Die ZÄK Berlin fordert die Bundesregierung und den Berliner Senat auf, alle geeigneten gesetzgeberischen Maßnahmen zu ergreifen, um den Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel, insbesondere durch Kinder und Jugendliche, nachhaltig zu reduzieren.
„Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte allein eine Preiserhöhung von 20% auf zuckerhaltige Getränke zu einer Konsumreduktion von 20% führen“, begründet Dr. Karsten Heegewaldt, Präsident der ZÄK Berlin, die Resolution. So habe bereits die Ankündigung einer gestuften Zuckersteuer in Großbritannien zu einer Reduktion des Zuckergehalts in den Rezepturen verschiedener Softdrink-Hersteller geführt. Langjährige Untersuchungen zeigten, dass unausgewogene Ernährung und übermäßiger Zuckerkonsum sowohl der Allgemein- als auch der Mundgesundheit auf Dauer schade. Mehr als 15% der Kinder sind übergewichtig und fast 6% adipös. „Darüber hinaus besteht eine direkte Korrelation zwischen Zuckerkonsum und einem steigenden Kariesrisiko. Daher müssen neben der Reduktion des Zuckerkonsums alle präventiven Maßnahmen ausgebaut werden, die bereits ab dem Kleinkindalter ergriffen werden sollten und die die Grundlagen für eine lebenslange (Mund-)Gesundheit legen“, so Heegewaldt.
Quelle:
Zahnärztekammer Berlin
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