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„Was politisch als Entlastung gedacht ist, wirkt in der Praxis wie eine zusätzliche finanzielle Belastung für Arbeitgeber“, schreibt der FVDZ in dem Brief an den Bundeskanzler. Gerade kleine und mittelständische Zahnarztpraxen stünden bereits jetzt unter massivem Druck durch steigende Personal-, Energie- und Materialkosten, zunehmende Bürokratie sowie einen angespannten Fachkräftemarkt.
„Das ist keine freiwillige Prämie, sondern eine politisch ausgelagerte Zusatzabgabe“, kritisiert der Verband. Denn faktisch werde die freiwillige Zahlung zu einem „neuen Erwartungsstandard bei den Mitarbeitenden“. Besonders kritisch sieht der FVDZ die Auswirkungen auf den Wettbewerb um Fachkräfte. Finanzstärkere Strukturen könnten die Prämie leichter zahlen und damit Personal anziehen, während kleinere Praxen noch mehr unter Druck gerieten.
Statt Entlastung entstehe ein zusätzlicher Konflikt im Praxisalltag der zahnärztlichen Teams, betont der FVDZ. Mitarbeitende würden die Prämie als Selbstverständlichkeit ansehen, die ihnen zusteht. Praxen, die diese nicht leisten könnten, gerieten in Erklärungsnot – trotz fairer Bezahlung und sicherer Arbeitsplätze.
Der Verband fordert die Bundesregierung auf, Maßnahmen zur Entlastung von Arbeitnehmern konsequent aus dem Staatshaushalt zu finanzieren und nicht auf Arbeitgeber abzuwälzen. „Wer das Gesundheitssystem stärken will, darf die wirtschaftliche Basis der niedergelassenen Praxen nicht weiter schwächen“, sagt der FVDZ-Bundesvorsitzende Öttl.
Quelle: FVDZ
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