DGOI
Prof. Dr. Michael Stimmelmayr (Cham) stellte die möglichen Komplikationen von Anamnese und Befunderhebung über Chirurgie und Prothetik bis zur Periimplantitis vor. Er verfolgt ein synoptisches Behandlungskonzept, um Komplikationen zu vermeiden. Der kompromittierte Patient stand bei Prof. Smeets im Fokus. Am häufigsten seien Allergien, kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus. Während der gut eingestellte Diabetiker fast als gesunder Patient zu sehen ist, stellt der schlecht eingestellte Patient ein Risiko dar. Sinnvoll ist eine Zusammenarbeit mit Diabetologen. Detailliert ging er auf die schwangere Risikopatientin ein und riet – auf der Grundlage aktuellster Studienergebnisse – zum Verzicht von Paracetamol während der Schwangerschaft.
Falsche Implantatpositionen lassen sich mit einer präzisen digitalen Planung und navigierter Insertion minimieren. Aber: Steht am Anfang eine falsche Befundeinschätzung, sind die Komplikationen auch im digitalen Workflow vorprogrammiert. Worauf es im digitalen Arbeitsablauf ankommt, erläuterte Dr. Christian Buhtz (Hamburg). Er zeigte unter anderem die Vor- und Nachteile von schleimhaut- und zahngetragenen Bohrschablonen auf. In der Diskussion wurde betont: Längst nicht jedes Einzelzahnimplantat muss navigiert gesetzt und 3D geplant werden. Analoge Arbeitsschritte dürfen nicht außer Acht gelassen werden.
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Ein wesentlicher Faktor für den Behandlungserfolg ist die Implantatprothetik. Prof. Dr. Daniel Grubeanu, Präsident der DGOI, beleuchtete intensiv das Thema Okklusion. Zu Komplikationen wie Überbelastung und falscher Gestaltung der Gerüste kommt es in der Regel, wenn die Kaukräfte nicht richtig analysiert worden sind. Wichtig ist eine Neueinstellung der horizontalen und vertikalen Kieferrelation. Bei der Versorgung zahnloser Patienten ist die Herstellung eines Funktionsprovisoriums empfehlenswert; ebenso im Frontzahnbereich – hier auch, um die Gingiva auszuformen.
An den Nachmittagen vertieften die Teilnehmer die Themen des Mainpodiums in den gut besuchten Workshops, die teilweise mit Hands-on-Übungen stattfanden. In den Special Lectures ging es um die betriebswirtschaftlichen Themen Mitarbeiterführung und erfolgreiches Change-Management sowie um zahngesunde Ernährung. Dass in dieser kollegialen Runde auch Fehler ehrlich reflektiert werden konnten und selbst kontroverse Ansichten immer respektvoll und freundschaftlich diskutiert wurden, kam bei den Teilnehmern wieder sehr gut an – und entsprach dem DGOI-Spirit im Sinne eines kollegialen, offenen Austauschs. Da auch das Wetter mit strahlendem Sonnenschein und optimalen Pistenverhältnissen überzeugte, lautete das überwiegende Feedback der Teilnehmer zum 14. Wintersymposium der DGOI: „Perfekt“.
Das nächste Wintersymposium der DGOI findet unter neuem Namen statt: ImpAct Zürs Austria vom 25. bis 29. März 2020 in Zürs.
Weitere Informationen:
DGOI Büro
Wilderichstraße 9 · 76646 Bruchsal
Tel. 07251 618996-0 · www.dgoi.info
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