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Zahnmedizin

Eine Alternative zum autologen Knochen und zur lokalen Lappenplastik?

Die dreidimensionale Kieferaugmentation stellt als präimplantologische Maßnahme eine chirurgische und biologische Herausforderung dar. Patientenspezifische CAD/CAM-gefertigte Titangitter, die an die individuelle Defektmorphologie angepasst werden können, sind klinisch hochrelevant und werden immer häufiger eingesetzt. Ziel dieses Beitrags ist es, im Rahmen eines klinischen Fallbeispiels die biomaterial-basierte Knochenregeneration unterhalb und das Weichgewebsmanagement oberhalb eines CAD/CAM gefertigten Titangitters als Alternativverfahren zum autologen Knochen und zur herkömmlichen Lappenplastik vorzustellen.

Pathogenese der Periimplantitis

In der 50-jährigen Erfolgsgeschichte der oralen Implantologie sehen wir uns zunehmend mit entzündlichen Auswirkungen im periimplantären Weich- und Hartgewebe konfrontiert. Dies ist u.a. bedingt durch den zunehmenden Einsatz dentaler Implantate, eine großzügige Indikationsstellung und mangelnde Beachtung patientenbedingter Risikofaktoren.

Die implantologische Versorgung bei multiplen Allergien

Schon 2010 dokumentierte das „Weißbuch Allergie in Deutschland“ einen dramatischen Anstieg von Allergien unter den Bundesbürgern [1]. 20 bis 30 Millionen Menschen sollen demnach in Deutschland an Allergien leiden. Eine veröffentlichte Untersuchung aus dem Jahr 2013 bestätigt diesen Trend: Bei etwa 36 % der Frauen und 24 % der Männer in Deutschland wird im Laufe des Lebens eine allergische Erkrankung diagnostiziert [2]. Die Biokompatibilität und Verträglichkeit von zahnmedizinischen Werkstoffen rückt auch hinsichtlich dieser Daten immer mehr in den Fokus, da Patienten vermehrt den Wunsch nach einer Versorgung mit biokompatiblen Materialien äußern.

Digitalisierung: Nutzen, Evidenz und Ethik

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM) befasste sich auf seiner 20. Jahrestagung im März dieses Jahres in Berlin mit den Chancen und Herausforderungen, die die digitale Transformation für eine evidenzbasierte und patientenzentrierte Medizin bereithält. Die Fachgruppe der Zahnmediziner war mit mehreren Vorträgen vertreten und beleuchtete das Thema mit Fokus auf den CAD/CAM-Workflow und die digitale Diagnostik.

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