|
Getting your Trinity Audio player ready...
|
Prophylaxe-Sitzungen, ob als „PZR“ oder in der parodontalen Nachsorge, haben für Patienten einen hohen medizinischen Nutzen. Das gilt besonders für die GBT als bisher einziges systematisches, risikoorientiertes und wissenschaftlich basiertes Protokoll. Bis zu 96 Prozent der Patienten bevorzugen die schmerzfreie und besonders gewebe- und zahnsubstanzschonende, zugleich effektive und zeitsparende Methode, die auch für die parodontale Therapie indiziert ist [1, 2]. Der Mehrwert ihrer GBT-Prophylaxe muss Patienten laut Abrechnungs-Expertin Monika Dietschmann bei Preisänderungen erklärt werden: „Wir bieten Ihnen ein neues und modernes Konzept.“
Auf Basis des GBT Protokolls und nach einem Training der Swiss Dental Academy (SDA) ist eine 100-prozentige Entfernung des Biofilms möglich, angstfrei und schmerzlos für den Patienten. Dagegen werden konventionelle Methoden mit Hand- und Schallinstrumenten als unangenehm und schmerzhaft empfunden. Nach einer unabhängigen Untersuchung der Stiftung Warentest bleiben zudem bei diesen alten Methoden in schwer zugänglichen Bereichen bis zu 50 Prozent des Biofilms zurück [3].
Rezepte für den Praxiserfolg
Damit Prävention auch für die Praxis zum Erfolgsfaktor wird, muss sie eine angemessene betriebswirtschaftliche Marge bringen. Eine Prophylaxe-Sitzung sollte daher laut Dietschmann in der Regel deutlich über 100 Euro kosten, bei entsprechender Indikation und Leistung um die 200 Euro oder mehr. „Nur so können Sie Ihr Praxis- und Prophylaxe-Personal angemessen bezahlen. Der Erfolg kommt, wenn Ärzte und Prophylaxe-Fachkräfte gegenüber Patienten die gleiche Sprache sprechen: „Unterstützen Sie sich gegenseitig.“
Die Prophylaxe-Rechnung „backt“ Dietschmann für ihre Beratungspraxen ebenso gern wie für sich selbst Kuchen oder Brot. Eine leckere Zutat sei die im BEMA nicht abgebildete GOZ 2130 für das Kontrollieren, Finieren und Polieren von Restaurationen. Die supra- und subgingivale Belagentfernung in der UPT mit AIRFLOW® MAX und PERIOFLOW® (jeweils in Kombination mit AIRFLOW® PLUS Pulver) und dem Ultraschall-Instrument PIEZON® PS NO PAIN lassen sich bei Privatpatienten sitzungsgleich und analog nach BEMA berechnen [4]. Damit bei der Gestaltung von PZR-Rechnungen keine Preisabsprache unterstellt werden kann, sollten Steigerungsfaktoren für die GOZ-Position 1040 auf- oder abgerundet werden.
EMS
EMSBei den Kleinen beginnen
Wie wichtig ökonomische Kennzahlen für eine nachhaltige Praxisentwicklung sind, betont die auf zahnmedizinische Praxen spezialisierte Steuerberaterin Dr. Ann-Kathrin Arp. Der größte Kostenfaktor sei das Personal, der Materialverbrauch spiele eine untergeordnete Rolle. Ein lohnendes, aber häufig vernachlässigtes Konzept ist laut Arp die umfassende präventive Begleitung von Schwangeren und Kindern: „Vergessen Sie nicht die IP-Positionen!“
Der Spezialist für Kinderzahnheilkunde und Privatdozent Dr. Julian Schmoeckel (Universität Greifswald) erläuterte, dass bei bleibenden Zähnen die Okklusalflächen der Molaren am häufigsten kariöse Defekte haben, bei Milchmolaren flächige Approximalkontakte [5, 6]. Fluoridierung und professionelle Prophylaxe wirken besonders gut bei hohem Kariesrisiko, das meist Kinder mit niedrigem Bildungsstatus betrifft [7]. Das Risiko für Glattflächenkaries um festsitzende kieferorthopädische Apparaturen lässt sich laut Schmoeckel ebenfalls mit Prophylaxe und Fluorid reduzieren, in Greifswald inklusive AIR-FLOWING®.
EMS
EMSModular bei tiefen Taschen
Den modularen, auf die klinische Situation abstimmbaren Aufbau der Guided Biofilm Therapy verdeutlichte die Dentalhygienikerin Marion von Wietersheim. Die Trainerin der Swiss Dental Academy, des Fortbildungsinstituts von EMS, präsentierte individuelle Patientenbeispiele und fragte das Auditorium per Smartphone-Abstimmung nach seiner klinischen Einschätzung. Für eine 9 Millimeter tiefe periimplantäre Tasche mit Eiteraustritt verwendete sie nach Debridement mit PIEZON® PI MAX in einem zweiten Schritt die PERIOFLOW® Nozzle jeweils in Kombination mit einem lokalen Antibiotikum. Das Ergebnis war eine Sondierungstiefe von 3 Millimetern ohne Blutung. Weitere Beispiele für erfolgreiche GBT-Behandlungen in einer Vielzahl von Indikationen gibt es hier: QR-Code https://sda.dental/MM0326-SUM-BER-SDA-DE.
Die zentrale Bedeutung von professionellem und persönlichem Biofilm-Management verdeutlichte der Parodontologie-Spezialist Dr. Antonio Ciardo (Universität Heidelberg) [8-10]. Am Beispiel eines 88-jährigen Patienten mit eingeschränkter Mundhygienefähigkeit und -motivation zeigte Ciardo, wie eine Kombination von gesunder Ernährung, häufigem professionellem Biofilm-Management und häuslichem Spülen mit antimikrobiellen Lösungen die Situation trotz mangelhafter Mundhygiene stabilisieren kann [11-13].
Risiken kontrollieren
In der UPT bevorzugen Patienten AIR-FLOWING® gegenüber Polier- und Schleifpasten [14]. Um Patienten optimal in den Behandlungsablauf einzubinden, hat eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Prof. Dr. Bettina Dannewitz die mobile Gesundheits-App Paro-ComPas entwickelt. Die Nutzung der App führte im Vergleich zur Kontrollgruppe zu reduzierten Sondierungstiefen. Die niedergelassene Parodontologin verwies auf die wichtige Rolle, die das Team bei den notwendigen Verhaltensänderungen spielt.
Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Parodontitis, Krebs und zahlreiche andere Erkrankungen. Wie die häufig tödliche Gewohnheit überwunden werden kann, erklärte auf unterhaltsame Weise der Biologe und Rauchentwöhnungs-Spezialist Dr. Paul Weber [15]. Mit einer speziellen verhaltenstherapeutischen Methode als Startpunkt „begleitet“ er seine Patienten bei „ihrer eigenen Entwöhnung“. E-Zigaretten und andere Nikotinprodukte sollten laut Weber wie klassische Zigaretten entwöhnt werden.
EMS
EMSKI für Patientenkommunikation
Künstliche Intelligenz funktioniert am besten in stabilen, gut definierten Settings, zum Beispiel in der bildgebenden Kariesdiagnostik. Prof. Dr. Falk Schwendicke informierte, dass KI-gestützte Diagnostiksysteme doppelt so viele Defekte entdecken wie Ärztinnen und Ärzte mit bloßem Auge. Dies könne leicht zu Übertherapie führen. Die farbliche Darstellung unterstütze sehr gut die Patientenkommunikation, was Kliniker häufig höher bewerten würden als die diagnostische Entscheidungshilfe. Schwendicke empfiehlt, sich mit der neuen Technik vertraut zu machen und die eigene Intelligenz weiterzuentwickeln, damit KI nicht Menschen kontrolliert, sondern wir sie für uns nutzen können.
Funktion
Die vielfältigen vermuteten Zusammenhänge zwischen craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) im Mund- und Kieferbereich und entzündlichen Beschwerden im gesamten Körper diskutierte Alexander Ablaß, Sport-Physiotherapeut unter anderem für die Augsburger Fußball- und Eishockey-Teams in der Bundesliga. Mit der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) lassen sich viele davon erfolgreich und mit geringem therapeutischem Aufwand behandeln. Dabei wird zunächst der Schmerz bekämpft und im zweiten Schritt über Entzündungshemmung die Heilung induziert.
Der von EMS entwickelte und vertriebene Original EMS DolorClast® zeigt sich laut Ablaß anderen Technologien überlegen [16]. Die Behandlung kann delegiert werden und ist für funktionell und sportzahnmedizinisch orientierte Praxen auch wirtschaftlich interessant.
EMS
EMSNeu bei EMS Deutschland: AIRFLOW® ALIGNER
Für die präventivmedizinisch orientierte Ausrichtung der Zahnbögen bietet EMS das in Berlin erstmals vorgestellte AIRFLOW® ALIGNER System. Die damit durchführbare modulare Guided Aligner Therapy (GAT) lässt sich nahtlos mit der modularen GBT kombinieren und unterstützt wirksam den Patientenwunsch nach langfristiger Mundgesundheit.
Die für die AIRFLOW® ALIGNER genutzte innovative und patentierte 4D-Shape-Shifting-Technologie reduziert um die Hälfte den Materialverbrauch, spart Verpackungsaufwand und Transportvolumen. Sie ist deshalb auch ökologisch nachhaltiger als konventionelle Systeme. Patienten können zudem den Behandlungsfortschritt in einer Monitoring-App nachvollziehen und werden auch zwischen Praxisbesuchen wirksam einbezogen. QR-Code https://emsdent.com/MM0326-SUM-BERL-AA-DE.
Auf Augenhöhe zum Erfolg
Im abschließenden Vortrag beschrieben die Praxis- und Ehepartner Dr. Petra Volz (Zahnärztin und ZFA) und Alexander Volz (Betriebswirt, Geschäftsführer) auf mitreißende und sympathische Weise den Weg zum Erfolg ihrer GBT-zertifizierten Praxis in Garmisch-Partenkirchen. Zentral sei die emotionale Bindung im Team, die Praxis funktioniere wie eine Familie. Auch Angstpatienten spüren dies laut Dr. Volz und fühlen sich von Beginn an wohl, das Gefälle zur Ärztin wird so weit wie möglich reduziert. Sie selbst und das gesamte Team unterstützen dies durch Gespräche auf Augenhöhe während des gesamten Praxisbesuchs – bis zur Vereinbarung des nächsten GBT-Termins. Und in den bayerischen Alpen wird im Team konsequent geduzt.
Zur Kommunikation im Team gehören, ebenfalls wie in gut funktionierenden Familien, klare Ansprachen und eine gute Fehlerkultur. Alle im Team sind automatisch Vorbilder, im Positiven wie im Negativen. Als Chefs gehen Petra und Alexander Volz auch einmal in Vorleistung und stärken mit einem Vertrauensvorschuss die Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit im Team. Der Lohn sind nach ihrer Erfahrung Mitarbeiterinnen, die ihre Wochenenden für Fort- und Weiterbildung opfern und spontan wertvolle Ideen zur Praxisentwicklung liefern. Angesichts des Fachkräftemangels und immer größer werdender Praxisstrukturen sei dies von größter Bedeutung.
EMS
EMSPraxis und Team maximal unterstützen
Prävention ist in aller Munde und die Guided Biofilm Therapy setzt seit 10 Jahren Qualitätsstandards in der Prophylaxe und Parodontitistherapie. Auf der Basis umfangreicher Forschung kombiniert sie effektives und minimal-invasives Biofilmmanagement mit Anfärben und intensiver Beratung zu Mundhygiene und anderen Risikofaktoren. Unter der kompetenten Moderation von Prof. Dr. Johannes Einwag war auch der vierte deutsche GBT Summit am 28. Februar in Berlin ein voller Erfolg. Er ist Teil einer weltweiten Eventreihe mit bisher rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, in 32 Städten und 22 Ländern.
Tanja Reichenberg, Geschäftsführerin EMS Deutschland, fasste zusammen: “Mundgesundheit ist kein isoliertes Thema, sie steht in engem Zusammenhang mit Diabetes und vielen weiteren Erkrankungen – und die moderne und schmerzfreie GBT leistet auch hier einen wichtigen präventiven Beitrag. Mit dem neuen AIRFLOW® ALIGNER System kommt ein besonderer Baustein hinzu. Sanfte Korrekturen der Zahnstellung verbinden in sinnvoller Weise Prävention und Funktion – ein ganzheitlicher Ansatz, der den Patienten in den Mittelpunkt stellt.
Seit 1981 ist EMS Pionier in der oralen Prävention. Mit dem Konzept der GBT-Zertifizierung https://gbt-dental.com/MM0326-SUM-BER-GC-DE bauen wir unsere führende Rolle in der Prävention konsequent aus und machen auch die Praxen zum Gewinner. Keep your teeth for life – do GBT!!“
Entdecke CME Artikel





Keine Kommentare.