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So können Praxisteams mit gezielter Prothesenhygiene vorbeugen

Risiko Prothesenstomatitis – Beratungstipps für die Zahnarztpraxis

Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland tragen laut Schätzungen der BZÄK eine Teil- oder Vollprothese. Für sie rückt die Prothesenhygiene und -pflege in den Mittelpunkt ihrer Mundgesundheit. Denn egal, ob es sich um herausnehmbaren oder adhäsiv befestigten Zahnersatz handelt: Reinigt man nicht gewissenhaft, bildet sich rasch Plaque. Die Folgen reichen von Mundgeruch und Druckstellen bis hin zu schmerzhaften und entzündlichen Schleimhauterkrankungen wie der Prothesenstomatitis. Durch sie können Keime über die Blutbahn in den gesamten Körper gelangen und dort systemische Erkrankungen begünstigen. Zahnarztpraxen sind für Prothesenträger die wichtigsten Berater in Sachen Prothesen-Gesundheit.

Frau in einem Behandlungszimmer. Arzt zeigt ihr wie man eine Prothese reinigt. Dr. Rudolf Liebe Nachf. GmbH & Co. KG
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Viele Patienten sind unsicher: Mit der Prothese haben sie einen Fremdkörper im Mund, an den sie sich erst gewöhnen müssen. Jede Prothese, egal welcher Art, muss gewissenhaft gepflegt werden. Da sie zu einem festen Bestandteil des Mundraums wird, ist es umso wichtiger, dass die Keime gewissenhaft beseitigt werden. Doch wie funktioniert das am besten? Hier setzt das Praxisteam an: Im Rahmen von Prophylaxesitzungen oder Kontrollterminen kann es mit kompetenter Patientenberatung punkten. Es zeigt die korrekte mechanische und chemische Reinigung und erklärt typische Problemstellen wie die Reinigung an Klammern, Rändern oder der Gaumenbasis. Auch individuelle Herausforderungen seitens der Patienten wie Mundtrockenheit, eine eingeschränkte Motorik oder eine schlecht sitzende Prothese lassen sich dabei früh erkennen und gemeinsam im besten Fall beheben. Mit der richtigen Anleitung durch das Praxisteam gelingt die effektive Reinigung der Prothese zuhause leichter:

Praktische Tipps fürs Patientengespräch

So gelingt die häusliche Prophylaxe. Eine gepflegte Prothese ist die Voraussetzung für gesunde Schleimhäute und guten Tragekomfort.

Mit diesen einfachen Tipps können Prothesenträger selbst viel tun:

  • Keine heißen Flüssigkeiten über die Prothese gießen; das Material könnte sich sonst verformen.
  • Mechanisches Bürsten ist für die Entfernung des Belags wichtig. Prothesenreiniger-Tabs sind daher nur eine Ergänzung.
  • Auch Zahnfleisch, Zunge und Gaumen mit einer weichen Bürste massieren und reinigen, um Bakterien zu entfernen und Entzündungen vorzubeugen.
  • Bei teleskopverankerten Prothesen kann man mit einem Wattestäbchen die Innenseiten der Sekundärteleskope, die sich an bzw. in der Prothese befinden, mit etwas Zahncreme-Konzentrat reinigen.
  • Prothese außerhalb des Mundraums über weichem Untergrund, etwa einem Handtuch, reinigen. Falls sie beim Reinigen herunterfällt, zerbricht sie so nicht.
  • Die (Teil-) Prothese über Nacht immer feucht lagern, idealerweise in einem Glas Wasser. Tipp: Etwas Zahncreme-Konzentrat ins Wasser geben und die antibakterielle Kraft wirken lassen.
  • Keine normale Zahncreme verwenden – sie ist meist zu abrasiv und kann die Oberfläche der Prothese aufrauen, bzw. zu Mikrokratzern führen. Dadurch können sich Bakterien und Beläge leichter an der Prothese festsetzen.
  • Zweimal täglich gründlich mit einer weichen Prothesenbürste und milder Seife, unparfümiertem, pH-neutralem Spülmittel oder einem antibakteriellen, sanft reinigenden Zahncreme-Konzentrat mit einem niedrigen RDA-Wert reinigen.
  • Nach jeder Mahlzeit die Prothese unter fließendem Wasser abspülen, um Essensreste zu entfernen.

Zusätzliche „Feel good“ Tipps

  • Zwei Reinigungsboxen bereithalten, um die Prothese immer und überall sicher abzulegen: eine fürs heimische Bad und eine für Reisen.
  • Regelmäßig, mindestens zweimal pro Jahr, vom Zahnarzt den Sitz der Prothese kontrollieren lassen: Gibt es Druckstellen? Passt die Reinigung?
  • Wer, trotz guter Reinigung, unter Mundgeruch leidet, kann zusätzlich eine antiseptische Mundspülung einsetzen. Sollten die Beschwerden anhalten, den Zahnarzt ansprechen.

Unterschätzte „Nebenwirkungen“: Karies und sozialer Rückzug

Wenn sich Plaque an Klammern und Kontaktstellen von Teilprothesen sammelt, können an den verbliebenen Zähnen zusätzlich parodontale Probleme und Karies entstehen. Besonders ältere oder motorisch eingeschränkte Patienten sind gefährdet, da ihnen die tägliche Reinigung oft schwerfällt und Probleme nicht immer sofort bemerkt werden. Neben den medizinischen Auswirkungen spielen auch psychosoziale Aspekte eine Rolle: Unsicherer Halt, Geruchsentwicklung oder Schmerzen beim Sprechen können das Selbstbewusstsein senken und zu sozialem Rückzug führen. Mit der richtigen Prothesenreinigung lassen sich diese Aspekte bestmöglich in den Griff bekommen.

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Ajona, das medizinische Zahncremekonzentrat von Dr. Liebe:

Das medizinische Zahncremekonzentrat ist bestens für die schonende Reinigung von (Teil-)Prothesen und Implantaten, aber auch von Brücken und Kronen geeignet. Es reinigt Zähne und Zahnfleisch genauso wie die Zunge sehr sanft. Der RDA-Wert, der angibt, wie stark eine Zahncreme das Dentin (Zahnbein) durch Putzkörper abreibt, liegt bei Ajona bei sehr sanften 30 [1]. Das Zahncremekonzentrat hilft, die Bakterien im Zahnfleischsaum auf ein Minimum zu reduzieren. Ätherische Öle lassen bestehende leichte Zahnfleischentzündungen rascher abklingen und fördern die Regeneration des Zahnfleisches. Entscheidend ist, dass Ajona sehr sanft ist und durch die Schaumbildung auch gleichzeitig sehr gut reinigt und antibakteriell sowie entzündungshemmend ist.

Quelle: Dr. Rudolf Liebe Nachf. GmbH & Co. KG

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