Ernährung als Schlüsselfaktor für orale Gesundheit und Prävention
Die Zahnmedizin befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während restaurative Therapiekonzepte weiterhin einen hohen Stellenwert besitzen, rücken Prävention, Risikoorientierung und systemische Zusammenhänge zunehmend in den Mittelpunkt. Die Mundhöhle wird heute nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als integraler Bestandteil eines komplexen biologischen Netzwerks verstanden, das über Mikrobiom, Immunfunktion und Entzündungsprozesse mit dem Gesamtorganismus verbunden ist [1–4]. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Ernährung zunehmend an Bedeutung. Sie beeinflusst neben der Kariesentstehung auch das orale Mikrobiom, die Schleimhautbarriere, die Immunantwort und entzündliche Prozesse [2–5]. Die Ernährungszahnmedizin entwickelt sich damit zu einer Schnittstelle zwischen Zahnmedizin, Ernährungsmedizin und Präventivmedizin.
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