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Es sind Alltagserfahrungen: Zahnarzt Dr. Müller hatte im DICOM-Format gespeicherte Daten eines Implantatpatienten am Abend in aller Ruhe noch einmal durchgehen wollen, doch auf seinem Windows-PC konnte er weder Röntgenbilder noch CTs ansehen. Zahnärztin Dr. Maier schickte ihrem Studienkollegen Dr. Gruber einige DICOM-Aufnahmen zu (selbstverständlich verschlüsselt), um mit ihm über den betreffenden Fall diskutieren zu können, doch Dr. Gruber konnte diese Dateien auf seinem Mac nicht öffnen. Ist der DICOM-Standard in der Zahnmedizin also doch kein „echter“ Standard? Jedenfalls nicht im Sinne einer Maschinenschraube M32, die immer in das Innengewinde M32 passt.
Komplexe Daten – mitunter schwer anzusehen
DICOM-Daten sind grundsätzlich eine feine Sache. Denn so lassen sich Röntgenaufnahmen, Computertomogramme, Magnetresonanztomogramme und viele weitere Informationen zusammen mit Stammdaten und weiteren Details des betreffenden Patienten im „Picture Archiving and Communication System“ (PACS) speichern. Später kann man sie wieder abrufen, sich anzeigen lassen, bearbeiten (z.B. Schnitte durch 3D-Darstellungen legen) und interpretieren [1]. DICOM-Daten sind aber auch komplex. Denn sie lassen sich auf viele unterschiedliche Weisen erzeugen, in den Geräten von Hersteller A anders als in den Geräten von Hersteller B. Zur Betrachtung benötigen Zahnärztinnen und Zahnärzte dann womöglich herstellerspezifische Software, sogenannte „Viewer“.
Das bringt Einschränkungen bei der Datenweitergabe mit sich. Auch sind DICOM-Viewer in der Regel keine Allrounder, sondern wurden für spezifische Aufgaben in der Allgemeinmedizin und in verschiedenen Teildisziplinen entwickelt, so etwa speziell für die Anwendung in der Lehre (Export von JPEG- oder GIF-Dateien; z.B. „Radiant“) oder für die „Mini-PACS-Archivierung“ auf Klinikservern (z.B. „Sante diComDir Betrachter Pro“), für die klinische Forschung (Datenanonymisierung, Cloud-basiertes PACS; z.B. „PostDICOM“) oder für das Betrachten und Bearbeiten am Bildschirm plus Zugriff auf eine Vielzahl von Referenzfällen und Artikeln (z.B. „Osirix MD“) [2].
Das ursprüngliche Ziel, medizinische Bilder unabhängig vom geografischen Standort visualisieren zu können, wird daher nicht von jedem Viewer in Kombination mit jedem Bilderzeugungsgerät erfüllt. Dabei wäre es doch mindestens wünschenswert, DICOM-Bilddateien immer und überall öffnen und auf allen üblichen Endgeräten ansehen zu können.
Lückenschluss per Software
So wäre eine Vereinheitlichung wünschenswert. So wie die Maschinenschraube M32 in das M32-Innengewinde passt, ohne dass man darüber nachzudenken brauchte, sollte auch eine DICOM-Datei ohne weiteres anzusehen sein – standardmäßig. In der Allgemeinmedizin ist DICOM bereits in diesem Sinne zum Standardbildaustauschformat geworden. Für die Zahnmedizin schließt eine auf die zahnärztliche Praxis zugeschnittene Software die Lücke (VistaSoft Cloud View, Dürr Dental, Bietigheim Bissingen). Damit können alle dentalen Bilder direkt im Browser betrachtet und temporär verändert werden – zweidimensionale wie dreidimensionale.
Zum Beispiel können Helligkeit, Kontrast und Gamma-Wert variiert oder Details herangezoomt werden. Hinzu kommen zahnmedizinisch ausgerichtete Funktionen wie etwa die Darstellung von axialen, sagittalen und koronalen Schnitten durch eine dreidimensionale Darstellung des Kiefers oder das Hervorheben der Nervenkanäle, etwaiger Implantate oder der Panoramakurve. Außer DICOM-Bildern werden auch JPG-, TIF- oder BMP-Datensätze per Drag and Drop geöffnet und dargestellt. Dabei bleibt der Datenschutz gewahrt, denn die Software arbeitet zwar browserbasiert, doch die Bilddaten selbst werden dabei nicht in das Internet geladen, sondern bleiben nur lokal gespeichert. Um VistaSoft Cloud View zu verwenden, ist keine Installation notwendig. Der Viewer wird zunächst aus der Cloud geladen. Die dentalen Bilder lassen sich dann sogar ohne aktive Internetverbindung betrachten und mit allen verfügbaren Tools bearbeiten. Das lässt sich sofort ausprobieren [3]. Interessenten können eine „Demo“ mit vorhandenem Bildmaterial durchspielen (demo-view.vistasoft.com) und/oder eigene DICOM-Bilder betrachten (view.vistasoft.com).
Für den lebendigen Austausch mit Kollegen und Patienten
Der Viewer ist für Google Chrome, Microsoft Edge und Opera optimiert und überall kostenlos einsetzbar. Er ermöglicht das herstellerunabhängige Öffnen von zahnmedizinischen DICOM-Bilddateien und erleichtert den Austausch mit Kollegen und Patienten.
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