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Die DGI trauert um Dr. Norbert

Ein Mensch, der viel und viele bewegte

Mit großer Trauer und Dankbarkeit nimmt die Deutsche Gesellschaft für Implantologie Abschied von Dr. Norbert Grosse, der am 15. Oktober 2026 verstorben ist.

Dr. Norbert Grosse DGI
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„Unsere Gesellschaft verliert mit Dr. Norbert Grosse einen hochgeschätzten Kollegen und Weggefährten, der ihre Fortbildung über viele Jahre maßgeblich geprägt hat“, erklärt DGI-Präsident Dr. Christian Hammächer (Aachen). „Seine Kompetenz, seine Verlässlichkeit und seine Zugewandtheit haben ihn“, so Dr. Hammächer weiter, „zu einem Menschen gemacht, mit dem man gerne zusammenarbeitete. Er wollte die Zahnmedizin voranbringen und Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen, ihr Wissen und Können weiterzuentwickeln.“

Seine zahnmedizinische Laufbahn begann Dr. Norbert Grosse an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dort studierte und promovierte er und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Zahnärztlichen Chirurgie und Prothetik. Obwohl ihm eine akademische Laufbahn offenstand, entschied er sich für die eigene Praxis. Drei Jahrzehnte war er zunächst in Wiesbaden, später in Frankfurt/Main als niedergelassener Zahnarzt tätig.

Die enge Verbindung von Norbert Grosse zur Wissenschaft blieb in dieser Zeit erhalten und prägte sein Wirken in der Fortbildung: Es war sein Ziel, wissenschaftliches Wissen für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen zu erschließen und so dazu beitragen, dass neue Erkenntnisse letztendlich den Patientinnen und Patienten zugutekommen. Über Jahrzehnte organisierte und leitete er beispiels-weise große internationale Fortbildungsveranstaltungen. Er kannte die Fragen der niedergelassenen Kollegenschaft aus eigener Erfahrung und wusste, wer dazu fundierte Antworten geben konnte. Von seinem weitreichenden Netzwerk profitierten alle.

Umfangreich war auch seine berufspolitische Expertise. Im Freien Verband Deutscher Zahnärzte hatte er auf Landes- und Bundesebene Verantwortung übernommen; von 1989 bis 1992 war er Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen.

Als Vorsitzender der Akademie Praxis und Wissenschaft und Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde konnte Dr. Grosse von 2006 bis 2016 seine Erfahrungen und Kontakte einsetzen. Auch publizistisch engagierte er sich für die Wissensvermittlung. Die Fortbildungszeitschrift „wissen kompakt“ prägte er in den ersten Jahren seit der Gründung 2007 als koordinierender Schriftleiter.

Mit diesem Knowhow übernahm er im Jahr 2017 die Leitung der DGI-Fortbildung im Rahmen der DGI-GmbH. In Zusammenarbeit mit Vorstand und Mitarbeitenden der GmbH baute er das Fortbildungsangebot der Gesellschaft neu auf und entwickelte es weiter. Er verband dabei den Blick für die fachliche Qualität der Referierenden mit dem Knowhow für das Management solcher Veranstaltungen. Themen und Referierende mussten zusammenpassen, Angebote sinnvoll aufeinander aufbauen und sich im Berufsalltag der zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen bewähren. Darüber hinaus stand er sowohl dem Nachwuchs als auch erfahrenen Kolleginnen und Kollegen immer mit Rat und Tat zur Seite.

Für die Vorstände der Gesellschaft und das Team der DGI-GmbH war er ein verlässlicher Partner, dem die Zusammenarbeit mit engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern auch menschlich viel bedeutete. Die gegenseitige Wertschätzung war ihm dabei besonders wichtig. „Diese Verbundenheit bleibt auch für alle Menschen, die mit ihm zusammengearbeitet und auch von ihm gelernt haben, eine kostbare Erinnerung“, sagt DGI-Präsident Hammächer.

Für seine Verdienste erhielt Norbert Grosse zahlreiche Ehrungen. Zum Abschluss seiner Tätigkeit für die Gesellschaft ehrte ihn die DGI im Jahr 2024 mit der Karl-Ludwig-Ackermann-Medaille für sein herausragendes Lebenswerk. „Diese Auszeichnung war Ausdruck unserer Dankbarkeit für die vielen Jahre, in denen er sich mit all seiner Erfahrung und seiner Tatkraft für die Gesellschaft und ihre Fortbildung eingesetzt hatte“, sagt DGI-Präsident Dr. Christian Hammächer.

Norbert Grosse lebte in den letzten Jahren im Chiemgau, wo er im Ruhestand Spaziergänge und Wanderungen in den Bergen sehr genoss. Die Freude an der Natur und an der Bewegung begleitete ihn bis zuletzt.

Dr. Hammächer: „Wir werden Norbert Grosse als einen Kollegen in Erinnerung behalten, der viel und viele bewegte und dabei bescheiden blieb. Sein Wirken lebt in der Fortbildung unserer Gesellschaft und im Wissen der vielen Kolleginnen und Kollegen weiter, die davon profitiert haben.“

Quelle: DGI

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