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Praxisgründerwettbewerb 2026

Konzepte aus Prävention, Oralchirurgie, Implantologie und inklusiver Zahnmedizin überzeugen die Fachjury

Wie lässt sich eine Zahnarztpraxis heute so gründen, dass sie medizinisch, organisatorisch und wirtschaftlich für die Zukunft aufgestellt ist? Drei unterschiedliche Antworten darauf überzeugten die Fachjury des Praxisgründerwettbewerbs 2026 der Arbeitsgruppe für Praxis-Workflow (AGPW).

Die Arbeitsgruppe AGPW verleiht auf der infotage FACHDENTAL Stuttgart 2026 den Praxisgründer:innen für ihr eingereichtes Konzept das Mitgliedssiegel „Praxis der Zukunft“ AGPW
Die Arbeitsgruppe AGPW verleiht auf der infotage FACHDENTAL Stuttgart 2026 den Praxisgründer:innen für ihr eingereichtes Konzept das Mitgliedssiegel „Praxis der Zukunft“
Die Arbeitsgruppe AGPW verleiht auf der infotage FACHDENTAL Stuttgart 2026 den Praxisgründer:innen für ihr eingereichtes Konzept das Mitgliedssiegel „Praxis der Zukunft“
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Ausgezeichnet werden Dr. Henrik Andersen aus Düsseldorf, Dr. Kirsten Melhem-Schmidt und Dr. Sabrina Reitz aus Mainz. Sie erhalten jeweils ein umfangreiches Praxis-Starterpaket sowie das Mitgliedssiegel PRAXIS DER ZUKUNFT.

Die Preisverleihung findet am Freitag, 16. Oktober 2026, ab 15 Uhr im Rahmen der infotage FACHDENTAL Stuttgart 2026 in der MAHLE Halle (Halle 4), Stand 4C52, statt.

Drei Konzepte, drei Antworten auf die Praxis der Zukunft

Die Jury aus Mitgliedern der AGPW und der Initiative PRAXIS DER ZUKUNFT bewertete neben der persönlichen Gründungsgeschichte insbesondere die Zukunftsfähigkeit der Praxiskonzepte. Im Fokus standen effiziente Praxisorganisation, durchdachte Workflows, Nachhaltigkeit sowie eine patienten- und mitarbeiterorientierte Versorgung.

„Die drei Konzepte zeigen, dass Zukunftsfähigkeit in der Zahnarztpraxis viele Facetten hat. Entscheidend ist das Zusammenspiel von hoher medizinischer Qualität, effizienten Prozessen und den Bedürfnissen von Patienten und Praxisteams“, sagt Bettina Loser, Mitglied der AGPW sowie Leitung Marketing und Vertrieb bei Medicom.

Dr. Henrik Andersen: Oralchirurgie mit konsequent digitalen Workflows

Dr. Henrik Andersen plant in Düsseldorf eine moderne Überweisungspraxis für Implantologie und Oralchirurgie mit sechs Behandlungsräumen. Digitale Prozesse und klar definierte Workflows sollen von Beginn an für effiziente Abläufe sorgen. Ein strukturiertes Hygiene-, Lager- und Materialmanagement ist

dabei ebenso Bestandteil des Konzepts wie eine nachhaltige Praxisarchitektur. Gleichzeitig legt Andersen großen Wert auf den Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke. Damit verbindet sein Gründungskonzept medizinische Spezialisierung mit moderner Praxisführung und einer konsequenten Organisation der Arbeitsabläufe.

Dr. Kirsten Melhem-Schmidt: Spezialisierung braucht Struktur

In ihrer geplanten oralchirurgischen Praxis verbindet Dr. Kirsten Melhem-Schmidt nordische Klarheit mit medizinischer Präzision. Auf mehr als 500 Quadratmetern entstehen acht Behandlungsräume. Digitale Abläufe und strukturierte Einarbeitungskonzepte sollen effizientes Arbeiten ermöglichen und gleichzeitig das Praxisteam im Alltag unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit überweisenden Zahnärztinnen und Zahnärzten. Ihnen möchte Melhem-Schmidt nicht nur als spezialisierte Behandlerin, sondern als verlässliche Partnerin und fachliche Sparringspartnerin zur Seite stehen.

Dr. Sabrina Reitz: Inklusive Zahnmedizin von Anfang an mitgedacht

Einen anderen Schwerpunkt setzt Dr. Sabrina Reitz mit ihrem Praxiskonzept „Tooth Club“ in Mainz. Sie entwickelt eine inklusive, kindgerechte und konsequent präventionsorientierte Zahnarztpraxis. Sensorisch angepasste Räume, Rückzugsmöglichkeiten, Piktogramme und individuell gestaltete Termine sollen insbesondere Kindern mit besonderen Bedürfnissen den Zugang zur zahnmedizinischen Versorgung erleichtern. Inklusion wird damit nicht nachträglich ergänzt, sondern bereits bei der Planung von Räumen, Prozessen und Patientenkommunikation berücksichtigt.

Praxisorganisation als Erfolgsfaktor

Neben der Auszeichnung erhalten die drei Gewinner konkrete Unterstützung für den Aufbau ihrer Praxen. Das Starterpaket umfasst unter anderem ein Hygienekonzept, Beratungen zum Lageraufbau und Material-Ersteinkauf sowie ein Color Method Consulting. Der Ansatz dahinter: Gute Praxisorganisation beginnt nicht erst, wenn Probleme auftreten. Gerade in der Gründungsphase können klar definierte Strukturen dazu beitragen, unnötige Wege, Suchzeiten, Materialverbrauch und organisatorische Belastungen von Beginn an zu reduzieren.

Das Color Organisationssystem arbeitet dafür mit einer durchgängigen Farbcodierung. Materialien, Instrumente und Prozessschritte werden eindeutig zugeordnet und sollen dadurch für das gesamte Praxisteam schneller erfassbar werden.

Effiziente Prozesse werden für Zahnarztpraxen immer wichtiger

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Fachkräftemangel, steigende Kosten und zunehmender Verwaltungsaufwand stellen Zahnarztpraxen vor die Aufgabe, vorhandene Ressourcen effizienter einzusetzen. Gleichzeitig eröffnen Digitalisierung, KI-gestützte Anwendungen und eine strukturierte Warenwirtschaft neue Möglichkeiten, administrative und organisatorische Abläufe zu vereinfachen. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie eine Praxis medizinisch arbeiten möchte – sondern auch, wie sie organisiert sein muss, damit gute Zahnmedizin dauerhaft wirtschaftlich und mit einem leistungsfähigen Team möglich bleibt. Genau hier setzt die AGPW an: mit praxistauglichen Organisationskonzepten, die Arbeitsabläufe strukturieren, Teams entlasten und einen wirtschaftlichen Einsatz von Material und personellen Ressourcen unterstützen. Nachhaltigkeit bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil moderner Praxisführung. Ressourcenschonende Prozesse, wirtschaftlicher Materialeinsatz und soziale Verantwortung werden zunehmend Teil eines ganzheitlichen Praxiskonzepts.

Quelle: AGPW

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