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Ehrenamtliches Engagement

Dr. Pro Bono – Ärzte für den guten Zweck

Ob vor der eigenen Haustür oder viele tausend Kilometer entfernt – ärztliche Hilfe wird überall auf der Welt benötigt. Viele Ärzte engagieren sich neben ihrem Hauptberuf für andere Menschen: Sie leisten beispielsweise Aufklärungsarbeit und helfen, Krankheiten vorzubeugen oder Heilungschancen zu verbessern.

Illustration von Händen auf denen rote Herzen sind und die Arme werden nach oben gestreckt. starline/freepik
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Die Stiftung Gesundheit verleiht diesen Medizinern das Siegel „Dr. Pro Bono“ und gibt ihnen eine Bühne. Dieses Siegel wird in dem persönlichen Profil in der Arzt-Auskunft angezeigt und kann auf den Arzt-Websites eingebunden werden. In Interviews berichten die Ärzte von ihrem Engagement und ihren Einsätzen. Diese werden über die Kommunikationskanäle verbreitet, damit noch mehr Menschen auf Gesundheits-Schicksale anderer, Initiativen und Menschen, die helfen, aufmerksam werden.

Mittlerweile tragen über 1.000 Mediziner die Auszeichnung für ihr Engagement in einer der 15 Ehrenamts-Bereichen.

Zu den 15 Ehrenamts-Kategorien zählen:

  • ehrenamtliche ärztliche Einsätze (in Deutschland, Entwicklungsländern oder Katastrophenschutzgebieten)
  • Unterstützung beim Aufbau von Krankenhäusern/ Schulen/Hilfseinrichtungen im Ausland
  • kostenlose (zahn-)ärztliche Behandlung/Operation von Bedürftigen Flüchtlingshilfe (ärztliche oder psychotherapeutische Betreuung)
  • Entwicklungshilfe (beispielsweise psychosoziale Entwicklungsprojekte)
  • Ausbildung und Weiterbildung von Ärzten im Ausland/Entwicklungsländern
  • aktives Mitglied von Fördervereinen und Stiftungen zur Unterstützung der Gesundheit bei bestimmten Erkrankungen
  • ärztliche Unterstützung von Sportvereinen (beispielsweise als Mannschaftsarzt)
  • ärztliche Betreuung von Sportgruppen (etwa als Betreuer einer Herz-Laufgruppe)
  • ärztliche Betreuung von Selbsthilfegruppen
  • Hospizarbeit
  • ehrenamtliche Tätigkeit zur Gesundheitsförderung und Prävention (beispielsweise in Kitas und Schulen)
  • Aufsichtsrat oder wissenschaftlicher Beirat in öffentlichen Einrichtungen und von Trägern aus dem Bereich Gesundheitsförderung oder Prävention, die ehrenamtlich und unentgeltlich wirken
  • Gründer von Vereinen, die Patienten mit bestimmten Erkrankungen unterstützen
  • Organisatoren und Ausrichter von Vorträgen für Patienten zu Gesundheits- und Präventionsthemen sowie Vortragende, die mit ihrer Tätigkeit gemeinnützig informieren und uneigennützig helfen möchten

Wie unterschiedlich dieses Engagement aussehen kann, zeigt das Beispiel von Zahnarzt Dr. Rainer Roos. Für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz im indischen Himalaya wurde er mit der Auszeichnung „Dr. Pro Bono“ geehrt. Im Interview berichtet er von seiner Motivation, den Projekten vor Ort und seinen Plänen für die Zukunft.

Interview – Zahnarzt engagiert sich im indischen Himalaya

Mit welchem Projekt setzen Sie sich für das Gemeinwohl ein?

Mit der deutschen Hilfsorganisation „Ladakh Medical Aid gGmbh“ aus Esslingen am Neckar setzen meine Frau und ich uns für die Zahngesundheit der Menschen in der indischen Himalaya-Region Ladakh ein. Dort behandeln wir in Choglamsar bei Leh – einer der höchstgelegenen, dauerhaft bewohnten Städte der Welt – kostenlos Patienten. Denn es mangelt dort oft an der medizinischen Versorgung sowie an Geld für solche Behandlungen.

Seit wann sind Sie ehrenamtlich tätig?

Seit 2000, damals gründeten wir unsere erste Zahnstation in Indien. Durch Zufall wurden meine Frau und ich damals auf ein Hilfsprojekt in der Bergregion Ladakh aufmerksam. Das Behandlungsproblem vor Ort schien unlösbar, denn die meisten Menschen betreiben dort noch eine nahezu mittelalterliche Zahnpflege. So entstand der Gedanke, einfach mit anzupacken und unsere Möglichkeiten dafür zu nutzen, direkte Hilfe zu leisten. Unsere erste Zahnstation entstand noch im selben Jahr.

Planen Sie in Zukunft noch andere ehrenamtliche Projekte?

Wichtig ist es, weiterhin das Ziel zu verfolgen, die medizinische und zahnärztliche Grundversorgung in den indischen Himalaya zu bringen. Dies ist uns bereits mit dem Aufbau der Klinik Ladakh 2018 sehr erfolgreich gelungen. Und wir möchten uns weiter engagieren: Das nächste Ziel ist die Anschaffung eines Fahrzeugs, um eine mobile Zahnarztpraxis einzurichten.

Warum engagieren Sie sich in dieser Form?

Bei unserem Hilfsprojekt packen wir aktiv selbst mit an und helfen vor Ort, um Menschen für unser Projekt zu begeistern. Unsere Philosophie besteht darin, neben dem Leisten von akuter Hilfe etwas Langfristiges aufzubauen.

Weitere Interviews unter: Dr. Pro Bono: Ärzte für den guten Zweck | Stiftung Gesundheit

Quelle: Stiftung Gesundheit

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