Die Anwender der SDS-Implantate können sich somit noch sicherer denn zuvor sein, ihren Patienten mit jedem inserierten SDS-Implantat eine völlig saubere, kontaminationsfreie Implantat-Lösung zu bieten. Doch nicht nur die Implantate, sondern auch das neueste Navigationssystem des Weltmarktführers für Keramikimplantate SDS BOX FULL NAVIGATION SYSTEM wird mit dem Clean-Implant-Siegel etikettiert – und auch weitere SDS Systeme stehen kurz davor, das Siegel verliehen zu bekommen. Damit ist SDS zudem der erste und derzeit einzige Hersteller, dem neben seinem gesamten Portfolio an Implantatsystemen auch für seine Navigationssysteme eine kontaminationsfreie Technologie nachgewiesen wurde.
Die CleanImplant Stiftung ist eine gemeinnützige und unabhängige Non-Profit Organisation, welche in Deutschland vom Zahnarzt und Biologen Dr. Dirk U. Duddeck gegründet wurde. Das „Trusted Quality”-Siegel wurde durch die CleanImplant Stiftung ins Leben gerufen, um diejenigen Implantatsysteme, welche eine einwandfreie Oberflächenreinheit* aufweisen, offiziell anzuerkennen. Dadurch soll ein transparentes und klinisch relevantes Qualitätsmerkmal zukünftig vermehrt in den Fokus von Zahnärzten und Patienten rücken.
Zahlreiche Zahnimplantate unterschiedlichster Hersteller wurden bereits in Form von objektiven Analysen im Rasterelektronenmikroskop (REM) auf unerwünschte, fabrikbedingte Verunreinigungen auf den vermeintlich sterilen Verpackungen geprüft. Im Unterschied zu herkömmlichen Ansätzen in der universitären Forschung werden die Tests ausschließlich in spezialisierten Prüflaboratorien durchgeführt, die nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiert sein müssen. Um auch die weitere Entwicklung nach Zertifizierung genau zu überwachen und den Qualitätsstandard kontinuierlich sichern zu können, ist das CleanImplant „Trusted Quality“-Siegel zwei Jahre lang gültig.
Danach muss der gesamte Prozess erneut durchlaufen werden. Die getesteten Hersteller haben dabei keinen Einfluss auf die Prüfergebnisse ihrer Implantate und Systeme. Neben den Zirkonoxid-Implantaten von SDS sind auch diverse Implantattypen anderer Hersteller mit dem Siegel anerkannt.
Überwacht wird dieses Verfahren von einem renommierten wissenschaftlichen Beirat: Darunter die Professoren Tomas Albrektsson und Ann Wennerberg (Göteborg), Hugo De Bruyn (Nijmegen/Gent), Florian Beuer (Charité Berlin), Jaafar Mouhyi (Casablanca) und Zahnärzten wie Scott D. Ganz (USA), Luigi Canullo (Italien) und Michael Norton (UK). Der Beirat hält die Sauberkeit der Implantate für ein bisher unterschätztes Qualitätskriterium, für welches er jedoch Zahnärzte, Hersteller und Patienten immer mehr mittels Aufklärungskampagnen sensibilisieren möchte. Das Ziel ist es, unvoreingenommene und aussagekräftige Daten zur Implantatoberflächen-Qualität in Bezug auf Sauberkeit oder Fremdpartikel bzw. Kontaminationen zu gewinnen.
Grund dafür sind die in der Vergangenheit gravierenden Untersuchungsergebnisse: In einer aktuell abgeschlossenen Studie der CleanImplant Foundation in enger Kooperation mit der Berliner Charité Universitätsmedizin und der Sahlgrenska Academy in Göteborg wurden insgesamt 100 steril verpackte Implantate im REM untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass mindestens ein Drittel der Proben eine signifikante Anzahl von partikulären Verunreinigungen aufwies.
Darunter auffällige Partikel metallischen Ursprungs und – besonders häufig – organische kohlenstoffhaltige Verunreinigungen auf der Oberfläche – obwohl alle getesteten Implantate eine CE-Kennzeichnung oder Zulassung der „US Food and Drug Administration“ vorzuweisen hatten. Dabei lassen sich alle identifizierten Verunreinigungen mit technischem Aufwand durch Optimierung der Herstellungs- und QM-Prozesse, der Transport- und Verpackungsmethoden oder der Qualität der Verpackung selbst auf ein Minimum reduzieren.
Die erheblichen Verunreinigungen auf gebrauchsfertig verpackten Medizinprodukten können negative, nicht zu unterschätzende Folgen für den Patienten haben. In der Literatur werden insbesondere die organischen, kohlenstoffhaltigen Verunreinigungen mit initialem Knochenabbau oder gar einer Periimplantitis in Verbindung gebracht.
Vor allem Fremdpartikel mit einer Größe von 0,2 bis 7,2 μm werden als pro-inflammatorisch angesehen. Wenn sich diese Verunreinigungen während der Implantat-Insertion von der Oberfläche ablösen, können Makrophagen die Partikel durch Phagozytose aufnehmen und proinflammatorische Zytokine freisetzen. Das Resultat sind Schädigungen des periimplantären Weichgewebes bis hin zu Entzündungen bzw. Periimplantitis.
Darüber hinaus stimuliert die Sekretion von TNF-α, IL-1b, IL-6 und PGE2 die Differenzierung von Osteoklasten-Vorläuferzellen in reife Osteoklasten [Quelle: Hallab, N.J. and J.J. Jacobs, Biologic effects of implant debris. Bull NYU Hosp Jt Dis, 2009. 67(2): p. 182-8]. Dies könnte den klinisch auffälligen Knochenverlust nach dem Einsetzen verunreinigter Implantate erklären. In jedem Fall kommt es immer zu einer Störung des patientenindividuellen Gleichgewichtes hinsichtlich Fremdkörperreaktion, welches Albrektsson als eine der potenziellen Hauptursachen für den periimplantären Knochenverlust beschreibt [Quelle: Albrektsson T, Dahlin C, Jemt T, Sennerby L, Turri A, Wennerberg A. Is marginal bone loss around oral implants the result of a provoked foreign body reaction? Clin Implant Dent Relat Res 2014; 16(2):155–65. doi: 10.1111/cid.12142].
Das Wissen um die Relevanz einer reinen Implantat-Oberfläche teilt besonders das familiengeführte Implantat-Unternehmen SDS SWISS DENTAL SOLUTIONS, welches schon seit seiner Gründung im Jahr 2012 durch den Keramikpionier Dr. Karl Ulrich Volz die Motivation verfolgt, völlig metallfrei und mit möglichst biologischen, immunologisch-verträglich Materialien zu arbeiten. Aus diesem Grund setzt SDS seither konsequent die Thematiken und Erkenntnisse der CleanImplant Initiative im eigenen Unternehmen um und gibt damit der Biologie und Immunologie über den reinen SDS Werkstoff hinaus eine besondere Bedeutung.
SDS
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Darüber hinaus befindet sich das ad-hoc Navigationssystem „AIM Anatomical Implantation Method“ von SDS derzeit im Prüfverfahren der CleanImplant Organisation. Hierbei wird wieder ausschließlich mit vollkeramischen Bohrern die passende Bohrposition durch die vorfabrizierten Komponenten, den sogenannten vollkeramischen „Y“-Teilen, ermittelt und das SDS Implantat kontaminationsfrei inseriert (Abb. 4 und 5).
SDS
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Weitere Informationen, eine laufend aktualisierte Datenbank aktuell ausgezeichneter Hersteller und Studienergebnisse zur CleanImplant Foundation sind aufrufbar unter: www.cleanimplant.org. Weitere Informationen zu SDS Swiss Dental Solutions und deren Produkte sind hier zu finden: www.swissdentalsolutions.com.
Quelle:
SDS SWISS DENTAL SOLUTIONS AG
CleanImplant Foundation
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