Damals wurde, nicht nur von Seiten des DAZ, auf die Bedeutung des persönlichen und häufig auch ärztlich qualifizierten Kontaktes zu den Ratsuchenden hingewiesen. Von Seiten der verantwortlichen Politiker wurde der Wunsch nach einer vorzeigbaren großen Zahl an Beratungsvorgängen sehr in den Vordergrund gestellt.
Es wurde damals wenig über die substanziell qualitätssichernden Funktionen einer Beratung im Gesundheitswesen gesprochen. Der einzelne Patienten darf ebenfalls eine Beratung von angemessener fachlicher Qualität fordern, die in erträglicher Zeitnähe zur Verfügung stehen sollte. Die bestehende Gestaltung der UPD wurde diesen Anforderungen offenbar nicht gerecht.
DAZ ruft zur Orientierung an fachlicher Qualität auf
Dass die Neuvergabe des Beratungsauftrages jetzt gestoppt worden ist und die Einrichtung einer Stiftung für die UPD überdacht werden soll, ist Anlass für den DAZ, die Entscheidungsträger für die Neuordnung der UPD zu einer Orientierung an fachlicher Qualität aufzurufen. Eine unabhängige Patientenberatung muss leider kompensatorisch wirken in einem Gesundheitswesen, das immer stärkere Industrialisierungstendenzen aufweist – weg von ärztlicher Betreuung hin zu hohem Durchsatz mit viel technischem Aufwand.
Sicherlich kann ein erheblicher Teil der Anfragen auf einer eher verwaltungsmäßigen Ebene beantwortet werden. Der Kern der Arbeit muss aber von medizinisch geschulten und im Gesundheitssystem erfahrenen Fachleuten mit möglichst viel persönlichem Kontakt erbracht werden.
Quelle:
Deutscher Arbeiterkreis für Zahnheilkunde (DAZ)
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