|
Getting your Trinity Audio player ready...
|
Es ist hinlänglich bekannt, dass die langfristige Kontrolle der Parodontitis als chronisch-entzündliche Erkrankung, von der weltweit mehr als eine Milliarde Menschen betroffen ist, in hohem Maße von einer wirksamen täglichen Mundhygiene abhängt. Hier hat ein Großteil der Patienten weiterhin erhebliche Defizite. Lichtbasierte Therapien haben ein starkes antibakterielles Potenzial gezeigt, wurden bisher aber meist in Zahnarztpraxen eingesetzt und nicht auf ihre Wirksamkeit bei regelmäßiger Anwendung zu Hause untersucht. Eine neue randomisierte klinische Studie, die von 2022 bis 2025 an der Metropolia University of Applied Sciences und der Universität Helsinki in Finnland durchgeführt wurde, widmete sich deshalb der Frage, ob eine antibakterielle Therapie Patienten zu Hause eine effektive zusätzliche Möglichkeit bietet, ihr Zahnfleisch gesund zu erhalten und den Erfolg professioneller Parodontitis-Behandlungen zu optimieren.
Die jüngst im „Journal of Periodontology“ veröffentlichte Studie* begleitete dazu 200 Parodontitis-Patienten im Stadium I-III, die sich einer unterstützenden Parodontalbehandlung unterzogen. Bereits nach drei Monaten Behandlung erzielten die Patienten, die täglich Lumoral® – ein Gerät für die antibakterielle Dual-Licht-Therapie – anwendeten, deutlich bessere klinische Ergebnisse als diejenigen, die ausschließlich eine Standardbehandlung (Kontrollgruppe) erhielten. Die Forscher stellten fest:
- Die Blutung bei Sondierung (BOP) reduzierte sich in der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant: Nach sechs Monaten erreichten 51 % der Patienten, die das Gerät verwendeten, einen BOP-Index von unter 10 %. Dies war mehr als doppelt so hoch wie die Erfolgsrate der Kontrollgruppe, in der nur 23 % das gleiche Niveau erreichten.
- In der Dual-Licht-Therapie-Gruppe reduzierte sich die Bildung von Zahnbelag deutlicher: Nach sechs Monaten lag der sichtbare Plaque-Index (VPI) bei 9,7 vs. 14,2 in der Kontrollgruppe.
- Die Dual-Licht-Therapie-Gruppe wies weniger tiefe Parodontaltaschen auf, die mit dem Fortschreiten der Erkrankung und Zahnverlust in Verbindung stehen: Die Anzahl der Stellen mit parodontaler Sondierungstiefe (PPD) von ≥4 mm betrug nach sechs Monaten in der Dual-Licht-Therapie-Gruppe 5,3 vs. 7,8 in der Kontrollgruppe.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine gezielte antibakterielle photodynamische Therapie die Krankheitskontrolle zu Hause zwischen den routinemäßigen Zahnarztbesuchen deutlich verbessern und die langfristige Belastung durch Parodontitis verringern kann.
Quelle: white cross GmbH
Entdecke CME Artikel





Keine Kommentare.