein äußerst modellierbares Medium. Systemunabhängig halte ich daher umfassende Digitalisierungskonzepte durch DVT und Navigationsschablonen für den falschen Weg.
Gibt es auch typische Unsicherheiten, die Ihnen bei Zahnärztinnen und Zahnärzten, die bereits implantologisch arbeiten, häufig begegnen? Kann hier MEDECI helfen?
Ja, durchaus. Denn in der Implantologie wird noch zu stark an veraltenden Konzepten und Dogmen festgehalten – und daraus ergeben sich wiederum sehr viele Unsicherheiten. Angefangen mit den Fragen, ob wir uns im Vorfeld einer jeglichen Implantation als Kosmonauten verkleiden und mit sterilen Kautelen im Umfeld arbeiten müssen, warum wir auch aus forensischen Gründen im Vorfeld keine DVT-Aufnahme für eine Implantation benötigen, weshalb man niedertourig laufende Bohrer nicht kühlen muss, bei unbezahnten Unterkiefern durch den Loop aufbereiten und implantieren kann oder warum man den Knochen eben nicht durch Mukoperiostlappen darstellen sollte, um Implantatbettaufbereitungen durchführen zu können. MEDECI ist hierfür nach den bisherigen Erfahrungen und dem so positiven Feedback der bereits zur MEDECI-Familie gehörenden Teilnehmern das ideale Tool, moderne Implantologie zu verstehen und selbstbewusst durchzuführen.
Eine letzte Frage: Welche Weiterentwicklungen planen Sie für MEDECI in den kommenden Jahren?
Die Ausweitung von zurzeit 5 auf 50 Sprachen ist unser Ziel, denn nichts ist besser, als in seiner jeweiligen Landessprache Wesentliches zu verstehen. Auch ist es geplant, parallel stattfindende Workshops und praktische Übungen in den Praxen selbst – mit von uns zugeschickten Materialien – anzubieten. Insgesamt kommt das dann dem Konzept eines Curriculums schon sehr nahe.
Herr Dr. Nedjat, vielen Dank für das interessante Gespräch und viel Erfolg mit Ihrer neuen E-Learning-Plattform!
Quelle: Champions-Implants GmbH
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