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„Neben der fachlichen Weiterbildung dienen die Veranstaltungen dem Austausch und der Vernetzung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Diese Aspekte sind in der Nachwuchsförderung von besonderer Bedeutung und wir ermutigen ausdrücklich dazu“, erläutert Dr. Marie-Christine Hoffmann, Senior Scientific Affairs Managerin bei CP GABA.
Dies bestätigen auch die Teilnehmenden: „Besonders gut gefallen hat mir, dass man mit Leuten in Kontakt kommt, die in einer ähnlichen Situation sind, an einem ähnlichen Punkt in ihrem Forschungsleben. Zu sehen, wie verschieden das Forschungsgebiet ist, aber auch, wo man Ressourcen zusammen nutzen kann, fand ich super spannend“, sagt Dr. Alicia Meyer-Hofmann, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Köln.
Wissenschaftliche Karrieren in der Parodontologie
Vielfalt begünstigt Vielfalt auch bei den Karrierewegen. Das verdeutlichte Univ.-Prof. Dr. Peter Eickholz, Direktor der Poliklinik für Parodontologie am Carolinum der Goethe-Universität Frankfurt am Main, in seinem Impulsvortrag „Karrierewege in der Parodontologie“ zum Auftakt des Young Experts Trainings. Nahbar und anschaulich stellte Univ.-Prof. Dr. Eickholz den Teilnehmenden seinen eigenen Werdegang vor. Seine Ratschläge für den Karriereweg lauteten: Nicht den Anschluss an die klinische Tätigkeit zu verlieren, offen zu sein für neue Kooperationen und eigenes Engagement in den Fachgesellschaften zu zeigen. Zudem betonte er, dass nicht alles planbar sei. Das ist eine wichtige Botschaft für Trainingsteilnehmerin Dr. Elisa Huzurudin, Abteilung für parodontale Medizin und geriatrische Zahnmedizin am Uniklinikum Würzburg: „Der Vortrag hat sehr authentisch gezeigt, wie sich die Karriere entwickeln kann. Das Wissenschaftliche ergibt sich manchmal dort, wo man es nicht erwartet hat. Ich nehme für mich mit, dass man die Sachen manchmal laufen lassen muss. Gewisse Ziele kommen mit der Zeit.“
Beim gemeinsamen Lunch unter dem Motto „Meet the Mentor“ konnten sich die Teilnehmenden des Young Experts Training mit renommierten
Expertinnen und Experten der Parodontologie, darunter DG PARO Präsident Prof. Dr. Dr. Thomas Beikler, austauschen und hilfreiche Tipps für ihre Arbeit erhalten.
Viele Learnings aus den Workshops
Im Statistik-Workshop vermittelte Dr. Stefan Lars Reckelkamm, Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Münster den Teilnehmenden einen praxisnahen Einstieg, wie analytische Fragestellungen selbstständig bearbeitet werden können. Gleichermaßen bot der Workshop Raum für individuelle Statistik-Fragen, wovon die Teilnehmenden unmittelbar profitierten: „Für mich persönlich war der Statistik-Workshop besonders spannend, weil er sehr eng mit meinem Forschungsthema korreliert ist. Er füllt sehr viele Lücken, die ich zuvor nicht systematisch gelernt habe und das neue Wissen kann ich direkt ab morgen umsetzen,“ erklärt Dr. Li Sun, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Köln.
Ein weiterer Bereich, der für viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Neuland ist, ist der Transfer des eigenen Wissens in eine für ein breites Publikum verständliche Sprache. Hierfür gab der Journalist und Mediziner Dr. Werner Bartens M. A. im Workshop „Medizinisches Wissen lebendig vermitteln“ Methoden an die Hand, die anschließend beim Verfassen eines Pressetextes eingeübt wurden.
Impulse für die Patientenkommunikation
Ein Learning der Teilnehmenden war, dass die Verwendung verständlicher Sprache wichtig ist, um über die eigene Wissenschafts-Community hinaus Inhalte vermitteln zu können. „Ich nehme mit, wie einfach man manche Dinge ändern kann und wie schnell Texte dann besser klingen und dass man keine Angst haben muss, zu banal zu schreiben. Man kann die einfache Sprache nehmen, den leichteren Wortschatz wählen und bekommt das beste Ergebnis“, sagt Dr. Charlotte Brauer, Universität Witten/Herdecke Lehrstuhl für Parodontologie.
Der Workshop bot auch starke Impulse für die Patientenkommunikation: „Über Karies weiß jeder Patient Bescheid, aber über Parodontitis eher weniger. Um eben genau diese Leute zu erreichen, muss man Informationen verständlich kommunizieren können. Deswegen fand ich dieses Seminar total nützlich“, so Dr. Huzurudin.
„Wie vermittelt man Laien komplexe Themen? Auch das ist unser tägliches Brot – im Klinikalltag und in unserer Forschung. In der klinischen Forschung muss ich meinen Patienten erklären, weshalb ihre Teilnahme gut ist, warum die Studie uns weiterbringt. Das Training hat sehr geholfen, diesen Gap zu füllen,“ bekräftigt Dr. Brauer.
Young Speakers Symposium mit Dr. Javier Calatrava und PD Dr. Jens Weusmann
Auf dem sehr gut besuchten Symposium „Frischer Wind in der Parodontologie“ referierten auch in diesem Jahr ehemalige Teilnehmende des Young Speakers Trainings. Zu ihnen zählten PD Dr. Miriam Cyris, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Dr. Sohar Flisfisch, niedergelassener Zahnarzt in Basel (Schweiz), Dr. Felix Maschner, Universitätsmedizin Göttingen, Dr. Sonja Rahim-Wöstefeld, Universitätsklinikum Münster und Dr. Christina Laetitia Pappe M.Sc.,
Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Universitätsklinikum Leipzig, die in diesem Jahr den ersten Platz der DG PARO/ meridol® Forschungsförderung belegt hat.
Eingerahmt wurden ihre Präsentationen von den Vorträgen von Dr. Javier Calatrava, Universität Complutense Madrid (Spanien), „State of the Art in Aesthetic crown lengthening: from biological concepts to the latest digital workflows“ und PD Dr. Jens Weusmann M.Sc., Universitätsmedizin Mainz „Update Air-Polishing – Was zeigen Evidenz und Klinik heute?“.
Young Expert Fortbildungsreihe
Die DG PARO-Fortbildungsreihe in Kooperation mit CP GABA unterstützt seit 2021 Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner zu Beginn ihrer Karriere. Das diesjährige Young Experts Training ergänzte das Young Speakers Training der vergangenen Jahre sowie das Symposium, bei dem der Fokus darauf lag, die eigene Forschung auf einer großen Fachtagungen vorzustellen.
Quelle: CP GABA
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