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Was früher vor allem die Mode- und Konsumgüterindustrie betraf, ist mittlerweile auch in der Zahnmedizin ein wachsendes Problem: Produkte, die über inoffizielle Vertriebskanäle (Graumarkt) bezogen werden sowie Produktfälschungen (Schwarzmarkt). Im Medizinbereich sind die Folgen besonders gravierend, da solche Produkte häufig etablierte Qualitätskontrollen umgehen und gesetzliche Anforderungen nicht erfüllen, ohne dass dies sofort erkennbar ist. Die Verantwortung bei der Nutzung solcher Produkte liegt dennoch bei den behandelnden Fachkräften, die die Sicherheit und Qualität der von ihnen verwendeten Materialien gewährleisten müssen. Die Verwendung nicht autorisierter Graumarktprodukte oder Produktfälschungen kann erhebliche rechtliche, finanzielle und medizinische Folgen nach sich ziehen.
Risiken beim Kauf von Graumarktprodukten
Der Lieferweg von Produkten, die über Graumarktkanäle bezogen werden, ist oft nicht transparent. Unter Umständen wurden sie zweckentfremdet, umverpackt oder unter ungeeigneten Lager- und Transportbedingungen aufbewahrt. Infolgedessen entsprechen sie möglicherweise nicht mehr den ursprünglichen Herstellerspezifikationen oder den gesetzlichen Anforderungen des Landes, in dem sie verwendet werden.
Die Risiken sind real, aber oft nicht auf Anhieb erkennbar – etwa bei abgelaufenen, beschädigten oder falsch gekennzeichneten Produkten. Unsachgemäße Logistik kann zu Verunreinigungen, chemischem Zerfall oder einer Veränderung der Materialeigenschaften führen, was die Behandlungsergebnisse beeinträchtigen und im schlimmsten Fall ein Risiko sowohl für Behandelte als auch für Behandelnde darstellen kann. Zudem gibt es für Produkte, die außerhalb der autorisierten Vertriebskanäle erworben werden, in der Regel keine Garantie- oder Supportleistungen. Die Verantwortung – und das Risiko – tragen somit die behandelnden Fachkräfte.
Risiken beim Kauf gefälschter Produkte
Produktfälschungen stellen ein noch größeres Risiko dar. Da sie ohne behördliche Aufsicht und außerhalb etablierter Qualitätskontrollsysteme hergestellt werden, unterliegen sie meist keiner Produktüberprüfung. Somit ist keinerlei Grundlage für eine bedenkenlose Verwendung gegeben. «Gefälschte Dentalprodukte sind ein ernstes Problem für die gesamte Dentalbranche, da diese Produkte nicht gemäß den strengen Qualitätskontrollrichtlinien eines Medizinprodukteherstellers wie Ivoclar hergestellt werden», betont Markus Heinz, CEO der Ivoclar-Gruppe. «Um solchen Risiken vorzubeugen und damit Patientinnen und Patienten sowie unsere Kundinnen und Kunden zu schützen, arbeiten wir ausschließlich mit Geschäftspartnern zusammen, die unsere strengen Compliance-Anforderungen erfüllen und unterstützen die Behörden bei der Bekämpfung illegaler Aktivitäten.» Dies führte beispielsweise bereits dazu, dass illegale Fabriken in China aufgedeckt und geschlossen wurden.
Warnsignale frühzeitig erkennen
Daher ist es umso wichtiger, Risiken frühzeitig zu identifizieren. Konkret gibt es verschiedene Indikatoren, die auf Aktivitäten im Grau- oder Schwarzmarkt hindeuten:
- Preise, die deutlich unter Marktniveau liegen
- Inkonsistenzen bei Verpackung oder Kennzeichnung
- Verkauf über nicht autorisierte Händler
- Ungewöhnliche Produktverfügbarkeit
- Fehlende Garantie- und Supportleistungen
Weitere Informationen zur Identifizierung und den Risiken von Grau- oder Schwarzmarktware finden Sie auf der Ivoclar-Webseite.
Ivoclar bietet ein neues Verifizierungsprogramm für mehr Sicherheit
Für Ivoclar steht die Patientensicherheit an erster Stelle. Um zahnmedizinische Fachkräfte dabei zu unterstützen, die oben genannten Risiken zu vermeiden, stellt Ivoclar eine Übersicht autorisierter Händler zur Verfügung. Zusätzlich hat das Unternehmen ein neues Verifizierungsprogramm eingeführt, mit dem die Echtheit einzelner Produkte schnell und unkompliziert überprüft werden kann. Das Ivotion-Portfolio und die ProArt CAD Try-In-Scheiben sind die ersten Ivoclar-Produkte, für die diese Funktion verfügbar ist.
Gewährleistung des höchsten Sicherheitsstandards
Jede Verpackung ist mit einem QR-Code ausgestattet, der gleichzeitig als Produktsiegel dient. Der Code befindet sich auf der Außenseite der Verpackung und kann ohne zusätzliche App mit dem Smartphone gescannt werden. Er leitet auf eine Ivoclar-Webseite weiter. Dort kann der PIN-Code eingegeben werden, der unter dem abziehbaren QR-Code zu finden ist. So lässt sich sofort überprüfen, ob es sich um ein Originalprodukt handelt, das den Qualitätsstandards von Ivoclar entspricht. Sollten Unstimmigkeiten festgestellt werden, steht der Kundendienst Customer Care von Ivoclar unterstützend zur Verfügung.
Das Verifizierungsprogramm wird schrittweise auf weitere Produktlinien ausgeweitet. Es ist eine einfache, komfortable und zuverlässige Möglichkeit, die Echtheit von Ivoclar-Produkten zu überprüfen und es trägt dazu bei, dass Anwenderinnen und Anwender sich auf die Qualität und Sicherheit der Produkte, die sie täglich verwenden, verlassen können. Neben der Echtheitsprüfung bietet der QR-Code auch Zugang zu weiteren digitalen Angeboten wie Produktinformationen und Gebrauchsanweisungen. Weitere Informationen zum Verifizierungsprogramm und den darin enthaltenen Produkten finden Sie hier.
Quelle: Ivoclar
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