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Zahnmedizin

Sofortversorgungskonzepte zahnloser Kiefer

Vor fast 25 Jahren entwickelte Prof. Paulo Maló aus Lissabon ein Rehabilitationskonzept für den zahnlosen Kiefer, das eine sofortige Versorgung mit einem gaumenfreien Provisorium noch am Operationstag ermöglichte. Zunächst für den Unterkiefer eingeführt, konnte das Protokoll zwei Jahre später auch für den Oberkiefer veröffentlicht und übernommen werden [1, 2]. Das Konzept der Implantation von vier Implantaten im Unterkiefer bzw. sechs im Oberkiefer, konnte vielen Patienten unabhängig ihres Alters eine kaufunktionelle Rehabilitation ermöglichen [3, 4], gleichzeitig ihre Lebensqualität verbessern und die Morbidität verringern [5]. Im vorliegenden Artikel soll näher auf die Vor- und Nachteile der Sofortversorgungskonzepte eingegangen werden und anhand eines klinischen Falls veranschaulicht werden.

Mit Prävention und Prophylaxe nachhaltig unterstützen

Studien wie die fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie [1] und der kürzlich erschienene Barmer Zahnreport [2] machen auf Defizite bei der Mundgesundheit von Patienten/-innen und den damit einhergehenden Kosten aufmerksam. Zahnmedizinische Präventionsmaßnahmen werden daher in Zukunft weiterhin an Bedeutung gewinnen. 

Interdisziplinäre Therapie bei einer Patientin mit Parodontitis Stadium 4 Grad C

Frau W. stellte sich vor einigen Jahren zu einer Beratung an den Universitätskliniken für Zahnmedizin in Basel vor. Hier wurde erhöhter parodontologischer Behandlungsbedarf festgestellt (Tab. 1). Nach nichtchirurgischer parodontaler Therapie verblieben persistierende, erhöhte Sondierungstiefen. Um stabile orale Verhältnisse zu etablieren, kamen nun verschiedene parodontalchirurgische Verfahren zum Einsatz.

Keramikrestaurationen: Einsatz von Retraktionspaste für detailgetreuen Scan

Mit heutiger Technologie lassen sich hochpräzise digitale Scans für prothetische Restaurationen erstellen. Bei subgingivalen Rändern oder suboptimaler Mundhygiene kann es jedoch schwierig sein, detailgetreue Scans zu erhalten. Moderne Retraktionspasten können dieses Problem lösen und für einen optimalen klinischen Ablauf sorgen, wie im folgenden Anwenderbericht aufgezeigt wird.

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