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Zahnmedizin

Amalgamalternativen im Blick

Obwohl bislang keine Studie Amalgamfüllungen zweifelsfrei mit gesundheitlichen Schäden in Verbindung bringen konnte [1], steht die Quecksilberlegierung schon seit langer Zeit unter scharfer Beobachtung. Dass das Thema nach wie vor hochaktuell ist, zeigt ein UN-Beschluss von März 2022 [2], nachdem seit dem 25. Juni weltweit keine Amalgamfüllungen mehr bei Kindern, Schwangeren und stillenden Frauen verwendet werden sollten. Doch welche Alternativen stehen der zahnärztlichen Praxis zur Verfügung?

Diastemaschluss in Adhäsivtechnik

Bei ästhetischen Korrekturen wie z.B. einem Diastema, bei dem der Abstand der Inzisiven sehr breit ist, stellt die direkte Kompositrestauration eine substanzschonende, effiziente und kostengünstige Behandlungsmethode dar. Nachfolgend wird die Vorgehensweise anhand eines Patientenfalls detailliert beschrieben. Der Fokus wird unter anderem auf effektive Hilfsmittel und bestimmte Techniken gelegt, die auf das harmonische und natürliche Endergebnis entscheidend Einfluss nehmen.

Das Inlay als Problemlöser bei Aufbissbeschwerden?

Zahnschmerzen sind unangenehm – hört man seitens der Patienten/-innen. Demzufolge ist man bemüht, schnell die Schmerzursache zu finden und eine adäquate Therapie anzustreben. Dass Aufbissbeschwerden nach Kompositrestaurationen auftreten können, ist auch landläufig bekannt, genauso wie deren häufigste Ursache: Verarbeitungsfehler im Rahmen der Adhäsivanwendung. Aufgrund der heute nahezu überall vorhandenen Behandlungsroutine in der Adhäsivtechnik sind derartige Anwendungsfehler zwar immer seltener anzutreffen, kommen jedoch immer noch vor. Neu ist allerdings der Therapieversuch, bei Aufbiss- und Kälteempfindlichkeit die gerade gelegte Kompositfüllung durch ein Keramikinlay zu ersetzen. Dass dies vielleicht nicht die allerbeste Idee ist, illustriert der vorliegende Fallbericht.

Zinnfluorid bei Dentinhypersensibilität

Allein in Deutschland leidet etwa jeder Dritte an Dentinhypersensibilität. Sie entsteht durch freiliegendes Dentin als Reaktion auf äußere Reize und ist gekennzeichnet durch einen episodisch zumeist kurzzeitig auftretenden Zahnschmerz. Betroffene beschreiben ihre Schmerzen beispielsweise als scharf, pochend, plötzlich, unangenehm oder unerträglich.

Knochenaufbau und Implantation beim Angstpatienten – eine strikt patientenorientierte Lösung

Bei Patienten höheren Alters kann ein partieller Zahnverlust insofern eine psychische Belastung darstellen, dass sich darin der Alterungsprozess widerspiegelt und mit einem – wenn auch nur subjektiv empfundenen – Attraktivitätsverlust einhergehen kann. Kommen zu diesen Stressoren noch weitere hinzu, wie die Ungewissheit über das Behandlungsergebnis oder eine – faktisch meist unbegründete – Angst vor den Schmerzen eines Eingriffs, kann die Summe dieser Stressfaktoren eine sogenannte Zahnarztangst manifestieren, die eine frühzeitige Behandlung verhindert und in der Folge eine komplexe Therapie erst notwendig werden lässt.

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