Dr. Doris Seiz, Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): „Unsere Kolleginnen und Kollegen kritisieren, zu wenig zahnärztlich tätig sein zu können, und stattdessen zu viele, teils äußerst absurde Dokumentationspflichten abzuarbeiten. Diese Misstrauenskultur kostet Zeit, Geld, Nerven und am Ende Versorgungsqualität.“
Überflüssige Doppel‑ und Dreifachdokumentationen, aufwendige Prüfregime ohne Zusatznutzen und immer neue Vorgaben treiben die Kosten in den Praxen in die Höhe – und mittelbar auch die Ausgaben der Versicherungen. Gleichzeitig verschärfen sie den Fachkräftemangel: Praxisteams werden gebunden, junge Zahnärztinnen und Zahnärzte von Niederlassung abgeschreckt, erfahrene Kolleginnen und Kollegen gehen früher aus dem Beruf.
Die BZÄK macht klar: Wer Bürokratie abbaut, spart Kosten im System. Mehr Behandlungszeit, weniger Verwaltungsaufwand und stabile Praxen bedeuten bessere Prävention, weniger Folgekosten und eine nachhaltige Entlastung der Kassen. Entbürokratisierung ist kein Luxus – sie ist Voraussetzung für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung.
Quelle: BZÄK
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