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„PraxisAWARD Prävention“ 2026

Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen im sozialen Spannungsfeld

Die „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA lobt in diesem Jahr zum zehnten Mal den „PraxisAWARD Prävention“ für wegweisende Präventionsprojekte im Bereich der Zahnmedizin sowie im interdisziplinären Umfeld aus. Eingereicht werden können Projekte und Konzepte, die zur Förderung der „Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen im sozialen Spannungsfeld“ beitragen. Als Jurymitglieder konnten Prof. Dr. med. dent. Ghazal Aarabi, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), und Dr. med. dent. Ilka Gottstein, 1. Vor-sitzende des Bundesverbandes der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG), gewonnen werden.

Eine Hand hält einen Pokal macrovector/freepik
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Bewerbungen können bis zum 20. September 2026 unkompliziert mittels eines Formulars eingereicht werden.

Die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Aktuelle Erhebungen zeigen jedoch ein deutliches Missverhältnis. Während ein Großteil der Kinder kariesfrei ist, konzentriert sich die tatsächliche Karieslast auf eine vergleichsweise kleine Gruppe [1]. Diese „Kariespolarisation“ betrifft aktuellen Auswertungen zufolge etwa 20 Prozent der Kinder [2]. Studien zeigen, dass das Kariesrisiko mit gesellschaftsstrukturellen Faktoren assoziiert ist – Bildungsniveau und Lebensumfeld spielen eine Rolle [3, 4].

„Für mich ist ganz wichtig, dass gesundheitliche Teilhabe keine Frage von Herkunft oder Bildung sein darf! Das Thema geht weit über die Zahnmedizin hinaus und ist ganz klar auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von der Zahnmedizin nicht allein geleistet werden kann“, so Dr. med. dent. Romy Ermler, Präsidentin der BZÄK. „Mit dem PraxisAWARD Prävention als einem Baustein im Präventionsgefüge können wir Projekte sichtbar machen, die genau dort wirken, wo der Bedarf am größten ist – bei Kindern und Jugendlichen in herausfordernden Lebenslagen.“

Dr. med. dent. Andreas Syrek, Professional Oral Care Director bei CP GABA, ergänzt: „Uns geht es vor allem darum, den Fokus zu legen auf solche Patientengruppen, die sonst weniger im Blickfeld stehen, die besonders schutzbedürftig sind, bei denen Prävention oft nicht im Vordergrund steht. In diesem Jahr geht es um Kinder und Jugendliche im sozialen Spannungsfeld.“

Interdisziplinär für Chancengleichheit engagieren

Die aktive Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit bildet seit jeher ein übergeordnetes Ziel der Initiative. Bewerbungen aus anderen Berufsfeldern wie der Sozialen Arbeit oder dem öffentlichen Gesundheits-wesen sind deshalb ausdrücklich erwünscht.

Diesen Ansatz begrüßen auch die beiden Expertinnen und Jurorinnen des PraxisAWARD Prävention 2026: Prof. Dr. med. dent. Ghazal Aarabi und Dr. med. dent. Ilka Gottstein. „Risikogruppen für ein unzureichendes Mundhygieneverhalten und eine höhere Kariesprävalenz sind insbesondere Kinder und Jugendliche aus Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status und mit Migrationsgeschichte“, erklärt Prof. Aarabi. Sie arbeitet und forscht am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK), Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Einer ihrer Forschungsschwerpunkte in der Versorgungsforschung zielt darauf ab, Präventionsmaßnahmen aktiv in vulnerable Gruppen hineinzutragen und die Mundgesundheitskompetenz von Menschen zu stärken, die nicht ausreichend von der Individual- und Gruppenprophylaxe profitieren. „Um eine Chancengleichheit in der zahnmedizinischen Versorgung zu gewährleisten, bedarf es zielgruppenspezifischer Präventionsprogramme,“ so Prof. Aarabi. Dr. Gottstein ist seit mehr als 25 Jahren im Öffentlichen Gesundheitsdienst tätig. Neben der zahnärztlichen Untersuchung sind Prävention, Beratung und die nachgehende Fürsorge für sie zentrale Elemente. „Wir wollen, dass diese Kinder zahnärztlich versorgt werden und sie auch eine Verbesserung der Mundgesundheit erfahren“, so die Zahnmedizinerin, die jährlich zwischen 10.000 und 11.000 Kinder untersucht, von denen etwa zehn Prozent ein Karieshochrisiko aufweisen. „Dazu gehört auch, die Mundgesundheitskompetenz der Eltern oder Sorgeberechtigten zu stärken, zu verändern, was nicht so einfach ist“, ergänzt Dr. Gottstein.

Jetzt mit Projekt zum Thema „Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen im sozialen Spannungsfeld“ bewerben

Mit dem „PraxisAWARD Prävention“ zeichnen die Initiatoren im zweijährigen Turnus innovative Präventionsprojekte aus der Praxis aus. Die Projekte können sowohl aus der Zahnmedizin als auch aus interdisziplinären Kontexten stammen – beispielsweise aus Pädagogik, Sozialer Arbeit oder dem öffentlichen Gesundheitswesen. Besonderer Fokus liegt auf Ansätzen, die soziale Determinanten von Gesundheit berücksichtigen, vulnerable Gruppen erreichen und nachhaltige Präventionsstrukturen schaffen. Eingereicht werden können ausschließlich Projekte, die sich bereits in der Umsetzung befinden oder kurz davorstehen.

Insgesamt vergibt die Initiative ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten zusätzlich Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, um ihre Projekte einer breiten Fachöffentlichkeit sichtbar zu machen und sie weiterzuentwickeln.

Bewerbungen können bis einschließlich 20. September 2026 eingereicht werden. Es werden ausschließlich digitale Bewerbungen akzeptiert. Das entsprechende Bewerbungsformular findet sich unter folgenden Links:

Die im Formular angegebenen Rahmenbedingungen sind zu beachten.

Quelle: CP GABA GmbH

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