DI: Herr Wolter, wenn Sie auf Ihre Anfänge zurückblicken – was fällt Ihnen dazu ein?
Udo Wolter: Anfang 2016 hatten wir vier Angestellte im Innendienst und vier im Außendienst. Medentika war Marktführer bei den prothetischen kompatiblen, konfektionierten und individuell gefertigten Implantat-Komponenten und es wurden mit Microcone und Quattrocone zwei Implantatsysteme mit einer identischen, konischen Innenverbindung angeboten.
DI: Was hat sich seither verändert?
Wolter: Inzwischen ist unser Mitarbeiterstamm stark gewachsen. Heute beschäftigen wir elf Personen im erweiterten Vertriebs- Innendienst. Haben unsere Kunden technische Fragen – so helfen ihnen unsere vier kompetenten Zahntechnikermeister freundlich weiter. Und mit insgesamt 12 Sales Manager decken wir ganz Deutschland ab. Wir sind innovativ und sehr nah an unseren Kunden dran. Dies vor allem durch Laborveranstaltungen, Workshops und regelmäßige Kundenbesuche. Zudem sind wir sehr unkompliziert und hören unseren Kunden zu. So wissen wir, wo der Schuh drückt. Das motiviert uns, Lösungen zu entwickeln, die andere nicht anbieten.
DI: Hat sich die Produktpalette weiterentwickelt?

DI: Wie hat der Markt auf das neue Implantatsystem reagiert?
Wolter: Im deutschen Markt haben 60% der Implantate einen konischen Implantatanschluss. Diesen Bedarf decken wir mit Microcone und Quattrocone ab. Mit Procone haben wir die Anwender von parallelwandigen Implantat-Abutmentverbindungen angesprochen. Der Implantatanschluss ist kompatibel zur Tube-in-Tube™ Implantat-Abutmentverbindung von Camlog. Mit Medentika haben sie vielfältige Möglichkeiten, Ihre Prothetik funktionell und hochpräzise umzusetzen. Das neu entwickelte High-Profile-Gewinde sorgt für eine hohe Primärstabilität auch im weichen Knochen und bei der Sofortimplantation in Extraktionsalveolen. Das raue Mikrogewinde am Implantathalsbereich fördert den Erhalt des krestalen Knochens und erhöht die Primärstabilität insbesondere bei einem Sinus-Lift. Die Begeisterung und das sehr positive Feedback der Kunden bestärkt uns in unserem Handeln.
DI: In welchem Preissegment ist das Procone-Implantat angesiedelt?

DI: Denken Sie daran, Ihren Kunden eine Preisgarantie zu geben?
Wolter: Für die Entwicklung von Zahnimplantaten aus Titan Grade 4 kann die Industrie heute auf eine Vielzahl von Langzeitstudien zurückgreifen. Die Herstellungsverfahren sind standardisiert und auf hohe Stückzahlen ausgerichtet. Dies alles sollte, zum Wohle der Patienten, zu weiteren Preissenkungen führen. Eine Preisgarantie ist somit in unseren Augen nur ein Instrument, um den Implantatpreis künstlich hoch zu halten.
DI: Für die Implantatprothetik bieten Sie das MPS Multi Platform System. Was kann man sich darunter vorstellen?

DI: Apropos „Made in Germany“ – wo fertigen Sie?
Wolter: Wir haben unsere Produktion mit modernster Technik in Renningen. Wir kommen dort aber langsam an unsere Kapazitätsgrenzen. Deshalb suchen wir bereits neue Räumlichkeiten, um die gestiegene Nachfrage auch in Zukunft decken zu können.
DI: Wie sieht es mit der Kompatibilität der einzelne Teile aus?
Wolter: Unsere Teile werden mit sehr hoher Präzision gefertigt. Mit unserer Broschüre „Medentika On Original“ dokumentieren wir anhand von Schliffbildern und Micro-CT-Aufnahmen die Präzision. Wer mit unseren Materialien arbeitet, ist auf der sicheren Seite. Wir gewähren nicht nur eine lebenslange Garantie auf die Qualität und Haltbarkeit des Abutments – es gibt darüber hinaus auch eine Garantie auf das Fremdimplantat.
DI: Sie haben für April eine Roadshow durch Deutschland angekündigt. Was erwartet die Besucher?
Wolter: Bei dieser Roadshow sind wir in acht Städten nah an unseren Kunden dran. Gründer und Gesellschafter Jürgen Kälber erläutert seine Einstellung zur Firmenführung und die Ethik von Medentika. Denn wir wollen einer breiten Bevölkerungsschicht Implantate ermöglichen. Gerne berichte ich im Anschluss über die Implantatsysteme – unsere Ausrichtung innerhalb der Straumann Group und die vielen Möglichkeiten, die sich daraus für unsere Kunden ergeben. Gemeinsam mit unserem Team stehen wir für den Rest des Abends im Dialog mit Zahnärzten und Zahntechnikern. (Lesen Sie mehr unterRoadshow).
DI: Welches sind die nächsten Ziele für 2018?
Wolter: Wir wollen Medentika bekannter machen. Die nächste Hauptaufgabe wird es deshalb sein, zunächst das Procone-Implantat noch besser am Markt zu positionieren und Microcone und Quattrocone weiter zu forcieren. Empfehlungsmarketing ist für uns ganz wichtig. Einige Chirurgen, die sich von unseren Produkten, unserer Leistung und dem Service überzeugt haben, sprechen mit Bekannten darüber. Da braucht man zwar am Anfang etwas Geduld, denn es dauert seine Zeit. Aber zwischenzeitlich funktioniert das ganz gut. Wenn ich vergleiche, wie sich die Feedbacks der letzten Monate erhöht haben – da spürt man deutlich, dass unsere Bekanntheit am Markt rasend steigt. Zusätzlich arbeiten wir daran unseren Service kontinuierlich auszubauen. Wir werden den Kontakt zu unseren Kunden durch Innen- und Außendienst weiter verbessern.
DI: Können Sie auch schon was darüber verraten, welche Neu- und Weiterentwicklungen Sie in der Pipeline haben?
Wolter: Wir werden die Prothetik der C-Serie, die kompatibel ist zur Tube-in-Tube™ Implantat-Abutmentverbindung von Camlog, weiter ausbauen. Es wird Gingivaformer, Abdruckpfosten und Standardabutments geben. Des Weiteren wird es neue Bohrer für das Procone-Implantat geben. Auch ein Wash- Tray für den Thermodesinfektor ist in Planung.
DI: Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview, Herr Wolter.
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