Wissenschaft und Praxis gehen bei diesem Curriculum Hand in Hand. Das heißt: Jedes Kurswochenende besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Part. So vertiefen die Teilnehmenden ihre praktischen Erfahrungen bei Live-OPs, in Hands-on-Trainings und mit Übungen am Humanpräparat.
Nach Anschluss der neun Wochenenden können die Teilnehmenden das Coaching-Angebot wahrnehmen und ihre zwei ersten eigenen Patientenfälle in Zusammenarbeit mit einem implantologisch erfahrenen Coach erarbeiten. Das Curriculum Implantologie „9+2“ gibt ein solides Basiswissen und ist der erste Schritt zum leidenschaftlichen Highpower-Implantogen.
1. Wochenende: Implantologisch-chirurgische Propädeutik; Knochenmanagement mit Prof. Dr. Georg-H. Nentwig in Frankfurt a.M.
Inhalte: Physiologie, basisdiagnostische Verfahren zur Analyse des Knochenangebotes, Knochenmanagement und Konstruktionsprinzipien von Implantatsystemen etc.
Praktikum: Hands-on-Übungen zu Präparationstechniken, Implantation in verschiedene Knochenqualitäten, Bone Condensing, Spreading und Splitting.
2. Wochenende: Der Schlüssel zum implantatprothetischen Langzeiterfolg mit Prof. Dr. Fred Bergmann und Prof. Dr. Daniel Grubeanu in Mannheim
Inhalte: Anatomie/Physiologie des Kauorgans, Funktionsanalyse, CMD-Diagnostik, Okklusionskonzepte und CMD-Therapie etc.
Praktikum: Interaktive Erstellung von implantatprothetischen Masterplänen und von Planungs-/Positionierungsschablonen. Hands-on am Tiermodell: Umgang mit dem periimplantären Hart-/Weichgewebe. Live am Patienten werden demonstriert: einfache/komplexe Fälle, Implantation (freihand/navigiert), ein volldigitaler Workflow.
3. Wochenende: Festsitzende Implantat verankerte Prothetik, analog versus digital mit Priv.-Doz. Dr. Paul Weigl in Frankfurt a.M.
Inhalte: 3D-Implantatposition/-durchmesser für Einzelkronen, Werkstoffe/Umsetzung drei/viergliedriger Brücken, analoge/digitale Abformung, Registrierung der Kieferrelation, Abutments (verschraubt/zementiert), prothetische Workflows für Formgebung des peri-implantären Weichgewebes, festsitzende Interimsversorgung und Totalrehabilitation.
Praktikum im zahntechnischen Labor: Livedemonstration enoraler Scanabdruck und CAD/CAM-Technologien.
4. Wochenende: Der kompromittierte Patient: lokales und systemisches Risikomanagement mit Prof. Dr. James Deschner und Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets in Mainz
Inhalte: parodontale/periimplantäre Gewebestrukturen, Erkrankungsformen, etablierte Therapiekonzepte, Grenzen der Zahn-/Implantaterhaltung, allgemeine medizinische Anamnese, Risikoprofi le bei relevanten Grunderkrankungen und deren Medikation, Begleitmedikation bei chirurgischen Eingriffen.
Praktikum: „Musterpatienten“ mit Allergien, KHK, Diabetes etc. und mit Einnahme von Antikoagulanzien, Angiogenesehemmern, Bisphosphonaten etc.
5. Wochenende: Implantat begleitendes Weichgewebsmanagement mit Prof. Dr. Daniel Grubeanu und Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets in Trier
Inhalte: Aufbau, Struktur, Funktion des gesunden periimplantären Weichgewebes, Freilegungstechniken, Formen des Emergenzprofils, chirurgische Verfahren zur Optimierung des Weichgewebes, Rezessionsdeckung am Zahn/Implantat.
Praktikum: Hands-on-Trainings zu Schnitt-, Präparations-/Nahttechniken, Schleimhaut-/Bindegewebstransplantat, Techniken zur Rezessionsdeckung.
6. Wochenende: Augmentative Verfahren; Training am Humanpräparat Referent und Ort werden noch bekannt gegeben
Inhalte: Materialien zur Hartgewebsaugmentation, Prinzipien für den Heilungserfolg, „Biologisierung“ von Augmentationsmaterialien, 3D-Diagnostik, Indikationsfindung zur Methode/chirurgische Techniken.
Praktikum am Humanpräparat: Demonstration/Durchführung von Augmentationstechniken (Hart- und Weichgewebe), Implantation.
7. Wochenende: Die professionell geführte implantologische Praxis mit Dr. Kay Pehrsson in Herne
Inhalte: Ausstattung (personell/instrumentell), Hygieneaufwand, Aufklärung, Einwilligung, Dokumentation, Arbeitsabläufe, Kommunikation mit dem Labor, Marketingstrategien.
Praktikum: Hands-on-Übungen praktischer Notfallkurs, Fotodokumentation mit dem Handy.
8. Wochenende: Herausnehmbare Implantat verankerte Prothetik, analog versus digital mit Dr. Georg Bayer und Priv.-Doz. Dr. Paul Weigl in Landsberg a. L.
Inhalte: Indikation/zahntechnische Herstellung herausnehmbarer Deckprothesen, Verankerungsarten, Retentionstypen, prothetische Workflows. Implantologie ‚Live around the clock‘: Demonstration von Live-Eingriffen in der Praxis (simple/advanced/complicated), Tipps/Tricks aus über 35 Jahren implantologischer Erfahrung.
9. Wochenende: Komplikationen in der Implantologie: erkennen, vermeiden, managen mit Dr. Sven Görrissen MSc und Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets in Hamburg
Inhalte: typische Fehlerquellen (Planung, Chirurgie; Prothetik), biologische/mechanische Komplikationen und deren Ursachen, Präventions-/Therapiekonzepte der Periimplantitis, Titanunverträglichkeit.
Praktikum Hands-on-Training am Tierknochen: laterale Augmentations-/Membrantechniken bei periimplantären Defekten/zur Prävention, Explantation (Piezotechnik/Trepan).
Weitere Informationen
Termine der 15. Kursreihe
Beginn: 09./10. September 22
Ende: 21./22. April 23
Mehr über das Curriculum Implantologie „9+2“ unter
www.dgoi.info/fortbildung/curriculum-implantologie-92/
Ihre Ansprechpartnerin ist Desirée Kaluza
unter weiterbildung@dgoi.euund
Tel. +49 (0) 7251 618996-15.
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