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Kurt-Kaltenbach-Preis: Interdisziplinäres Lehrkonzept setzt neue Maßstäbe
Der diesjährige Kurt-Kaltenbach-Preis ging im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages am 30. Oktober 2025 an die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Silvia Brandt aus Frankfurt a. M. für die Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung eines interdisziplinären Lehrkonzepts, das den klinischen Studienabschnitt grundlegend modernisiert (Arbeitsgruppe: Prof. Dr. Silvia Brandt, Prof. Dr. Susanne Gerhardt-Szèp, Dr. Maria Giraki, Dr. Pauline Gutmann, Dr. Amira Begic, Dr. Elizabeth Völler, Dr. Thorsten Blauhut, Dr. Babak Sayahpour, Caroline Hinner).
Im Zentrum der Arbeit unter dem Titel Voll-Integrierter klinischer Kurs nach der neuen ZApprO: Fünf Disziplinen – patientenzentriert und praxisrelevant steht eine gemeinsam genutzte Ambulanz, die als Dreh- und Angelpunkt für alle Behandlungsprozesse dient und Studierende aktiv in Aufnahme, Beratung, Planung und Therapie einbindet. Das Projekt verbindet fünf Fachdisziplinen in einem transparenten, klar strukturierten Kursformat und stützt sich auf ein umfassendes Feedback- und Evaluationssystem, das den Curriculumsfortschritt kontinuierlich sichtbar macht. Das Vorgehen gilt als beispielgebend für moderne, patientenzentrierte Lehre.
Innovationspreis: Neue patientenspezifische, zahnmedizinische Ausbildungsmodelle an der Charité
Mit dem mit 1.000 Euro dotierten Innovationspreis zeichnete die Kurt Kaltenbach Stiftung die Arbeitsgruppe Priv.-Doz. Dr. Alexey Unkovskiy, Prof. Dr. Florian Beuer, Prof. Dr. Jeremias Hey, Dr. Manja von Stein-Lausnitz und Zahnarzt Jonas Rechlin von der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre, Charité, Universitätsmedizin Berlin, aus. Unter dem Titel Implementierung des Synoptischen Behandlungskonzepts im vorklinischen Abschnitt des Zahnmedizinstudiums mithilfe von individuellen Patient-basierten Lehrmodellen, hat die Arbeitsgruppe einen vollständig digitalen Workflow für die Herstellung individualisierter Ausbildungsmodelle entwickelt.
Mithilfe von KI, CAD und additiven Verfahren werden reale Patientenfälle in detailgetreue 3D-Modelle übertragen. So können Studierende komplexe Behandlungsverläufe visualisieren und fächerübergreifend an einem Modell üben – von Zahnerhaltung und Parodontologie bis zur Prothetik und Chirurgie. Die Methode ermöglicht bereits in der Vorklinik eine präzisere Diagnostik und Planung und hebt die praktische Ausbildung auf ein neues, realitätsnahes Niveau.
Komplexe Behandlungsfälle interdisziplinär planen – 2. Innovationspreis geht nach Tübingen
Der zweite Innovationspreis geht an Dr. Andrea Klink und Dr. Jana Ripperger von der Universität Tübingen. Die mit ebenfalls 1.000 Euro prämierte Arbeit der beiden Zahnärztinnen unter dem Titel Interdisziplinäre Behandlungsplanung komplexer Patientenfälle – eine Zusammenarbeit zwischen Zahnerhaltung und Prothetik zur Integration klinischer Behandlungskurse (Lehr- und Lernmodul „Diagnostik und Behandlungsplanung II“) umfasst ein zweisemestriges Lehrformat, das Studierende systematisch auf komplexe Patientenbehandlungen vorbereitet.
Vorlesungen, eine intensive Vorbereitungsphase und ein praxisorientiertes Praktikum greifen ineinander. Innovative Formate wie Lernteam-Coaching, OSCE-Prüfungen, Skills-Stations und der Einsatz von Schauspielpatienten schaffen realistische Lernumgebungen und stärken klinische Entscheidungskompetenzen. Besonderes Gewicht erhält die evidenzbasierte Analyse neuer digitaler Technologien und Materialien – ein Aspekt, der in Curricula häufig fehlt. Eine kontinuierliche Evaluation sichert die langfristige Wirksamkeit des Konzepts.
Quelle: DGZMK
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