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Schmerzempfindliche Zähne

Dentinhypersensibilität

Wenn ein gesunder Zahn kurzzeitige, intensive Schmerzen als Reaktion auf thermische, taktile, osmotische oder chemische Reize aufweist, sind nicht selten freiliegende Zahnhälse oder okklusale Dentinareale ohne schützenden Schmelz zugrundeliegend.

Eine Frau isst ein Eis und hält sich dabei die Hand an ihr Gesicht, weil sie Schmerzen empfindet. Pixel-Shot AdobeStock_285995807
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Aktuelle Zahlen belegen: 62% der Bevölkerung haben bereits Erfahrung mit schmerzempfindlichen Zähnen [1]. Besonders Parodontalerkrankungen mit parodontalen Rezessionen oder ausgeprägte bis ins Dentin reichende Erosionen, Attritionen oder Abrasionen stellen für Betroffene und Behandelnde eine Herausforderung dar. Gerade wenn Beläge auf den Dentinarealen entfernt werden, kann während oder unmittelbar nach der professionellen Reinigung eine Dentinhypersensibilität (DHS) entstehen [2]. Grundlage für die entstehenden Schmerzen ist die hydrodynamische Theorie nach Brännström. Diese besagt, dass bei freilegendem Dentin und offenen Dentintubuli äußere Reize zu einer Flüssigkeitsverschiebung innerhalb der Tubuli führen. Diese mechanische Irritation stimuliert die Nervenfasern in der Pulpa und führt zu kurzzeitigem intensivem Schmerz [3].

Ätiologie und prädisponierende Faktoren

Wenn freiliegendes Dentin auf einmal sensibel wird, hat das verschiedene Ursachen. Meistens sind folgende Faktoren beteiligt:

  • abrasive Zahnpasten
  • aggressive Zahnputztechnik / zu harte Zahnbürste
  • parodontale Behandlungen
  • Bleaching mit hochprozentigem Peroxid
  • endogene Säure wie zum Beispiel bei Reflux oder Bulimie
  • exogene Säure wie saure Nahrungsmittel oder Medikamente [4]

Der Verdacht auf eine Dentinhypersensibilität kann durch eine gezielte Reizauslösung mit Luft, Wasser oder taktiler Stimulation bestätigt werden. Wichtig ist hierbei die sorgfältige Differentialdiagnostik, um andere Ursachen wie Karies, Pulpitis oder Frakturen auszuschließen [5].

Therapieansätze

Durch gezielten Verschluss der Dentintubuli oder Desensibilisierung der Nerven, können Dentihypersensibilitäten beseitigt werden. Zu den bewährten Maßnahmen zählen topische Applikationen, wie die Anwendung von Fluoriden, Arginin und Kalziumphosphaten, um eine physikalische Verschließung der Tubuli zu erreichen, sowie die Anwendung von Kaliumverbindungen, um die Nervenleitfähigkeit zu verhindern.

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Auch in der Zahnarztpraxis können durch die Verwendung von hochfluoridhaltigen Lacken Empfindlichkeiten, beispielsweise nach einer professionellen Zahnreinigung, vorgebeugt werden. Hier bietet z. B. der elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL Duraphat Fluoridlack in Einzeldosen zahnmedizinischem Fachpersonal ein praktisches Produkt zur sicheren Schmerzlinderung. Die Anwendung ist schnell, unkompliziert und hygienisch. In einer Einzeldosis ist neben dem Lack auch ein Applikationspinsel enthalten.

Zudem können geeignete Zahnpflegeprodukte zur häuslichen Anwendung wie z. B. die elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL Zahnpasta mit PRO-ARGIN Technologie bei Dentinhypersensibilität helfen. Sie enthält acht Prozent Arginin, Kalziumkarbonat sowie ein Prozent Zinkphosphat und bildet eine starke kalziumreiche Schicht. Der Wirkstoffkomplex versiegelt exponierte Dentintubuli und schützt sie somit vor dem Kontakt mit externen Reizen. Schmerzen durch Dentinhypersensibiliät werden sofort [7, 8] und dauerhaft gelindert. Bereits nach drei Anwendungen sind die Tubuli zu 76%, nach fünf Anwendungen sogar zu 90% verschlossen [9]. Die Reduktion der Empfindlichkeit nach Applikation mit der Fingerspitze wurde von 82% der Patient/-innen in einer Anwendungsstudie bestätigt. 87% der Befragten berichten über eine anhaltende Reduktion der Empfindlichkeit [10].Nicht zuletzt können verhaltensbezogenen Maßnahmen zu einer langfristigen Linderung führen. Hierzu zählen Schulungen zu atraumatischem Zähneputzen (weniger Anpressdruck und richtige Technik / weiche Borsten) sowie eine geeignete Ernährungsberatung mit dem Ziel, die Säureexposition zu reduzieren [5].

Fazit

Die Dentinhypersensibilität ist eine häufige, multifaktoriell bedingte Schmerzsymptomatik. Eine Diagnostik und individuelle Therapieauswahl, ergänzt durch verhaltensbezogene Maßnahmen, führen meist zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden.

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